Schweizer Cup
Der FC Basel löst dank hart umkämpftem Klassiker-Sieg in Zürich das Ticket für den Cupfinal

Lange muss der FC Basel in Zürich um den Finaleinzug bangen. Ein frühes Traumtor von Noah Okafor bringt die Koller-Elf zwar früh auf Final-Kurs, der mutig kämpfende FCZ hat jedoch lange etwas dagegen. Dank zwei Toren in der Schlussphase macht der FCB in einer hitzigen Partie den Deckel drauf.

Julian Förnbacher
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Am Schluss ist es vollbracht, der FC Basel krönt die eher durchwachsene Saison mit dem Einzug in den Cupfinal. Zum ersten Mal trifft man dort in der letzten und alles entscheidenden Runde auf den FC Thun.
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Der FC Basel hat so gute Laune, da gönnt man den Zürchern in der 94. Minute gerne den Ehrentreffer durch Stephen Odey (v.).
Doch damit nicht genug, in der 92. Minute kommt auch noch Albian Ajeti (l.) zum Zug. Marco Schönbaechler (r.) hat Pech.
Wenn schon ein frühes, warum denn nicht auch noch ein spätes Tor? In der 87. Minute erzielt Zdravko Kuzmanovic (l.) das 2:0 für Basel.
Die Basler bemühen sich auch in der zweiten Halbzeit. Alain Nef (l.) wird von Marek Suchy (2.v.l.) und Fabian Frei (2.v.r.) ausgetrickst, Torhüter Andris Vanins (r.) hat das Nachsehen.
Was die Beine von Joel Untersee (l.) machen, kann nicht gesund sein, doch irgendwie muss man Noah Okafor (r.) ja aufhalten.
Luca Zuffi (r.) mit einer Körperspannung, als käme sie direkt aus einem Fussballlehrbuch. Kevin Rüegg kann nur erstaunt zuschauen (l.), wenn Zuffi vorführt, wie man mit einem Ball umzugehen hat.
Trotz dem 0:1 Rückstand verstecken sich die Zürcher nicht. Was Ricky van Wolfswinkel (r.) hier veranstaltet, um Umaru Bangura (r.) aufzuhalten, befindet sich gerade noch so im legalen Bereich.
Zur Pause führt der FC Basel noch immer, das freut natürlich auch die mitgereisten Fans.
Kurz vor dem Pausenpfiff gerät er mächtig in Bedrängnis und rettet den FCB mit einer Glanzparade: Torhüter Jonas Omlin gegen Stephen Odey (l.) und Assan Ceesay (M.).
Der Torschütze Noah Okafor (l.) wird vom Zürcher Alain Nef (r.) verfolgt.
FCZ-Torhüter Andris Vanins versucht, seine Mannschaft zu lenken.
Das Duell einmal anders: Hier kann sich FCZ-Spieler Assan Ceesay (M.) gegen Marek Suchy (l.) und Aldo Kalulu (r.) durchsetzen.
Nach dem schnellen Gegentor sind die Zürcher wachsam, Marek Suchy (M.) hat einen schweren Stand gegen Assan Ceesay (l.) und Stephen Odey (r.).
Was für ein wundervolles Bild: Jonas Omlin hechtet im von der Flutlichtanlage beleuchteten Stadion nach dem Ball.
Mehr Sinn macht es da schon eher, dass FCB-Trainer Marcel Koller vor Ort ist. Und noch hat er gute Laune.
Auf der Tribüne findet man - warum auch immer - auch Ex-GC-Trainer Tomislav Stipic. Vielleicht möchte er auch einfach einmal guten Fussball hautnah erleben.
Dass es nach fünf Minuten schon 1:0 für den FCB steht, freut auch Torhüter Jonas Omlin. Sein Kasten ist noch sauber.
Cup: FCB-FCZ (25.04.2019)
Erleichterung bei Luca Zuffi (l.) und Torschütze Noah Okafor (r.) - so startet man gerne in einen Cup-Halbfinal.
Bereits früh darf sich Basel über ein Tor freuen, Noah Okafor jubelt nach dem von ihm erzielten Treffer zum 1:0.
Vor dem Spiel gedenken die FCZ-Fans mit einer schönen Choreographie Karl Grob. Um die Klublegende zu ehren, käme da ein Sieg gegen die Basler doch gerade recht.
FCZ-Trainer Ludovic Magnin (l.) begrüsst seinen Kollegen, FCB-Trainer Marcel Koller (r.). Für beide Trainer geht es heute um viel, nach der für beide enttäuschend gelaufenen Saison, wäre ein Cupsieg nicht schlecht.
In einer ganz besonderen Auflage des Klassikers trifft der FC Basel auf den FC Zürich. Das letzte Spiel in der Liga konnte Basel mit 2:0 für sich entscheiden. Ein gutes Zeichen?

