Fussball
Der FCB verliert Test gegen Kaiserslautern mit 2:3

Der FC Basel spielte gestern in einem Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslauter. Die Basler, die zwar Absenzen zu bekunden hatten, aber trotzdem mit dem Starsturm Streller/Frei antraten, kamen erst in der zweiten Hälfte richtig ins Spiel.

Daniel Weissenbrunner
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Stephan Andrist (r.) und der FCB verloren gegen den 1. FC Kaiserslautern um Alexander Baumjohann (l.) mit 2:3. Bieri

Stephan Andrist (r.) und der FCB verloren gegen den 1. FC Kaiserslautern um Alexander Baumjohann (l.) mit 2:3. Bieri

11 Spieler sind in diesen Tagen beim Meister wegen verschiedenster Kampagnen um den halben Erdball verteilt. Akteure, die der FC Basel im Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zweifellos hätte gebrauchen können. Von einer zweiten Garde zu sprechen, die Heiko Vogel in die Startformation beorderte, konnte indes keine Rede sein. Im Gegenteil: Mit Marco Streller und Alex Frei stand der höchstdotierte Sturm der Schweiz von Beginn an auf dem Platz.

Frei und Streller mussten zunächst aber zusehen, wie sich das Geschehen in der eigenen Hälfte abspielte. Die Dreierabwehr mit Sauro, Kovac und Ajeti machte dabei nicht den stabilsten Eindruck. Trainer Heiko Vogel war aber trotz der Fehleranfälligkeit mit dem Experiment nicht unzufrieden. «Sie haben ihre Sache insgesamt gar nicht so schlecht gemacht», beurteilte er die Leistungen seiner Defensivleute. Dennoch: Von einer Unachtsamkeit profitieren konnte Alexander Baujohann, der Germano Vailati mit einem schönen Distanzschuss ins hohe Eck zur 1:0-Führung bezwang.

Bis zur ersten nennenswerten Offensivaktion der Basler dauerte es eine halbe Stunde. Alex Frei prüfte Kaiserslauterns David Hohs mit einem sehenswerten Freistoss. Mehr hatte der Schweizer Meister im ersten Durchgang aber nicht zu bieten. Zu behäbig verlief die Angriffsauslösung, wodurch sich der Klub aus der 2. Bundesliga ohne Eile formieren konnte. Besser machte es Nsos, der noch vor der Pause den zweiten Treffer für die Mannschaft des Schweizers Albert Bunjaku erzielte. In der zweiten Hälfte fanden die Basler dann besser ins Spiel. Philipp Degen und der eingewechselte Seferagic schafften noch beinahe den Anschluss. Am Ende blieb es beim knappen 2:3.

Partnerschaftliche Beziehungen

Die Basler trafen gestern in der Natipause auf einen hochkarätigen Testspielgegner, für den Veranstalter FC Solothurn seinerseits war es der Höhepunkt des Jahres und der Aufgalopp zum 111-Jahr-Jubiläum. Für beide Vereine war der Anlass eine Gelegenheit, die Beziehungen in einem festlichen Rahmen zu manifestieren. Erst vor kurzem wurde die Zusammenarbeit vertraglich erneuert.

Der FC Solothurn erhält vom FC Basel auch künftig einen Sockelbetrag in die Nachwuchsausbildung. Im Gegenzug lässt der FCS seine besten Junioren ans Rheinknie ziehen. Momentan stehen vier U15- und U16-Spieler für die Rotblauen im Einsatz. Nicht auszuschliessen, dass in absehbarer Zeit wieder ein Solothurner den Durchbruch schafft. Dem Letzten, dem das gelang, war Gökhan Inler 2002.