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Ex-FCB-Stürmer Marc Jankos Rückkehr in die Schweiz naht: Von Sparta Prag zum FC Lugano

Marc Janko steht kurz vor einem Wechsel zum FC Lugano – und könnte gleich im ersten Spiel auf die alten Kollegen vom FC Basel treffen. Noch ist er wegen seinem Vertrag in Prag, wann der Transfer stattfinden wird ist also noch nicht klar. Eine Lösung sei aber nahe.

Céline Feller
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Ex-FCB-Stürmer Marc Janko steht kurz vor einem Wechsel zum FC Lugano.

Ex-FCB-Stürmer Marc Janko steht kurz vor einem Wechsel zum FC Lugano.

Keystone

Beim FC Basel war er Publikumsliebling, Torgarant, Führungsperson. Und doch musste Marc Janko im Sommer den Verein verlassen, weil er nicht in Raphael Wickys Spielphilosophie passte und des Weiteren für einen Bankdrücker zu teuer gewesen wäre.

Also zog es Janko zu Sparta Prag. Nach gerade einmal acht Einsätzen und zwei Toren war er dort jedoch mit jenem Schicksal konfrontiert, welches ihn in seiner Karriere schon viel zu oft ereilt hat: er fiel durch das Raster, spielte nicht mehr und wurde aussortiert.

Mobbing-Vorwurf gegen Sparta Prag

Wie in seiner Zeit bei Trabzonspor (2012–2014) muss er auch bei Sparta seit Jahresbeginn solo trainieren. «Ich, für meinen Teil jedenfalls, werde diesem Umstand mit der grösstmöglichen Professionalität begegnen, probieren, tagtäglich bestmöglich zu arbeiten und mich vor allem nicht hängen zu lassen», schrieb er damals zu seiner Situation. Eine Situation, die gar von der Fifa geregelt werden könnte.

Weil der Spielerberater von Jankos Team-Kollege Jonathan Biabiany nämlich bei der Spielergewerkschaft FIFPro vorstellig wurde und Sparta Prag Mobbing vorwirft, müsste der Weltverband aufgrund eines seit 2017 existierenden Gesetzes, welches den Ausschluss von Spielern vom Mannschaftbetrieb untersagt, bestrafen.

Doch auch wenn viel geschrieben wurde, konkret ist in diesem Fall eben so wenig passiert wie bei Jankos Arbeitssituation. Der 34-jährige Stürmer wurde zwar bereits in den letzten Tagen als Neuzugang des FC Lugano erwartet. Der Verein will ihn, er will ins Tessin – alles gut also. Beide Parteien sind sich auch schon einig. Dennoch ist Janko noch immer in Prag.

#tobecontinued

Nachdem am Mittwoch das internationale Transferfenster geschlossen wurde, kamen Fragen nach einer Realisation des Zuzugs auf. Wäre Janko vertragslos, stünde einem Wechsel nichts im Wege. Wäre dem so, müsste Janko aber nicht weiterhin mit seinen zwei Teamkollegen und Sparta-Fitnesscoach Stefano Campari trainieren.

Via Twitter erläuterte der Österreicher den Stand der Dinge am späten Mittwochabend wie folgt: «Ich kann nicht mit dem Wissen ins Bett gehen, dass sich 3 Menschen da draussen den Kopf über meine Situation zerbrechen. Deswegen hier das Update: 1) habe noch Vertrag in Prag 2) trainiere alleine, weil Verein mich loswerden will 3) eine Lösung scheint nahe», so Janko. Versehen hat er diese Erklärung mit #tobecontinued.

Rendez-vous mit dem Ex-Klub?

Um diese Lösung zu erzwingen, ist Lugano-Präsident Angelo Renzetti am Donnerstag nach Prag gereist, «um Frieden zu stiften. Die Beziehungen zwischen seinem Klub und ihm sind nicht die besten. Sie reden nur wenig miteinander, und natürlich versuchen beide Seiten, für sich das Beste herauszuholen», so Renzetti gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Verhandelt der Lugano-Präsi eine Vertragsauflösung, würde einem Wechsel nichts mehr im Wege stehen. Dann könnte Janko bereits am Sonntag im Kader der Luganesi stehen. Und die spielen – wie sollte es auch anders sein – dann ausgerechnet gegen den FCB.

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