Eishockey
Eine unnötige Niederlage mehr für das Basler 1. Liga Team

Basel/KLH verliert gegen Unterseen-Interlaken mit 2:4. Die Basler bauten nach gutem Start ab und machten den schwachen Gegner stark.

Daniel Monnin
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Für die Basler, hier Freddy Stalder (11), gab es gegen die Berner Oberländer oft kein Durchkommen. (Archivbild)

Für die Basler, hier Freddy Stalder (11), gab es gegen die Berner Oberländer oft kein Durchkommen. (Archivbild)

Uwe Zinke

Er sei ein zufriedener und stolzer Präsident meinte Hans-Peter Gerber noch vor dem Spiel in Bezug auf die Leistungen seines Teams und den Zuschaueraufmarsch in der ersten Meisterschaftshälfte. Man befinde sich auf Kurs und der heisst: Direkte Playoff-Qualifikation, dazu reicht ein 6. Rang nach 20 Spielen. Und genau dort steht der EHC Basel/KLH, am imaginären Strich. Das Barometer zeigt nach 10 Spielen eher in Richtung eines Hochs, doch diese Vorhersage wurde gegen Unterseen-Interlaken wieder einmal mehr durch atmosphärische Schwankungen gestört. Vorne fix und hinten nix - so liesse sich die Mischung aus Hochs und Tiefs am besten umschreiben. Offensiv spielte Basel/KLH zu Beginn erfrischend, glänzte mit spektakulären Spielzügen und schoss ebensolche Tore, defensiv jedoch, im eigenen Slot, da herrschte Durchzug, da fehlten Konsequenz und Körpereinsatz, die Türme eben, die sich gegen den Wind stemmen sollten und dies mit Vista und System. Unterseen glich die Basler Führung - entgegen dem Spielverlauf - jeweils postwendend aus.

Fehler in der Defensive machten Arbeit zunichte

Einmal mehr hätte es Basel in der Hand gehabt, das Spiel frühzeitig Richtung Sieg zu lenken. Sie waren das aktivere, technisch versiertere und gefährlichere Team, doch zwei grobe Defensivaussetzer neutralisierten die Offensivbemühungen und die beiden Tore im Startdrittel. Schlimmer noch, im Mitteldrittel verloren die Basler mit jeder Minute mehr den Faden. Die besten Chancen blieben ungenutzt, sogar das leere Tor wurde verfehlt. Vielmehr liess man sich zu dummen Fouls hinreissen - allein Topskorer Remo Hunziker verbrachte innert neun Minuten sechs Minuten in der «Kühlboxe»! Die Berner Oberländer spielten im Mitteldrittel nicht etwa besser als zuvor, aber sie waren das clevere Team, hielten ihre Nerven in Griff und schossen den Führungstreffer in doppelter Überzahl.

Steigerung im Schlussdrittel

Basel besann sich im Schlussdrittel wieder auf sein Kerngeschäft, das simple Eishockey spielen. Und prompt kamen sie wieder zu besseren Chancen, doch nun fehlte die Leichtigkeit des Erfolgs, respektive die Präzision im Abschluss. Und so kam es, wie es kommen musste: Unterseen-Captain Oliver Baur, 2011/2012 noch ein «Basler», lancierte Schneider und der liess die gesamte Basler Abwehr äusserst schlecht aussehen. Und Präsident Hans-Peter Gerber war wohl kein so zufriedener Präsident mehr wie noch ganz zu Beginn des Spiels, sein Team hatte völlig unnötig den (schwachen) Gegner stark gemacht und zum erst zweiten Saisonsieg «begleitet».

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