Eishockey
Das Sharks-Trio kehrt mit neuer Erfahrung in den Liga-Alltag zurück

Die Basler Anthony Rouiller, Marco Müller und Julian Schmutz gingen an der U20-WM in Malmö für die Schweiz aufs Eis. Auch wenn die Ziele nicht ganz erreicht wurden, bleiben vor allem die positiven Eindrücke in Erinnerung.

Martin Merk
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Erhielt am meisten Eiszeit aller Basler Spieler: Anthony Rouiller verteidigte an der Seite mit dem Ex-Shark Samuel Kreis. FOTOS: Andreas Robanser

Erhielt am meisten Eiszeit aller Basler Spieler: Anthony Rouiller verteidigte an der Seite mit dem Ex-Shark Samuel Kreis. FOTOS: Andreas Robanser

«Es ist eine schöne Erfahrung mit dem Team, den Leuten, das Stadion,» sagt Julian Schmutz nach der Rückkehr von der U20-WM in Malmö. Über 11 000 Fans kamen zum ersten Spiel, das knapp mit 3:5 gegen den späteren Silbermedaillen-Gewinner und Gastgeber Schweden verloren ging. Im 1:4 verlorenen Viertelfinale gegen Kanada sorgten über 1000 Fans aus dem Mutterland des Eishockeys ebenfalls für eine gute Stimmung.

Schlechter Auftakt

Nach dem Startspiel folgte mit einer 1:7-Niederlage gegen Russland die Ernüchterung. Anschliessend konnten sich die Schweizer fangen. «Wir haben nach dem Russland-Spiel eine Rektion gezeigt», sagte Schmutz. «Gegen Norwegen war es ein Krampf, aber gegen Finnland konnten wir besser spielen.» Ein knapper 3:2-Sieg gegen den späteren Absteiger Norwegen brachte der Schweiz die Viertelfinalqualifikation.

Danach folgte gar ein Sieg im Penaltyschiessen gegen den späteren Überraschungsweltmeister Finnland. «Wir sind extrem glücklich, dass wir das Viertelfinale erreicht haben», freut sich auch Marco Müller. «Wir hätten nicht gedacht, dass es so eng würde gegen Norwegen. Solche Spiele sind nie einfach, beide wollten unbedingt gewinnen.»

Auch ihm gefiel es in der über eine Brücke mit Kopenhagen verbundenen Grossstadt. «Es war super. Das Hotel war extrem gut, es stimmte in der Mannschaft. Es war eine super Zeit», so Müller.

Fokus auf Playoff-Qualifikation

Höchstens die Resultate ihrer Sharks mit vier Niederlagen in sechs Spielen während ihrer Abwesenheit dürften auf den Magen geschlagen haben, insbesondere die beiden Kanterniederlagen kurz vor Weihnachten. «Leider konnten wir nicht helfen. Wie in Malmö war es auch für die Sharks ein Auf und Ab», sagte Schmutz. «Nun müssen wir vor den Playoffs in eine gute Form kommen und die Playoff-Qualifikation schaffen.» Am meisten Eiszeit vom Trio erhielt Anthony Rouiller, der mit Samuel Kreis – der Berner spielte ebenfalls kurzzeitig für Basel – das zweite Abwehrpaar bildete.

Sieg gegen Kanada verpasst

«Ich bekam viel Verantwortung. Es machte mir viel Freude hier zu spielen», bilanzierte Rouiller. «Wir wollten unbedingt gegen Kanada gewinnen und das Turnier exzellent abschliessen, aber leider klappte es nicht.» Anpassungsschwierigkeiten nach der Rückkehr in Basel mit dem heutigen Auswärtsspiel gegen die GCK Lions erwartet er nicht. «In Basel haben wir eine sehr gute Mannschaft. Es wird kein Problem sein, wieder zurückkehren», sagte Rouiller. «Ich hoffe, dass ich meine Erfahrungen aus Malmö einbringen kann und dass wir die Playoffs erreichen.»

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