Badminton

Eine Woche nach der Absage gibt es erste gute Neuigkeiten für die Swiss Open

Hoffentlich kann Shi Yuqi nächstes Jahr wieder bei den Swiss Open bestaunt werden.

Hoffentlich kann Shi Yuqi nächstes Jahr wieder bei den Swiss Open bestaunt werden.

Es gibt kein Badminton in Basel in dieser Woche. Die Swiss Open wurden nur drei Tage vor Beginn abgesagt. Die Existenzsorgen sind gross, doch jetzt gibt es positive Signale vom Kanton.

Das Corona-Virus macht auch vor dem Badminton keinen Halt. Dieses Jahr hätte das 30-jährige Jubiläum der Swiss Open Basel stattfinden sollen. Bereits seit Monaten liefen die Vorbereitungen, die besten Spieler hatten sich angemeldet und viele Spezialvorkehrungen wurden für die Jubiläumsfeier getroffen. Doch statt zu Turnier zu verfolgen, durchlebt Christian Wackernagel, Präsident der Swiss Open seit Tag Eins, in diesen Tagen die schwierigste Phase seiner Amtszeit. Und das, obwohl eigentlich alles so gut begonnen hatte.

Bis Anfang Februar lief alles noch einwandfrei und nach Plan. Die asiatischen Spieler trafen Vorsichtsmassnahmen und kamen bereits nach Europa und begaben sich dort in eine vorsorgliche Quarantäne von 14 Tagen. In China war der Corona-Virus schon ausgebrochen, doch noch ahnte keiner, dass auch Europa abgeriegelt wird. Mitte Februar spürten auch die Swiss Open langsam die ersten Einschränkungen. Zum Beispiel begaben sich immer mehr Spieler und Betreuer in Quarantäne und Risikopatienten durften nicht mehr als Helfer am Turnier mitarbeiten.

Als der Bundesrat dann Ende Februar veranlasste, dass keine Veranstaltungen über 1000 Personen durchgeführt werden dürfen, war das zwar ein weiterer Schock für die Swiss Open. Doch der Krisenstab Baselland entschied am 6. März , dass das Turnier stattfinden kann. Das Gesuch wurde bewilligt, mit der Auflage, dass nur maximal 200 Zuschauern in der Halle sein dürfen.

Erst mit, dann ohne Zuschauer, dann gar nicht

Dieser Entscheid sorgte für einen Rattenschwanz an Mehraufwand für Wackernagel und sein Team. Aufträge mussten gestoppt, das Zusatzangebot für die Jubiläumsfeier storniert werden. Zudem war man im ständigen Austausch mit dem Krisenstab und dem Badminton Weltverband. Am 9. März kam die Meldung, dass die Swiss Open nun doch ohne Zuschauer stattfinden müssen. Wackernagel war zu diesem Zeitpunkt einfach froh, dass der Event überhaupt stattfinden kann, auch wenn mit einem grossen Verlust gerechnet werden musste. Keine Zuschauer wegen Corona-Virus - die Swiss Open 2020 könnten die letzten sein 

Als am Freitag dann die Meldung des Weltverbandes kam, dass bis auf Weiteres alle Turniere abgesagt sind, verschwand auch der letzte Funke an Hoffnung.

Swiss Open rechnen mit 300000 Franken Verlust

«Für die Sportveranstaltungen und die Sportler ist es natürlich ein Desaster», sagt Thomas Mächler, Bereichsleiter Sport vom Erziehungsdepartement Basel-Stadt. Auch Sabine Horvath kann das bestätigen. «Als Leiterin des Standortmarketings leide ich mit jedem Veranstalter mit. Denn mit jeder Absage laufen monatelange Vorbereitungen ins Leere und tun sich finanzielle Löcher auf», sagt sie.

Christian Wackernagel

Christian Wackernagel

«Im Moment sind wir zwischen Frust und Hoffnung», sagt Christian Wackernagel. Denn eine Weiterführung der Swiss Open Basel ist noch unklar. «Wir rechnen mit einem Verlust von bis zu 300000 Franken», so der Präsident. Zudem geht der Mehraufwand erst jetzt richtig los. Wackernagel muss in den kommenden Wochen alle Dokumente sammeln und vorbereiten, um den Sportfonds eine Entscheidungsgrundlage liefern zu können. Der Corona-Virus hat bekanntlich nicht nur beim Badminton zu einem riesigen Verlust geführt. Die Behörden müssen somit zuerst sammeln, was für ein Verlust zusammengekommen ist. Erst dann können sie entschieden, wer in welcher Form mit Geldern unterstützt werden kann.

Mit mehr als einem blauen Auge davongekommen

Zurzeit herrscht ein reger Austausch zwischen den verschiedenen Ämtern und es bestehen bereits mündliche Zusagen und positive Signale. Thomas Mächler ist, was die Zukunft der Swiss Open angeht, zuversichtlich. Über Wackernagel sagt er: «Dass er mit einem blauen Auge davon gekommen ist, wäre wahrscheinlich untertrieben. Aber wir werden schauen, dass die Swiss Open 2021 durchgeführt werden können.» Diese Aussage wird Wackernagel freuen. Auch er wird alles daran setzen, dass das Jubiläumsturnier 2021 stattfinden kann.

Meistgesehen

Artboard 1