Durchatmen. Nach vier Spielen in zehn Tagen kommt die Länderspielpause für den FC Basel wie gerufen. Die Beine hochlagern, den Kopf durchlüften, regenerieren, um dann konzentriert die Vorbereitung für das Heimspiel am 3. April gegen «Verfolger» Young Boys in Angriff zu nehmen.

Länderspielpause? Es gibt beim FCB zwar schon auch ein paar Spieler, die es in diesen Tagen etwas ruhiger angehen können, aber eben auch ziemlich viele, die Länderspiele bestreiten. Luca Zuffi, Michael Lang, Renato Steffen und Breel Embolo sind gestern Nachmittag in Feusisberg eingerückt, um sich auf die Partien der Schweiz in Irland und in Zürich gegen Bosnien-Herzegowina vorzubereiten. Letzterer hatte am Sonntag beim 1:0-Sieg des FCB in Sion wegen einer Magen-Darm-Grippe noch gefehlt.

Auch wenn die Belastung in den letzten Wochen hoch war, bedeuten Länderspiele kein «Muss» für die Akteure. Selbst Vielspieler Luca Zuffi, als einziger Basler bisher in sämtlichen 24 Super-League-Partien eingesetzt und auch im Europacup stets präsent, hat nichts dagegen, dass es für ihn keine freien Ostertage gibt. «Ich fühle mich trotz der vielen Partien gut und möchte am Liebsten immer spielen», sagt der Aufbauer, der sich mit guten Leistungen für einen Platz im EM-Kader aufdrängen will.

Die EM im Visier

Damit ist er nicht allein. Neben Lang, Steffen und Embolo streben mehrere Basler Spieler das Turnier in Frankreich vom 10. Juni bis zum 10. Juli an. Tomas Vaclik und Marek Suchy sind ins Camp der tschechischen Mannschaft eingerückt, die gegen Schottland und Schweden probt. Dabei kommt es indes nicht zum Aufeinandertreffen mit Alexander Fransson. Der 21-Jährige ist nämlich «nur» für die schwedische U21-Auswahl und das Spiel gegen San Marino aufgeboten worden.

Folgende FC-Spieler stehen mit einer Nationalmannschaft im Einsatz:

Birkir Bjarnason tritt mit Island gegen Dänemark und Griechenland an; auch für ihn kommt es nicht zu einem Duell mit einem Basler Teamkollegen, denn Daniel Hoegh hat vom neuen dänischen Nationalcoach Åge Hareide keine Einladung erhalten. Auch Adama Traoré gehört nicht zu den «Elefanten», die für die Elfenbeinküste in der Qualifikation für den Afrikacup gegen den Sudan im Einsatz stehen.

Keine Sorgen um einen Platz in der albanischen Mannschaft muss sich Taulant Xhaka machen. Genauso wenig wie Marc Janko im österreichischen Team. Beide stehen sich am Samstag in Wien gegenüber. Ebenfalls im Aufgebot der Albaner figuriert Naser Aliji. Im Kader von Schweizer Nachwuchsequipen stehen im weiteren Cedric Itten und Nicolas Hunziker.

Weil Philipp Degen, Manuel Akanji, Jean-Paul Boëtius und Andraz Sporar verletzt sind, ist der Kreis jener Basler Spieler überschaubar, die nach einem freien Dienstag an den folgenden drei Tagen trainieren, um dann über Ostern noch einmal frei zu haben. Es sind dies Germano Vailati, Dario Thürkauf, Walter Samuel, Behrang Safari, Matias Delgado, Davide Callà und Robin Huser (ist bei der U19-Nati auf Pikett).