Super League
Doppelt durchgesetzt: Der FCB gewinnt beide Testspiele

Der FC Basel gewinnt seine beiden Testspiele gegen Innsbruck und Illertissen – Kalulu feiert sein Debüt.

Céline Feller, Geretsried
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Durfte in seinem ersten Spiel im Dress des FC Basel auf der Zehn ran: Aldo Kalulu.

Durfte in seinem ersten Spiel im Dress des FC Basel auf der Zehn ran: Aldo Kalulu.

Andy Mueller/freshfocus

Es war nicht zu kaschieren. Unmöglich. Weder dass die Beine nach eineinhalb intensiven Wochen sehr schwer waren, noch dass man in dieser Formation noch nie zusammen auf dem Platz gestanden hat. Trotzdem konnte der FC Basel sein erstes von zwei Testspielen am Freitag gegen Wacker Innsbruck gewinnen.

Luca Zuffi konnte schon früh das 1:0 erzielen, kurz vor Ende sorgte ein Eigentor dann noch für den 2:0-Endstand. «Den Umständen entsprechend, war es ein gutes Testspiel. Wir hatten vor allem einen guten Start», bilanzierte Fabian Frei nach Abpfiff.

Nach einer guten Startphase bauten die Basler aber stark ab. Zum einen, «weil je länger das Spiel gedauert hat, die Beine immer schwerer wurden», wie Frei sagt. Aber auch, weil Wacker Innsbruck, auf diese Saison hin in die erste österreichische Bundesliga aufgestiegen, ein starkes Pressing aufziehen konnte.

Der FCB bekundete öfter Mühe, denn Ball lange in seinen Reihen zu halten. Auch ohne grossen gegnerischen Druck schlichen sich viele Ballverluste ein. Die Abstimmung war teilweise mangelhaft. «Wir konnten nicht immer zu 100 Prozent nachsetzen, das konnten wir nicht verbergen», kritisiert Frei, sieht aber auch dort die intensiven letzten Tage als Hauptursache.

Schwache Chancenauswertung

In der Defensive wirkte der FCB teilweise sehr unsicher, liess dem klar schwächer einzustufenden Gegner oftmals zu viel Raum. Nach der Pause waren es dann auch die Österreicher, die ein Chancenplus verzeichnen konnten. Dass sich dieses nicht in Tore ummünzen liess, lag vor allem an einem: Jonas Omlin.

Die wohl neue Nummer 1 im Basler Tor konnte eine starke Partie zeigen. Er war der beste Spieler auf dem Platz – mit Abstand. Seine herausragende Aktion hatte er in der 52. Minute, als er einen Freistoss der Innsbrucker mit einer sehr ansehnlichen Flugeinlage noch um die Latte lenken konnte.

Und auch danach rettete er zwei weitere Male mit Big Saves seinem Team die Führung und am Ende die Null. «Er hat sich diverse Male auszeichnen können», lobte auch Frei seinen Mitspieler und betonte, wie wichtig es sei, dass man kein Tor habe hinnehmen müssen. Offensiv wäre für den FCB in diesem Spiel durchaus mehr möglich gewesen.

Die Chancenauswertung war jedoch schwach, gerade Albian Ajeti liess einige Grosschancen liegen. Neben ihm lag der Fokus in der Offensive vor allem auf Aldo Kalulu. Der Neuzugang lief ein erstes Mal im Dress des FC Basel auf und zeigte eine ansprechende Leistung. «Wir haben bereits in den letzten Tagen im Training gesehen, dass er gut kicken kann.

Ohne ihn zu überhöhen, aber ich denke, er kann uns vorwärtsbringen», sagt Frei über Kalulu. Und weiter: «Obwohl er sein erstes Spiel für den FCB gemacht hat, hat es sich nicht so angefühlt. Vielmehr hat er so gespielt, als wäre er schon lange bei uns.»

Bua und Oberlin trumpfen auf

Im zweiten Spiel des Tages konnten sich insbesondere Dimitri Oberlin und Kevin Bua auszeichnen. Ersterer erzielte beim 3:1 des FCB über den bayrischen Regionalligisten Illertissen die Tore zwei und drei, Bua seinerseits konnte zwei Treffer vorbereiten – jenen von Ricky van Wolfswinkel zum 1:0 und jenen Oberlins zum 2:0.

Vom Gegner kam wenig Gegenwehr, das Gegentor resultierte aus einem Penalty, den FCB-Keeper Signori Antonio verschuldet hatte.

Trotz den beiden Siegen gibt es aber nicht nur Positives aus dem Trainingslager zu ziehen. Mit Taulant Xhaka und Samuele Campo fehlten noch immer zwei wichtige Spieler verletzungsbedingt (siehe Text unten).