Super League
Drei Punkte für Platz zwei: Basel schlägt Lugano trotz einstündiger Unterzahl mit 1:0

Das letzte Rencontre mit dem FC Lugano markierte für den FC Basel den Beginn seines Fehlstarts ins Fussballjahr 2018. Im Cornaredo soll diese Baisse mit einem Sieg nun endgültig beendet werden. Mit einer überaus abgeklärten Leistung arbeitet sich der FCB zu einem 1:0-Sieg im Tessin und damit einen weiteren Schritt aus der Krise heraus - und übersteht dabei knapp siebzig Minuten Unterzahlspiel schadlos.

Céline Feller (TextI) und Julian Förnbacher (Liveticker)
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Hier einige Impressionen des Spiels.
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FC Lugano - FC Basel (08.04.18)
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Marek Suchy sieht die rote Karte.
Marek Suchy läuft nach der roten Karte vom Platz.

Hier einige Impressionen des Spiels.

Keystone

Natürlich fragt am Ende der Saison keiner mehr, wie ein 1:0-Sieg in Lugano zustande gekommen ist. Ein Sieg, der dem FC Basel entscheidend dabei helfen wird, nach 36 absolvierten Runden auf dem zweiten Tabellenrang zu stehen und nicht einen weiter hinten. Und somit um die Teilnahme in der Champions League spielen kann, und nicht um jene in der Europa League.

Es wird vor allem keiner mehr nach der Art und Weise dieses Sieges fragen, weil sich niemand wird daran erinnern mögen. Denn die 90 Minuten zwischen dem FC Basel und dem FC Lugano die der FCB mit 1:0 für sich hat entscheiden können, sind wahrlich nicht spektakulär oder besonders unterhaltsam.

Das liegt zum Einen vor allem daran, dass der FC Lugano – der gegen den FCB zum sechsten Mal in Serie verloren hat – tatkräftig unter Beweis stellt, wieso er die schlechteste Offensive der Liga stellt. Erst in der 50. Minute kam ein erster Ball auf Tomas Vaclik zu. Der FCB-Keeper erinnerte sich im Nachgang an vier Chancen, die Lugano hatte. Und das war grosszügig gerechnet.

Zum anderen ist die Szene in der 23. Minute der Ursprung aller nicht vorhandenen Unterhaltung. Dann, als Marek Suchys Beine jene von Alexander Gerndt treffen und diesen zu Fall bringen. Weil er dies als hinterster Mann tut, fliegt er in der 24. Minute vom Platz. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison.

FCB-Trainer Raphael Wicky, der seine Mannschaft gefunden zu haben scheint und zum dritten Mal in Serie auf die selbe Startelf vertraut, muss nach dem Platzverweis umstellen. Aus der anfänglichen Dreier- wird eine Viererkette.

Und aus der Hoffnung, der FCB, der zu diesem Zeitpunkt dank eines Tores von Mohamed Elyounoussi bereits 1:0 führt, würde sich in Lugano den Frust von der Seele schiessen, wird die Gewissheit, dass die restlichen über 60 Minuten mehr Krampf als Gala werden würden.

Janko bleibt blass

Die Basler sind darauf bedacht, defensiv nichts zuzulassen – und schaffen dies auf aufopferungsvolle und leidenschaftliche Art und Weise. Immer ist noch ein Basler Bein, Fuss oder Rücken da, um die Flanken der Luganesi abzufangen. Daran kann auch Marc Janko bei seinem Wiedersehen mit dem FCB nichts ändern.

Er bleibt nach seiner Einwechslung in der Pause blass. «Wir haben solidarisch verteidigen müssen und haben das sehr sehr gut gemacht. Das ist es, was zählt», ordnet Wicky die Leistung seines Teams ein. Die Basler hätten beinahe noch höher gewinnen können.

Mohamed Elyounoussi, der bei seinem Tor den Ball nur ganz knapp hinter der Linie sah, hätte vor der Pause den Sack zumachen können. Der Norweger, der in der Liga erstmals seit dem 17. Dezember wieder getroffen hat, scheiterte aber an Joel Kiassumbua. Näher kam der FCB einem zweiten Tor nicht mehr.

Zu passiv war man nach der Pause geworden, zu tief stand man. Zu wenige Konter konnte man sich herausspielen. Und zu schlecht spielte man diese aus, wenn man sie hatte. «Deshalb bin ich natürlich nicht zufrieden», sagt Wicky. «Wir müssen es in verschiedenen Situationen technisch besser ausspielen und die Räume besser nutzen.» Wie schon so oft fehlte dem FCB in der dritten Zone die Klarheit.

Punkte für das Selbstvertrauen

Weil genau diese Genauigkeit in der Defensive aber da war, konnte der FCB verdiente und erarbeitete drei Punkte mitnehmen. Punkte, die Selbstvertrauen geben und helfen können, wieder in die Spur zu finden.

Diesbezüglich ist man auf einem guten Weg, ist seit vier Spielen ungeschlagen. Vor allem aber sind es Punkte, die im Rennen um Platz zwei in der Tabelle wichtig sind. Auch, weil Verfolger St. Gallen (2:4 gegen YB) nun schon sieben Punkte zurück liegt.

Matchtelegramm

Lugano - Basel 0:1 (0:1)

4746 Zuschauer. – SR Tschudi. – Tor: 18. Elyounoussi (Lang) 0:1.

Lugano: Kiassumbua; Rouiller (64. Krasniqi), Golemic, Daprelà, Amuzie; Piccinocchi, Ledesma (46. Janko); Crnigoj, Sabbatini, Carlinhos; Gerndt (77. Manicone).

Basel: Vaclik; Frei, Suchy, Lacroix; Lang, Zuffi, Xhaka, Riveros; Stocker, Elyounoussi (54. Oberlin); Ajeti.

Bemerkungen: Lugano ohne Bottani, Da Costa, Guidotti (alle verletzt) und Mariani (gesperrt), Basel ohne Balanta (verletzt). 23. Platzverweis Suchy (Notbremse). Verwarnungen: 45. Rouiller (Foul). 84. Xhaka (Foul). 89. Stocker (Reklamieren).

Lesen Sie die Partie hier im Liveticker nach:

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