Promotion League
Ein Spiel zum Vergessen für OB

Die Aussage: «Mit diesem Punkt müssen wir zufrieden sein», von OB-Trainer Roger Hegi beschreibt exakt das, was in dieser über weite Strecken einseitigen Partie gegen die U21 des FC Zürich gelaufen ist.

Ilan Olstein
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OBs Maryan Andonov (v.) gegen Zürichs Djibril Sow.
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Bildergalerie Old Boys - FCZ II
OBs Florian Müller gegen Zürichs Maurice Brunner.
OBs Karim Barry gegen Zürichs Louis Gebistorf.

OBs Maryan Andonov (v.) gegen Zürichs Djibril Sow.

Roman Aeschbach

Die Hausherren widmeten sich zunächst ihrer, gegen individuell besser besetzte Teams zuletzt erfolgreichen, Taktik des aggressiven Verteidigens und schnellen Umschaltens. Der zweite und offensive Teil dieser Taktik kam während 90 Minuten lediglich zwei Mal zur Anwendung. Beim ersten Mal konterten die Old Boys mustergültig über Oberle, Diren Akdemir, Karim Barry und Florian Müller. Dem schön vorgetragenen Angriff fehlte jedoch der krönende Abschluss.

Beim zweiten Angriff in der 60. Minute zappelte der Ball, komplett entgegen dem Spielverlauf, im Netz. OB-Sturmtank Maryan Andonov glänzte dabei als Vorbereiter. Der Mazedonier bediente Enes Golos und der rechte Flügelspieler glich mit einem satten Schuss aus halbrechter Position für seine Farben aus. Es war das erste Saisontor für Golos.

Zürcher gingen in Führung

Zum Zeitpunkt des Ausgleichs deutete überhaupt nichts darauf hin, dass die Basler den Weg zurück ins Spiel finden werden. Die Zürcher waren den Old Boys in allen Belangen überlegen. Das war auch für Hegi nicht zu übersehen: «Wir haben in der Startphase von fünf Zweikämpfen vier verloren. So wird es gegen jeden Gegner schwer. Daran müssen wir nächste Woche arbeiten.»

Einen davon verlor Loic Limanaj in der 49. Minute gegen Dimtri Oberlin. Der erfahrene OB-Innenverteidiger liess sich den Ball als hinterster Mann vom Schweizer Junioren-Internationalen abluchsen. Oberlin zog anschliessend ungestört auf Torhüter Oberle los und traf mittels sehenswertem Schlenzer. Das Resultat schmeichelte dem Gastgeber. Der FCZ hätte zwingend mit zwei oder drei Längen führen müssen. Dies verhinderte einerseits ein hervorragend aufgelegter Steven Oberle im Tor der Old Boys, andererseits scheiterten die Zürcher bis zum Schluss zweimal am Aluminium und mehrfach am eigenen Unvermögen. OB konnte nach dem Ausgleich keine Akzente mehr setzen.

Die Gelbschwarzen leiden weiterhin unter grossem Verletzungspech. Wieder mussten die eigenen Junioren das Matchblatt füllen. «Wir haben zurzeit keine Alternativen», zeigte sich Sportchef Schneider unzufrieden mit der Personalsituation. «So kann auch die gewünschte Konkurrenzsituation nicht entstehen», ergänzte Hegi. Eines ist klar: OB muss im Winter personell aufrüsten.

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