Volleyball
Die besten Anekdoten aus 25 Jahren «Top Volley Basel»

25 Jahre Top Volley sind 25 Jahre voller Anekdoten, Emotionen und Risiken. Seit der 1. Austragung im Januar 1989 haben viele Teams und Spielerinnen prägende Spuren hinterlassen. Nicht nur positiv. Eine Standesaufnahme.

Jonas Burch
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Publikumsliebling: Cannes’ Victoria Ravva (am Ball) hat Top Volley geprägt wie kaum eine Zweite. Key/archiv

Publikumsliebling: Cannes’ Victoria Ravva (am Ball) hat Top Volley geprägt wie kaum eine Zweite. Key/archiv

Ein Überblick über Menschen, Spiele und Geschichten aus den letzten 25 Jahren.

Schillerndste Figuren: Die «grande dame» vom Racing Club de Cannes Victoria Ravva ist nicht nur Dauergast beim Basler Turnier, sondern auch eine absolute Weltklassespielerin. Bei 19 Teilnahmen fehlte die 38-Jährige nur gerade einmal – und dies wegen eines äusserst erfreulichen Ereignisses: Die Georgierin wurde 2006 Mutter von Zwillingen und Cannes wurde prompt nur Vierter. Mit Max A. Wagner erlangte auch ein Zuschauer Kultstatus. Wagner war an jedem Turnier dabei, ehe er in diesem Jahr im Alter von 98 Jahren verstarb.

Dramatischste Partie: 1995 erlebte Top Volley Hitchcock pur. Im Halbfinal zwischen CSKA Moskau und Bergamo fiel die Entscheidung erst um 00.45 Uhr. Bergamo führte bereits mit 2:0-Sätzen, doch die Russinnen kämpften sich zurück. Im Schlusssatz lagen die Italienerinnen wiederum mit 14:9 in Front, ehe Moskau das Spiel doch noch für sich entschied.

Kurioseste Mannschaft: Vier Mal nahm Aurora Riga von 1991-1993 in Basel teil. Die Lettinnen waren die erste Mannschaft, welche aus dem Osten anreiste. Dafür nahm das Team gar eine Busfahrt von 38 Stunden in Kauf. Mit Erfolg: Mit drei Siegen in Folge dominierte man das Turnier, 1993 war der letzte Platz gleichzeitig die Derniere am Rheinknie.

Grösstes Ärgernis: Nach dem Sieg 1997 kam Bergamo ein Jahr später als heiss erwarteter Titelverteidiger nach Basel. Die Werbetrommel wurde kräftig gerührt – gleich drei Weltmeisterinnen wurden angekündigt. Doch die Ernüchterung war gross, als die Italienerinnen mit der 2. Mannschaft antraten. Begründung: Die Stars waren in den Ferien. Am Ende spielte sich Bergamo auf den 3. Platz.

Mutigster Schritt: Sechs Austragungen fanden in der Kleinen St. Jakobshalle statt. Im Jahr 1994 wagte man dann den Schritt in die Grosse Halle. Ein Risiko, das sich bestens ausbezahlt hat. Die Teilnahme der kubanischen Nationalmannschaft zog die Zuschauer in Scharen an und sorgte für einen reibungslosen Umzug und ein volles Haus.

Ernüchterndstes Jahr: Wegen fehlender Sponsoren musste 2000 die gesamte Veranstaltung abgesagt werden. Lieber ganz oder gar nicht war damals der Grundtenor im OK. Mit einem überarbeiteten Konzept versuchten die Verantwortlichen im Jahr darauf einen neuen Anlauf – mit Erfolg.

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