FC Basel U21
Die Basler U21 spielt wie aus einem Guss und gewinnt souverän

Der FC Basel U21 lässt dem FC Köniz beim 4:1-Heimsieg keine Chance. Besonders in der ersten Halbzeit vermag der rotblaue Nachwuchs zu glänzen.

Alan Heckel
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Eine eingeschworene Basler Nachwuchsmannschaft gewinnt gegen Köniz.

Eine eingeschworene Basler Nachwuchsmannschaft gewinnt gegen Köniz.

Philipp Kämpf

Dass die ersten 45 Minuten im Heimspiel gegen Köniz die bisher besten in dieser Promotion-League-Saison waren, wollte Raphael Wicky nicht bestätigen. Der Basler U21-Trainer verneinte dies allerdings auch nicht und meinte stattdessen: «Man sollte Spiele nicht miteinander vergleichen. Jeder Match ist anders.»

Doch selbstverständlich war Wicky «sehr zufrieden» mit der Vorstellung seiner Mannschaft, die von Beginn an die notwendige Intensität an den Tag legte. Zwar dauerte es eine knappe Viertelstunde, bis man sich komplett gefunden hatte, doch spätestens nachdem Charles Pickel aus 20 Metern den Ball an den Pfosten gesetzt hatte (16.), kannte die Partie nur noch eine Richtung.

Die Rotblauen spielten phasenweise wie aus einem Guss: Sie liessen das Spielgerät mit bestechender Sicherheit in den eigenen Reihen zirkulieren, die Bewegung mit und ohne Ball stellte die gegnerische Defensive immer wieder vor grosse Probleme. Vor allem die Innenverteidigung um die ehemaligen Super-League-Profis Jiri Koubsky und Miguel Portillo kam mit den flinken Basler Offensivkräften nicht zurecht.

«Wir hatten uns vorgenommen, flach und schnell zu spielen, weil Koubsky und Portillo ihre Stärken in der Luft und im Zweikampf haben. Zwar klappt nicht immer alles, was man sich vornimmt, doch dieses Mal setzte die Mannschaft den Plan sehr gut um», so Wicky.

Martin Liechti war auffälligster Akteur in einer staken FCB-Equipe, die in dieser Besetzung und Verfassung auch in der Challenge League eine gute Figur abgeben würde. Der Genfer tunnelte in der 20. Minute Portillo und schlenzte den Ball von der Strafraumgrenze zum 1:0 in die weite Ecke.

Das 2:1 besorgte er nach herrlicher Vorarbeit von Pickel und Schmid (36.), während Dereck Kutesa, von Pickel perfekt steil eingesetzt, der Torschütze zum 3:1 war (38.). Der zwischenzeitliche Ausgleich für Köniz durch Henry Acosta war mittels Foulpenalty zustande gekommen, weil Eray Cümart seinen Gegenspieler Kasai Mylord im Sechzehner zu Boden gerissen hatte.

Gästetrainer Rolf Rotzetter reagierte zur Pause, indem er sein defensives Mittelfeld austauschte. Die Berner stabilisierten sich fortan und hatten auch vereinzelte Offensivaktionen. Doch es war weiterhin das Heimteam, das klar die Oberhand hatte. Schliesslich war es Arxhend Cani vorbehalten, kurz vor Schluss den Treffer zum 4:1 zu erzielen. Der eingewechselte Mittelfeldspieler entwischte der FCK-Abwehr und schoss den Ball aus keineswegs optimalem Winkel vorbei an Goalie Kelion Ruiz ins Netz.

Telegramm:FC Basel U21 – FC Köniz 4:1 (3:1)

Leichtathletikstadion St. Jakob. – 350 Zuschauer. – SR Bozçelik. – Tore: 20. Liechti 1:0. 31. Acosta (Foulpenalty) 1:1. 36. Liechti 2:1. 38. Kutesa 3:1. 88. Cani 4:1.

Basel U21: Vailati; Nsumbu (82. Iberdemaj), Cümart, Pacheco, Petretta; Schmid, Pickel (64. Pepsi), Adamczyk, Kutesa (78. Cani); Liechti, Manzambi.

Köniz: Ruiz; Stauffiger, Portillo, Koubsky, Ledesma; Hanachi (46. Briner), Naili (46. Herensperger); Bahlouli, Osmani, Acosta; Mylord.

Bemerkungen: Basel ohne Conus, Huser, Pululu, Sülüngöz (alle verletzt), Morello (krank), Heric, Kränzle, Malinowski, Mushkolaj, Riccio und Vogrig (alle kein Aufgebot). – Verwarnungen: 30. Pickel (Unsportlichkeit), 30. Cümart, 68. Pacheco, 86. Koubsky (alle Foul). – 16. Pfostenschuss Pickel. 80. Portillo klärt Schuss von Manzambi auf der Linie.