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Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen

Fehlende Bekanntheit und finanzielle Mittel erschweren die Nachwuchsarbeit bei den Kanuten in der Region Basel. Trotzdem geben die insgesamt 23 Nachwuchsathletinnen und -athleten Anlass zur Zufriedenheit

Mattia Roth
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Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen
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Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen Jeremias Schläfli von RP Basel bei seiner Fahrt auf den zweiten Platz in der Kategorie K1 am Frühlingsslalom in Huningue.
Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen Andrea Gratwohl von Slalom Region Basel bei ihrem Sieg in der Kategorie K1 am Frühlingsslalom in Huningue.
Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen Manuel Munsch von RP Basel beim Frühlingsslalom in Huningue. Er wird im April an den U23-Weltmeisterschaften in Australien starten.
Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen Janis Dubsky von RP Basel beim Frühlingsslalom in Huningue. Er wird im April an den U23-Weltmeisterschaften in Australien starten.
Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen Anna Wider von Slalom Region Basel bei ihrem Sieg in der Kategorie C1 am Frühlingsslalom in Huningue.
Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen Simon Werro von Slalom Region Basel bei seinem Sieg in der Kategorie C1 am Frühlingsslalom in Huningue.

Kanuten wollen sich in der Nachwuchsarbeit nicht mit dem FCB vergleichen

Uwe Zinke

Der Kanu-Sport hat in der Region Basel wie auch in der restlichen Schweiz keinen einfachen Stand. «Das Hauptproblem liegt darin, die Leute auf den Sport aufmerksam zu machen», sagt Lukas Werro. Viele könnten sich darunter nicht wirklich etwas vorstellen. «Deshalb ist es auch schwierig, Nachwuchs zu finden.» Werro weiss, wovon er spricht. Arbeitet er als Aktiver in Basel doch eng mit dem Nachwuchs der verschiedenen Teams zusammen.

Daniel Rhein, Präsident des Basler Kanuclubs Rennpaddler, spricht einen weiteren wichtigen Punkt an: Oftmals würde die Nachwuchsförderung durch fehlende finanzielle Mittel erschwert. Fehlende Infrastruktur und häufig veraltete Ausrüstungen kämen hinzu. Trotzdem versuche man, talentierten Athleten aus der Region bestmöglich zu unterstützen und so die Eltern etwas zu entlasten. Trotzdem summieren sich die Nachwuchsmitglieder der Basler Vereine auf insgesamt 23 Jugendliche. Damit ist Rhein zufrieden. Man dürfe sich einfach nicht an den Fussballschulen des FC Basels orientieren. «Wichtig ist, dass die Kinder und Jugendlichen Spass am Kanufahren haben und den Sport gerne ausüben», sagt er.

Lukas Werro gewinnt in Huningue

Spass dürfte am Samstag auch der Seeländer Lukas Werro von Slalom Region Basel gehabt haben. Er gewann nämlich den internationalen Frühlingsslalom von Huningue in Frankreich vor Jeremias Schläfli vom RP Basel. Ebenfalls erfreulich: Unter den 71 Teilnehmern fand sich auch eine kleine Schar regionaler Kanufahrer. Unter ihnen auch Manuel Munsch und Janis Dubsky, die beide vom 23. bis 27. April an den U23 Weltmeisterschaften in Australien teilnehmen werden.

Trotz der zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, entwickelten sich die Rennverläufe in den einzelnen Kategorien einseitig. In jeder Kategorie stellte schliesslich Slalom Region Basel den Sieger. Neben Werro in der Kategorie K1. In der gleichnamigen Kategorie der Frauen konnte sich Teamkollegin Andrea Gratwohl als Gewinnerin krönen lassen.

In den Stärkeklassen C1 und C2 der Herren gelangen Simon Werro und Werro Werro weitere Triumphe für den SLRB. Abgerundet wurde die Dominanz des Basler Vereins durch den Sieg Anna Widers in der Kategorie C1 Damen.

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