Das prächtige Wetter sorgte beim 30. Limmatlauf für Begeisterung und einen Teilnehmerrekord. Hohe Rekordtempi hingegen waren mit diesen Bedingungen schwierig: bei den Schnellsten wie bei den Hobbysportlern.

Und eher einsam fühlten sich die Tagesschnellsten. Ahmed El Jaddar (Basel) und Petra Eggenschwiler. Sie dominierten die Konkurrenz nach Belieben.

Wer eine Prognose auf den Tagessieger und die Tagessiegerin des 13,4 km langen Laufes aufgrund seines Eindrucks nach dem Start und den gut 300 m auf der Aue-Bahn abgab, lag richtig.

Unerreichbar für die Konkurrenz 

Schon da hatte Ahmed El Jaddar bei den Männern und Petra Eggenschwiler bei den Frauen die Führung deutlich übernommen. Ihren Vorsprung bauten die beiden Favoriten sodann kontinuierlich weiter aus.

Im Ziel trennten El Jaddar bei einer Siegerzeit von 41:49 Minuten 3:35 Minuten vom zweiten Fabian Dutli (Geroldswil). Bei den Frauen zeigte sich eine noch grössere Differenz: 4:58 Minuten Vorsprung holte Eggenschwiler mit ihren 49:31 Minuten auf Vorjahressiegerin Joana Umricht (Würenlos) heraus.

Zwiespältige Gefühl begleiteten den 32-jährige Marokkaner vom TV Riehen. Ahmed El Jaddar freute sich zum einen über seinen zweiten Vollerfolg am Limmatlauf nach 2016. Aber er hätte sich gerne etwas stärker gefordert gesehen.

«Das war rasch ein sehr einsames Rennen», stellte er fest, «und fühlte sich an wie ein Training.» Im Hinblick auf seine nächsten Ziele, den Stadtlauf in Brig und die 10 km von Lausanne, hätte er nichts einzuwenden gehabt, wenn er mehr gefordert geworden wäre. «Als Formtest konnte ich dieses Rennen nicht wirklich gebrauchen.»

Teilnehmerrekord

Ähnlich erging es bei den Frauen Petra Eggenschwiler. Sie allerdings hatte den Vorteil, ab und zu von ähnlich starken Männern zu profitieren. «Weitgehend war ich aber trotzdem auf mich alleine gestellt», sagte sie. 

Lediglich 17 Männer liefen vor der Powerman-Weltmeisterin des letzten Herbstes ein. Von «einem Trainingslauf» sprach deshalb auch sie – «auch wenn ich nicht überheblich rüberkommen möchte», wie die 31-jährige Solothurnerin betonte. Und langweilig wurde ihr unterwegs keineswegs: «Ich fand Zeit, die wunderschöne Landschaft an der Limmat zu geniessen.»

Mit 1795 Klassierten resultierte ein Teilnehmerrekord. Vor allem die Kinder- und Schülerkategorien erfreuten sich grosser Beliebtheit.