Basketball
Im letzten Viertel setzten die Starwings von Dobbins orchestriert zur Gala an

Die Starwings gewinnen das Derby gegen Boncourt mit 86:64 (38:30). Die Befürchtung des Publikums, in den letzten zehn Minuten könnten die Birstaler gänzlich einbrechen, war unbegründet.

Georges Küng
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Justin Dobbins (re) war die dominante Figur im Spiel der Starwings.

Justin Dobbins (re) war die dominante Figur im Spiel der Starwings.

«Ich bin natürlich mit dem Resultat sehr zufrieden. Auch die Defense-Leistung war sehr gut. In der Ausführung der Offensivsysteme haben wir Steigerungspotenzial. Da haben wir zu fahrig und unkonzentriert gespielt». Dies die ersten Worte von Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski, der ob des 86:64-Erfolges im Verbands-Derby gegen die Jurassier aus Boncourt sichtlich erleichtert war. Damit haben die Starwings Platz 8 gefestigt und werden in der dritten (einfachen) Qualifikationsrunde zu Hause die beiden Tabellenletzten Nyon und Massagno empfangen können.

Ein Erfolg der Baselbieter über den BC Boncourt ist weiterhin keine Selbstverständlichkeit. Die Gäste haben nicht nur ein ausländisches Profi-Quintett, sondern unterhalten drei Schweizer Auswahlspieler als Profis. Doch diese wurden ihrer Reputation – und Kosten – nicht gerecht, während beim Gastgeber Joël Fuchs, trotz einer durchzogenen Wurfquote, zweistellig punktete und Niels Matter in der Defense und beim Rebound aufopferungsvoll kämpfte. Die Starwings gingen mit dem letzten Angriff im ersten Viertel erstmals in Führung. Und lagen nach 25 Minuten mit 54:39 vorne. Und hatten alle Vorteile auf ihrer Seite, denn die Center (Nationalspieler Nicolas Dos Santos, der Schweiz-Australier Laurent Lahey oder der neu verpflichtete Franzose Rudy Etilop der Gäste hatten allesamt schon drei oder vier Fouls auf ihrem Konto. Doch im Spiel der Starwings erfolgte ein Bruch, sodass Boncourt bis zur 29. Minute auf 54:57 verkürzen konnte.

Die Sorge des Publikums, die Birstaler könnten in den letzten zehn Minuten einbrechen, war unbegründet. Vielmehr zeigte das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat im letzten Viertel feinste Basket-Kost. Ob die «Wings» so stark aufspielten, weil beim BCB überhaupt nichts mehr klappte, sei dahingestellt. Endlich sah man durchgespielte Angriffssysteme und unter den Brettern war Justin Dobbins die dominante Figur. Assistiert von einem Jaraun Burrows, der sich im Laufe der Partie steigerte und einige spektakuläre Flugeinlagen, mit Dunkings abschliessend, zeigte. Auch Julien Rahier, der wider Erwarten nochmals mitspielte, bewies, dass er ein kompletter Spieler ist. Die Vereinsverantwortlichen suchen verzweifelt ein paar Tausender, damit der charismatische Belgier die Spielzeit 2012/13 beim Deutschschweizer Aushängeschild beenden kann. Denn mit nur drei Profispielern und Routinier Anthony McCrory (36) wird es nicht möglich sein, den momentan 8. Rang zu halten.

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