Fechten
Der Traum vom Tripple: Schweizer Fechter wollen Geschichte schreiben

Die Schweizer Fechter haben die Chance, an der EM in Frankreich zum dritten Mal in Folge den Titel im Teamwettbewerb zu holen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Max Heinzer und Benjamin Steffen von der Fechtgesellschaft Basel.

Fabian Sangines
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Jubeln wie beim EM-Titel in Legnano 2012: Fabian Kauter, Benjamin Steffen, Florian Staub und Max Heinzer haben Grosses vor.

Jubeln wie beim EM-Titel in Legnano 2012: Fabian Kauter, Benjamin Steffen, Florian Staub und Max Heinzer haben Grosses vor.

KEYSTONE

Es wäre ein Novum in der Schweizer Fechtgeschichte. Noch nie ist es der Schweiz gelungen, drei Mal in Folge den Team-Europameistertitel zu gewinnen. Nach 2012 und 2013 ist die Nationalmannschaft nun also noch eine Goldmedaille davon entfernt, sich unsterblich zu machen.

Grosse Hoffnungsträger in diesem Unterfangen sind Benjamin Steffen und Max Heinzer von der Fechtgesellschaft Basel. Die beiden haben zwar auch im Einzelwettbewerb durchaus Ambitionen, doch angesichts der historischen Möglichkeit wird alles dem Team untergeordnet. «Das ist eine einmalige Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen wollen», spricht Heinzer aus, was wohl die gesamte Delegation denkt. Auch für Steffen wäre der Dreifachsieg eine «schöne Sache», doch der Basler hat noch ein weiteres Ziel im Hinterkopf: «In einem Jahr steht die Heim-Europameisterschaft an. Wenn ich wählen dürfte, würde ich den Titel zu Hause vor eigenem Publikum bevorzugen.»

Respekt vor dem Heimteam

Aufgrund der Tatsache, dass die Schweiz als (doppelter) Titelverteidiger ins Rennen steigt, ist auch klar, auf welchen Schultern die Favoritenrolle lastet. Dies ist aber weder für Heinzer noch für Steffen ein Problem. «Bereits letzte Saison waren wir als Vorjahressieger die Favoriten. Mittlerweile können wir mit diesem Druck umgehen», sind sich die beiden einig.

Als härtesten Konkurrenten sehen beide Gastgeber Frankreich. «Die Franzosen haben den letzten Weltcup in Buenos Aires gewonnen. Ausserdem werden sie sicher vom Publikum angetrieben», so Heinzer. Steffen geht noch einen Schritt weiter und zählt auch Ungarn und Italien zu den Mitfavoriten.

Verstecken müssen sich die Eidgenossen jedoch vor keinem Gegner, konnten die Schweizer Fechter doch zwei von fünf Team-Weltcups in dieser Saison gewinnen. Dem pflichtet auch Heinzer bei: «Dass wir bereits zwei Weltcups für uns entscheiden konnten, zeigt unsere Qualität. Doch eine EM ist noch mal etwas anderes, da muss alles zusammenpassen.»

Steffen will um Medaille kämpfen

Neben dem Mannschafts-Wettbewerb setzen sich die beiden Fechter der FG Basel auch persönliche Ziele. Während es für Heinzer primär darum geht, in den Top 16 zu bleiben, was die WM-Qualifikation bedeuten würde, äussert Steffen die Ambition, um die Medaillenplätze kämpfen zu wollen. Da das Einzelturnier an einem Tag stattfindet, ist neben der Tagesform auch das Einteilen der Energien von grösster Bedeutung.

Drei Tage Pause haben die Fechter zwischen dem Einzel- und dem Teamwettkampf. Es bleibt also nicht viel Erholungszeit, bis es für die Schweizer Fechter darum geht, Geschichte zu schreiben .

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