Am Schluss ist es vollbracht, der FC Basel krönt die eher durchwachsene Saison mit dem Einzug in den Cupfinal. Zum ersten Mal trifft man dort in der letzten und alles entscheidenden Runde auf den FC Thun.

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Das Spiel: Langes Hin und Her mit verdientem Sieger

Jubelnde Basler auf der Tartanbahn des Zürcher Letzigrund-Stadions. Die Mannschaft von Marcel Koller feiert ausgelassen mit den mitgereisten Fans den Einzug in den Cupfinal. Bis man beim FC Basel jubeln durfte, galt es allerdings einen langen, fordernden Abend in Zürich zu überstehen. Obwohl Noah Okafor den FCB mit einem herrlichen Schlenzer bereits in der 5. Minute in Führung schoss, musste der FCB trotz Feldüberlegenheit lange zittern. Denn insbesondere nach Standards setzt der FCZ im ersten Durchgang viele Nadelstiche. Dank eines überragend aufgelegten Jonas Omlins gehen die Basler dennoch mit einer Führung in die Pause.

Nachdem Tee erleben die 13403 Zuschauer in Zürich ein Déja-Vu: Wieder ist es der FCB, der aus der Kabine kommt wie die Feuerwehr. Wieder setzt Noah Okafor nach wenigen Minuten zum Schlenzer an. Diesmal jedoch ohne Erfolgt. Wie schon im ersten Durchgang wird der FC Zürich in der Folge wieder stärker und kommt zu diversen Chancen auf den Ausgleich.

Entschieden wird die Partie dann um die 80. Minute: Erst läuft Zdravko Kuzmanovic auf Alain Nef auf und hat die Hände dabei gefährlich nahe am Gesicht des Zürchers, dann artet das Spiel kurzzeitig aus. Weil der Basler nur gelb sieht, kommt es zur Rudelbildung. Mittendrin Marcel Koller und Marco Streller, die das Geschehen zu beruhigen versuchen. Ausgerechnet dieser Kuzmanovic st es dann, der mit dem 2:0 per Schlenzer in der 87. Für die Entscheidung sorgt. Die Treffer von Ajeti (3:0; 92.) und Odey (3:1; 94.) setzen den Schlusspunkt hinter einen denkwürdigen Klassiker.

Kuzmanovic spricht über seine Tätlichkeit und sein Tor:

Der Beste: Jonas Omlin

Dass er am Ende nicht zu null spielt, dürfte ihm angesichts des Resultats egal sein. Jonas Omlin darf trotzdem feiern. Der Basler Keeper ist einmal mehr der sichere Rückhalt in eiem schwierigen Spiel und macht mit seinen Paraden den Unterschied. Besonders die Glanztat kurz vor der Pause gegen Odey liess im Letzigrund so manche Kinnlade herunterfallen.

Das gab zu reden: Basler Fans beinahe zu spät

Den herrlichen Führungstreffer durch Noah Okafor hätten viele Basler Fans beinahe verpasst. Wegen eines Defekts am Extrazug stecken die Fans lange am Basler Bahnhof fest und schaffen es erst wenige Minuten vor Anpfiff ins Stadion. Die Strapazen haben sich allemal gelohnt.

Spiel verpasst? Der Live-Ticker zum Nachlesen:

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