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Fechter Oberson erreicht nur Minimalziel

Beim Weltcup der Junioren in Basel verpassten die Schweizer einen Exploit. Alexandre Oberson von der Fechtgesellschaft Basel landete nur auf Platz 25.

Yannick Sprecher
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Finalgefecht beim Junioren-Weltcup in Basel: Der Italiener Marco Fichera (links) schlägt den Franzosen Mathias Biabiany. Quelle: Juri Junkov

Finalgefecht beim Junioren-Weltcup in Basel: Der Italiener Marco Fichera (links) schlägt den Franzosen Mathias Biabiany. Quelle: Juri Junkov

Für den 30. Junioren Fechtweltcup der Männer versammelten sich 136 Wettkämpfer in der Basler St. Jakobs-Halle. Chef-Organisator Manfred Beckmann von der Fechtgesellschaft Basel zeigte sich zufrieden mit dem starken internationalen Feld. Teilnehmer aus 24 Nationen reisten zum zweitletzten der acht offiziellen Weltcupturniere nach Basel an. «Der Fechtsport hat sich entwickelt, das Feld verbreitert», sagt Beckmann. «Früher waren immer die Franzosen die stärksten, doch jetzt gibt es überall gute Athleten.» Venezuela war in letzter Zeit ziemlich erfolgreich und prompt kam ein achtköpfiges venzuelanisches Team nach Basel.

Die Schweizer gehören in diesem harten internationalen Vergleich leider nicht zur Spitze. «Es fehlt ein Leader», so der Cheftrainer der Basler Fechtgesellschaft. Die Hoffnungen liegen dabei auf Alexandre Oberson vom Basler Fechtclub. Der 18-Jährige führte die Schweizer vor zwei Wochen in Udine zum zweiten Platz im Teamwettkampf. «Alex ist extrovertiert, zielstrebig und motiviert die anderen; das macht ihn zu einem guten Anführer», sagt sein Trainer Vincent Laplaze. Auch Oberson selbst gefiel die Leaderrolle. «Ich würde das Team beim nächsten Wettkampf liebend gern wieder führen, das ist eine Ehre für mich.» An seinem Heimturnier erreichte das Nachwuchstalent das Minimalziel, die besten 32 (25. Platz). «Die Vorrunde lief mit drei Siegen und zwei Niederlagen nicht ideal», so Oberson. Mit seinem Triumph über den Bieler Alexandre Pittet erreichte er die Top-32, verlor dann aber gegen Alvaro Ibanez. «Nach dem deutlichen Sieg über Pittet dachte ich, die Top-16 lägen drin, aber der Spanier war zu präzise, wartete auf Möglichkeiten zum parieren und machte so viele Einzelpunkte», schildert der Basler Fechter.

Die beiden anderen regionalen Fechter, Obersons Teamkollege Daniele Zorato und Bernardo Dela-rue Bizzini von der FGB konnten ihr Potenzial nicht ausschöpfen und klassierten sich auf dem 91., beziehungsweise dem 81. Rang. Den Turniersieg holte sich ohne allzu grosse Überraschung der erfolgsverwöhnte Italiener Marco Fichera.

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