Fussball 1. Liga
Kommt Huggel früher als geplant zu den Black Stars?

Im ersten Spiel unter Interimstrainer Peter Faé treffen die Black Stars in den Schlussminuten zweimal und sichern sich damit in Extremis ein 3:3 gegen Münsigen. Derweil bittet Benjamin Huggel den FC Luzern um seine vorzeitige Freigabe.

Patrik Bieli
Drucken
Teilen
Peter Faé gibt seinem Spieler Rodrigue Laurent Anweisungen.

Peter Faé gibt seinem Spieler Rodrigue Laurent Anweisungen.

Kenneth Nars

Drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit deutete alles darauf hin, dass der FC Münsingen den Buschweilerhof als Sieger verlassen würde. Nach drei Toren ihres stark aufspielenden Stürmers und vermeintlichen Matchwinners Patric Gasser lagen die Gäste mit 3:1 vorne. Doch die Black Stars, bei denen Sportchef Peter Faé seinen Einstand als Interimstrainer für den unter der Woche entlassenen Samir Tabakovic gab, warfen nochmals alles nach vorne.

Nachdem Blerim Ahmeti eine präzise Flanke von Valon Muslija gekonnt per Direktabnahme verwerte, erzielte Innenverteidiger Aurélien Wurtzel nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus den viel umjubelten Ausgleich. Forian Hengel hätte per Kopf mit der allerletzten Chance der Partie sogar noch den Siegestreffer erzielen können. Das wäre dann jedoch etwas zu viel des Guten gewesen. «Ein gerechtes Unentschieden», lautete denn auch das Fazit von Black-Captain Reto Friedli unmittelbar nach Spielschluss.

Florian Hengel (links, Black Stars) versucht sich gegen Münsingens Defensive durchzusetzen.
6 Bilder
Black Stars-Goalie Daniele Perichini ist knapp Luca Lavorato am Ball.
Edon Basha (links) vernascht Münsingens Daniel Preradovic.
Mergim Ahmeti (links) kommt gegen Münsingen-Goalie Lars Müller einen Schritt zu spät.
David Frey (rechts) enteilt Black Stars' Marco Infantino.
Reto Friedli (links, Black Stars) versucht sich gegen Sandro Christen im Dribbling.

Florian Hengel (links, Black Stars) versucht sich gegen Münsingens Defensive durchzusetzen.

Kenneth Nars

«Der FC Münsingen dominierte die erste Halbzeit, wir die zweite.» In Anbetracht der Tabellenlage – die Black Stars haben sieben Punkte mehr auf dem Konto als Münsingen – war es in der Tat erstaunlich, wie sehr die Stadtbasler zu Beginn unter Druck gerieten. Die Berner agierten praktisch in allen Belangen überlegen; sie gewannen mehr Zweikämpfe, verzeichneten mehr Ballbesitz und waren schneller im Umschalten.

Nach der Pause wendete sich das Blatt dann allerdings schlagartig. Die Schwarzsterne diktierten nun das Geschehen, bekundeten aber einige Mühe damit, sich klare Torchancen herauszuspielen. Faé sprach seiner Mannschaft ein Kompliment aus: «Immerhin haben wir Moral bewiesen und bis zum Schluss an unsere Chance geglaubt». Zurecht, wie sich gezeigt hat.

Huggels Bitte um Freigabe

Die Aufstiegsambitionen dürfte der Quartierverein so langsam ad acta legen. «Wir wollen die Meisterschaft einfach so gut wie möglich beenden und spielen vor allem noch um unser Image», meinte Friedli. Ab übernächster Woche könnte es für die Spieler des FC Black Stars aber auch schon darum gehen, sich dem neuen Trainer Benjamin Huggel zu präsentieren.

Der ehemalige FC Basel-Spieler hofft jedenfalls darauf, dass der FC Luzern, wo er zurzeit die U16 trainiert, seiner Bitte um Freigabe nachkommen wird und er schon übernächste Woche beim Heimspiel gegen den FC Solothurn auf der Trainerbank des FC Black Stars Platz nehmen kann.

Aktuelle Nachrichten