Nachdem der FC Black Stars in der Vorwoche den Spitzenkampf in der 1.-Liga-Gruppe 2 gegen Solothurn gewonnen und sich die Leaderposition erobert hatte, richtete Samir Tabakovic den Fokus aufs «wichtigste Spiel der Saison».

Gegen den FC Biel wollten die Basler unbedingt den Einzug in die Hauptrunde des Schweizer Cups 2019/20 schaffen. «Eine Teilnahme wäre für den Verein sehr wichtig, auch aus finanziellen Gründen», so der Trainer.

Die Sterne nahmen die Aufgabe hochkonzentriert in Angriff und liessen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Das galt auch für die Seeländer, doch insgesamt hatten die Aktionen des Heimteams den entscheidenden Tick mehr Tempo und Kreativität. Die 2:0-Führung zur Pause war verdient und als Deny Gomes kurz nach dem Seitenwechsel das 3:0 gelang, schien die Partie gelaufen.

Auch in den Köpfen der Akteure des Heimteams hatte man wohl den Sieg bereits «verbucht», was von den Bielern bestraft wurde. Die Gäste zeigten nun, weshalb sie ebenfalls zu den heissesten Kandidaten auf einen Platz für die Aufstiegsspiele zur Promotion League zählen, und kamen nach zwei schönen Kombinationen innerhalb von knapp 70 Sekunden auf 2:3 heran (57.).

Doch der FC Black Stars ist in dieser Saison so gefestigt, um sich durch Rückschläge nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Zudem haben die Basler genug Spieler, die dank ihrer individuellen Klasse den Unterschied machen können.

Gegen Biel war es Stürmer Gomes, der den Doppelschlag der Gäste umgehend mit seinem dritten persönlichen Treffer beantwortete. Und Joker Dino Babovic setzte wie schon gegen Solothurn kurz nach seiner Einwechslung «den Deckel drauf» (86.).

FC Basel U21 verliert

In der Promotion League stand derweil eine normale Runde auf dem Programm. Der FC Basel U21 bekam es dabei im heimischen Leichtathletikstadion St. Jakob mit dem stärksten aller Gegner zu tun: Der FC Stade-Lausanne-Ouchy ist in dieser Spielzeit noch ungeschlagen und der ambitionierten Konkurrenz aus Yverdon, Bellinzona und Nyon um mindestens 15 Punkte enteilt. Der Aufstieg in die Challenge League dürfte nur noch Formsache sein.

Der 2019 noch ungeschlagene Basler Nachwuchs wäre gern in Bestbesetzung gegen die Waadtländer angetreten, musste aber diverse Leistungsträger an die U19-Nationalmannschaft abstellen.

«Für die U21-Teams ist es etwas blöd, dass während der Nati-Termine Meisterschaftsspiele angesetzt sind», fand Arjan Peço. Der FCB-U21-Trainer schickte eine Patchwerk-Truppe auf den Platz, die dem Favoriten gut Paroli bot. «Wir hatten sogar mehr klare Torchancen als die Lausanner», stellte Peço korrekterweise fest.

Doch die Heimelf war nicht mit dem Glück im Bunde: Als Carlos Zambrano eine Freistossflanke Adriano Ferreiras ins Netz köpfelte, hob der Schiedsrichterassistent die Offside-Fahne (35.). Als Julian von Moos im Anschluss an einen Corner freistehend aus kurzer Distanz abschliessen konnte, geriet sein Schuss zu wenig platziert, sodass Christophe Guedes die Fäuste noch an den Ball bekam (39.). Und als der Gästekeeper erneut von Zambrano per Kopf bezwungen wurde, stand Michaël Perrier am Pfosten und schlug die Kugel weg (56.).

Die Westschweizer waren weniger gefährlich als die Basler, schossen aber zwei Treffer. In der 19. Minute war Fabian Geiser vom Elfmeterpunkt erfolgreich, nachdem Ferreira zu ungestüm gegen Quentin Gaillard eingestiegen war.

Und in der Nachspielzeit profitierte Yanis Lahiouel vom zweiten Fehler in der FCB-Defensive, einem Fehlzuspiel Valentin Kaufmanns in der Vorwärtsbewegung. Anstatt Punkte konnte Arjan Peço immerhin eine erfreuliche Feststellung verbuchen: «Wir waren der besten Mannschaft der Liga ebenbürtig!»