Florian Staub wiederholt seinen Vorjahressieg

Der 20-jährige Degenfechter Florian Staub gewann die 29. Epée D’Or. Im Final Fechten bezwang der Aescher seinen Klubkollegen Benjamin Steffen souverän mit 15:10.

Georges Küng
Drucken
Teilen
Hochklassiges Final zwischen den beiden Baslern Benjamin Steffen (l.) und Sieger Florian Staub von der Fechtgesellschaft Basel. Kenneth Nars

Hochklassiges Final zwischen den beiden Baslern Benjamin Steffen (l.) und Sieger Florian Staub von der Fechtgesellschaft Basel. Kenneth Nars

bz Basellandschaftliche Zeitung

68 Fechter aus 12 Nationen verwandelten gestern die St.Jakobshalle in ein Degen-Mekka. Auch wenn es kein Weltcup-Turnier ist, so «ist dieser Anlass für viele eine gute Standortbestimmung, da am nächsten Wochenende in Genf die Schweizer Meisterschaften stattfinden», erklärte Maître Manfred Beckmann, der seit 1989 Trainer der Fechtgesellschaft Basel (FGB) ist. Und der Deutsche durfte mit Freude konstatieren, dass die Epée D’Or quasi zu einer «Basler Fechtgesellschaft-Meisterschaft» mutierte. Mit Favorit Benjamin Steffen (28), Max Heinzer (23) und Vorjahresgewinner Florian Staub (20) hatten sich die «drei Musketiere» problemlos durch Vorrunde sowie Sechzehntel- und Achtelfinal gekämpft. Und mit Tobias Messmer hatte die FGB einen vierten Mann in der Runde der letzten acht.

Ab dem Halbfinal waren die Schweizer Degenfechter unter sich. Neben dem Basler Trio hatte auch der Genfer Valentin Pirek den Semifinal erreicht. Und mit Steffen und Staub wurde der Traumfinal Realität. Erfahrung gegen Newcomer könnte man das Aufeinandertreffen der beiden Elitefechter bezeichnen. «Wir kennen uns in- und auswendig. Wir trainieren täglich miteinander. Und als ich mit sieben Jahren das erste Mal in ein Fechttraining ging, war Benjamin mein Trainer», blickte der Aescher Staub aufs Jahr 1997 zurück.

Abgeklärter Florian Staub

Das Finalgefecht ist schnell erzählt. Nach der erstenRunde (es wurde auf 15 Punkte oder maximal drei Runden à drei Minuten gefochten) führte Staub mit 3:2. Die Vorentscheidung fiel in RundeZwei. Obwohl Steffen, seinem Naturell entsprechend, stets angriff und in der Vorwärtsbewegung war, setzte sein Kontrahent die Treffer. «Florian hat gut pariert und gekontert», erklärte Trainer Beckmann. Beim Stand von 7:13 gelangen Steffen nochmals drei Punkte in Serie, doch zu abgeklärt und stilsicher wirkte Staub, als dass er seinem älteren Vereinskollegen noch einen Umschwung ermöglicht hätte. Nach 7:38 Minuten setzte der Birstaler einen Treffer und gewann den Final somit mit 15:10.

«Seit zwei Jahren habe ich an der Epée D’Or kein Gefecht mehr verloren. Ich muss allerdings gestehen, dass Benjamin gut 80 Prozent unserer Trainingseinheiten für sich entscheidet», so der Baselbieter. Hatte er im letzten Jahr als Siegerpreis einen silbernen Degen (oder ist es doch eher ein Schwert?) erhalten, so konnte ihm sein Trainer Beckmann nun einen goldenen Degen überreichen. «Damit ist die Sammlung perfekt; sie werden gekreuzt an meiner Zimmerwand hängen», meinte Staub, der im letzten Jahr anlässlich des Baselbieter Sportpreis-Feier in Pratteln mit dem mit über 5000 Franken dotierten Förderpreis ausgezeichnet worden war.

Aktuelle Nachrichten