Super League

Der FC Basel ist nach dem 1:1 gegen Xamax zwar nicht zufrieden, aber näher dran am grossen Ziel

Gegen die massive Xamax-Verteidigung ist für die FCB-Stürmer ‑ hier Kemal Ademi und Afimico Pululu ‑ kein Durchkommen. Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus

Gegen die massive Xamax-Verteidigung ist für die FCB-Stürmer ‑ hier Kemal Ademi und Afimico Pululu ‑ kein Durchkommen. Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus

Der FC Basel spielt gegen Xamax Neuchâtel nur 1:1 und verpasst es somit, den Patzer von YB besser zu nutzen. Am Donnerstag hat Trainer Marcel Koller zudem ein Offensivproblem.

Das Zitat, das Fabian Frei kurz nach dem 1:1 gegen Xamax in die Mikrophone sagt, beschreibt das Spiel ziemlich gut. «Dieser Punkt kann noch wichtig werden, aber zufrieden sind wir nicht.» Der von Frei angesprochene Punkt verhilft dem FCB, den Rückstand auf Leader YB auf einen Zähler zu halbieren. Denn die Berner tauchen bei Aufsteiger Servette gleich mit 0:3 und kassieren damit in der Liga die erste Niederlage seit dem 22. Mai 2019. Mit einem Sieg hätte der FCB die Tabellenführung übernommen. Doch es sollte anders kommen.

Von Beginn an verteidigt Xamax mit Mann und Maus das eigene Tor. «Ich hoffte, dass sie wie gegen YB früh attackieren. Doch wenn du unter der Woche mit 0:6 im Cup verlierst, ist eigentlich klar, dass du erstmal auf Sicherheit spielst», sagt Marcel Koller. Wie schon unter der Woche in Nyon muss der FCB-Trainer erkennen, dass sich sein Team aktuell schwertut, gegen dichtgestaffelte Abwehrreihen Lösungen zu finden. «Wir haben heute wie Kettenhunde verteidiget. Unsere Verteidiger haben die FCB-Stürmer über 90 Minuten verfolgt», sagt ein stolzer Xamax-Stürmer Raphael Nuzzolo.

Die 36-Jährige hatte sein Team zuvor mit seinem sechsten Saisontreffer in Führung geschossen. Nach einem Traumpass von Taulant Seferi in die Schnittstelle der Abwehr, lässt er Omar Alderete mit einem Haken ins Leere rutschen, um Sekunden später auch Jonas Omlin im kurzen Eck zu düpieren. Nach 29 Minuten führt Xamax.

Koller wechselt früh ein Überraschungselement ein?

Zu diesem Zeitpunkt steht Cup-held Noah Okafor schon nicht mehr auf dem Feld. Sein bandagierter Oberschenkel hält nur 16 Minuten. Dann wird der Youngster durch Edon Zhegrova ersetzt. Wie schon gegen Lausanne zeigt der Kosovare eine gute Leistung. Seine Schnelligkeit und seine Dribblings sind offensichtlich ein gutes Mittel, um massierte Abwehrreihen aufzuscheuchen.

Kurz nach seiner Einwechslung zwingt er Xamax-Goalie Laurent Walthert mit einem abgefälschten Flatterschuss zu einer ersten Glanzparade. Eine Minute später kracht ein weiterer Zhegrova-Schuss aus der Distanz an den rechten Pfosten. Natürlich verliert der 20-Jährige mit seinen Aktionen auch oft den Ball, doch der ansonsten wenig inspirierte FCB braucht im Herbst 2019 die Überraschungsaktionen von Zhegrova.

Sorgen um die FCB-Flügel, Chance für Zhegrova?

In der Europa League am Donnerstag gegen Getafe fehlen die gesperrten Stammkräfte Stocker und Bua. Okafor ist angeschlagen, Pululu überzeugte gegen Xamax nicht. Es könnte also die Stunde von Zhegrova schlagen. Denn, dass er dem Team helfen kann, hat er in den letzten beiden Spielen als Joker bewiesen. Unmittelbar vor dem 1:1 in der 74. Minute stibitzt sich Zhegrova den Ball, flankt für einmal blitzschnell und Kemal Ademi kann den Ball in der Mitte mit seinem langen Bein ins Tor verlängern. Die Freude über den Ausgleich ist gross. Doch zu mehr reicht es nicht. Weil der eingewechselte Xamax-Ersatzgoalie Matthias Minder in der 96. Minute glänzend gegen Ademi pariert, sammelt der FCB nur einen Zähler. Rotblau ist damit aber auch einen Zähler näher an YB dran.

Die Bilder zum Spiel: 

Die Noten zum Spiel:

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