Testspiel
"Das war peinlich" - der FCB wird von Feyenoord demontiert und verliert sein drittes Testspiel in Folge

Der FC Basel verliert auch sein zweites Testspiel des Tages gegen Feyenoord Rotterdam gleich mit 0:5 und schliesst die Vorbereitung damit negativ ab.

Céline Feller
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Noah Okafor stand mit dem FC Basel gegen Feyenoord Rotterdam auf verlorenem Posten

Noah Okafor stand mit dem FC Basel gegen Feyenoord Rotterdam auf verlorenem Posten

KEYSTONE/PATRICK HUERLIMANN

Es geht ganz einfach. Und viel zu schnell. Sowohl in der 2. als auch in der 62. Minute kann Robin van Persie beinahe ungehindert treffen. Beim ersten Tor steht der holländische Superstar von Feyenoord Rotterdam komplett frei vor dem Tor des FC Basel und kann einköpfen. Bei seinem zweiten Tor reicht eine leichte Körpertäuschung, um Raoul Petretta abzuhängen und den Ball platziert in die linke untere Ecke zu schiessen.

Aber nicht nur der Ex-Manchester-United-Star kann im letzten Testspiel des FCB treffen. Kurz vor der Pause nutzt Steven Berghuis einen kapitalen Abspielfehler von FCB-Keeper Jonas Omlin aus. Auch Eric Botteghin und Tony Vilhena können noch Torerfolge feiern. Am Ende steht es somit 0:5 aus Basler Sicht. Und das Schlimmste ist: Es ist verdient.

Die Doppelspitze funktionierte nicht

Die Basler wirken in der Defensive absolut instabil, die Verunsicherung Omlins wirkt sich noch zusätzlich auf seine Vordermänner aus. Und so offen die Abwehr steht, so ideenlos ist die Offensive. Bezeichnend dafür ist, dass Linksverteidiger Blas Riveros der auffälligste Spieler ist und die gefährlichsten Abschlüsse aller Basler kann.

Von Albian Ajeti und Ricky van Wolfswinkel, die als Doppelspitze agieren, aber nicht funktionieren, kommt hingegen viel zu wenig. Und im Zentrum ist Geoffroy Serey Die zwar noch einer der etwas besseren Basler, dennoch hat der FCB zu keiner Zeit Zugriff auf das Spiel.

«Das war peinlich»

So deutlich wie das Resultat sind im Nachgang des Spiels auch die Worte von FCB-Cheftrainer Raphael Wicky: «Heute hat nichts gestimmt. Das war peinlich, das war enttäuschend und das war nicht FCB-würdig, was wir gezeigt haben.» Vielleicht kommen dieses Resultat und die Leistung, die dazu geführt haben, aber noch zum richtigen Zeitpunkt, um bis zum Saisonstart in einer Woche ein komplett anderes Gesicht präsentieren zu können.

Wie es zu diesem Auftritt kommen konnte, vermochte Wicky «so schnell nach dem Spiel nicht zu erklären. «Klar ist aber, das wir alles haben vermissen lassen, was den Fussball ausmacht: Leidenschaft, Laufbereitschaft und Intensität gegen den Ball.» Wenn man all dies nicht in seinem Spiel habe und auf der anderen Seite einen guten Gegner, dann könne es so heraus kommen, fasste ein sichtlich enervierter Wicky zusammen. Er habe in der Kabine auch nichts zur Mannschaft gesagt, «es ist besser so».

Für den FCB ist es die dritte Testspielniederlage in Serie (am Dienstag gegen Wolverhampton und am Freitagmittag gegen Aarau). Natürlich sind Resultate in Testspielen nicht zu hoch zu bewerten, aber die Art und Weise, wie man diese Partien verloren hat, bereitet Sorge. Sorge darum, dass der FCB erfolgreich in die Saison starten kann. Und Sorge, dass dieser FCB dem Hauptkonkurrenten YB gefährlich werden kann. Zumal die Berner gegen Feyenoord problemlos mit 3:0 gewinnen konnten.

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