American Football
Keine Spieler und fehlendes Geld: Basel Meanmachine vor dem Aus

Als Basilisk Meanmachine waren die Basler eine der ersten American-Football-Vereine der Schweiz. Nun stehen die Basel Meanmachine vor dem Aus. Durch fehlende Spieler und daraus resultierende Schulden steht der Klub vor einer ungewissen Zukunft.

Drucken
Teilen
Die Basel Meanmachine stehen vor dem Aus.

Die Basel Meanmachine stehen vor dem Aus.

Robert Varadi

Offiziell kommuniziert wurde noch nichts. Aber es steht nicht gut um die Basel Meanmachine. In dieser Saison wurde auf die Meisterschaft verzichtet. Grund: Es fehlen die Spieler. Weil bereits in der letzten Saison drei Partien Forfait gegeben werden mussten, drücken zusätzlich die Schulden. Ausstehend sind Verbandsbussen und Entschädigungen an jene Vereine, gegen die die Basler hätten antreten sollen. Anstatt in der NLB aufzulaufen, steht der zweifache Schweizermeister nun vor dem Aus. «Wir müssen uns schon überlegen, ob wir noch weitermachen», sagt Präsident Richard Nokaj gegenüber der «TagesWoche».

Bekannte Situation

Die Rede ist von einem Fehlbetrag von mehreren tausend Franken – ein stattlicher Betrag für einen Verein einer Randsportart. Dies hat zu Folge, dass der gesamte Verein beim Verband derzeit gesperrt ist. Deshalb spielen die Junioren in dieser Saison unter dem Namen der benachbarten Gladiators aus Pratteln. Die Gladiators sind für die Meanmachine keine Unbekannten. Von 2000 bis 2008 liefen die beiden Vereine zusammen als Gladiators beider Basel auf.

Interne Unstimmigkeiten um die Finanzierung des Vereins führten 2000 zum erstmaligen Aus des zweifachen Schweizermeisters Meanmachine und zur Fuison mit den Gladiators aus Pratteln. Richtig glücklich wurden die Vereine damit nie, auch weil der Verein nun in Pratteln beheimatet sein sollte. 2008 folgte das Comeback der Meanmachine, die fortan als Basel Meanmachine antraten.

Ob und wie es mit den Meanmachines weitergeht, wird sich weisen. Eine Zusammenarbeit mit den Gladiators, die 2014 ihren ersten Meistertitel holen konnten, scheint jedoch nicht unwahrscheinlich.

Aktuelle Nachrichten