NLA-Volleyball
Der Champagner kann kaltgestellt werden: Sm’Aesch Pfeffingen steht kurz vor dem Playoff-Final

Dank einem hart umkämpften 3:2-Sieg über Franches Montagnes ist Sm’Aesch Pfeffingen die Playoff-Finalteilnahme praktisch nicht mehr zu nehmen.

Paul Ulli
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Die junge Laura Künzler überzeugte im Angriff.

Die junge Laura Künzler überzeugte im Angriff.

Uwe Zinke

In der Tabelle der Finalrunde war es für die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen nur noch ein relativ kleiner Schritt, um in den NLA-Playoff-Final gegen Volero Zürich einziehen zu können. Im Vorfeld dieses Spiels gegen Angstgegner Franches Montagnes in der neuen Halle Forum BIWI im jurassischen Rossemaison waren aus den noch zu spielenden drei Partien fünf Punkte gefordert.

Doch dass solch tolle Aussichten und Träume auch lähmen können, bewies Sm’Aesch Pfeffingen nicht nur in diesem Startsatz. Was sich spätestens beim 11:16-Rückstand beim zweiten technischen Timeout abzeichnete, war nur wenige Minuten später brutale Realität. Der erste Satz ging mit 25:17 klar an die Gastgeberinnen, welche sich in der neuen Spielhalle vor allem mit den speziellen Lichtverhältnissen besser anfreunden konnten und die Servicefehler den Baselbieterinnen überliessen. Doch das junge und in den letzten Spielen stark aufspielende Team von Sm’Aesch-Head-Coach Timo Lippuner hatte wie schon so oft in dieser bislang sehr erfolgreichen Saison eine Antwort parat. Im zweiten Satz lagen die Gäste mit einer im Angriff überzeugenden Laura Künzler schon früh mit einigen Punkten in Front und holten sich den psychologisch eminent wichtigen Satzausgleich ebenfalls deutlich mit 25:20.

Nervenstärke beim Matchball

Im dritten Durchgang blieb das Skore jeweils eng und das Heimteam kam nach einem 18:22-Rückstand nochmals bis auf 23:24 heran, doch Sm’Aesch verwertete den ersten Satzball kaltschnäuzig und sicherte sich damit schon früh einen Punktgewinn. Doch die Gastgeberinnen mit der starken Argentinierin Fernandez kämpften aufopferungsvoll und retteten sich trotz eines 22:23-Rückstands mit drei Punkten in Folge ins Tie-Break. In diesem wogte diese emotionale Partie hin und her und VFM lag scheinbar entscheidend mit 12:10 voraus. Doch wieder bewiesen die Spielerinnen um Sm’Aesch-Capitaine Kerley Becker Nervenstärke und brachten nach einer Serviceserie von Anu Ennok und zwei guten Blocks den ersten Matchball beim Spielstand von 14:13 im Feld unter.

«Ich habe den Spielerinnen immer wieder gesagt, dass wir den angepeilten zweiten Platz und damit die Finalteilnahme in drei Schritten erreichen wollen. Doch ich kann es dem doch noch sehr jungen Team nicht verdenken, wenn es das Ziel mit einem einzigen grossen Schritt erreichen wollte. Nach dem unnötig verlorenen vierten Satz wäre es in der Kurzentscheidung beinahe noch schief gelaufen. Doch es ist gut ausgegangen und ein Punktgewinn gegen Köniz reicht jetzt aus, um definitiv feiern zu können», sagte ein ziemlich geschaffter Lippuner nach dem Spiel.

Matchtelegramm:

VF Franches Montagnes - Sm’Aesch Pfeffingen 2:3

Sätze: 25:17, 20:25, 23:25, 25:23, 13:15.

Salle Forum BIWI. – 500 Zuschauer. – SR Grellier/Sanapo.

Franches Montagnes: Pene, Buchwalder, Vilela Porto, Aispurua, Koolhaas, Sciarini (Libero), Boillat; Michalski, Fernandez, Gerber, Rebetez, Donzé (Libera).

Sm’Aesch Pfeffingen: Becker, Maggioni, Künzler, Deprati (Libera), Stepanova, Storck, B. Duarte, Ennok; Matter, M. Duarte, Sacher, Leu (Libera).

Bemerkung: Sm’Aesch ohne Koch (verletzt).

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