Volleyball
Das erwartete Cup-Aus für Sm’Aesch Pfeffingen

Mindestens eine Nummer zu gross war Volero Zürich beim klaren 3:0-Sieg im 1/8-Final des Schweizer Cup gegen Sm’Aesch Pfeffingen.

Paul Ulli
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Trotz guter Leistung reichte es nicht zum Sieg gegen Volero Zürich.

Trotz guter Leistung reichte es nicht zum Sieg gegen Volero Zürich.

Uwe Zinke

Ein Blick auf die Zuschauerrampen genügte, um zu erahnen, wie unglaublich gross und stark der Kader des 10-fachen Schweizer Meisters und Champions League-Teilnehmers Volero Zürich derzeit ist. Da sassen in ihren violetten Trainingsanzügen unter anderen die Weltklasseangreiferin Natalya Mammadova und die neu verpflichtete bulgarische Passeuse Petya Barakova und beobachten das Spiel ihrer Teamkolleginnen in aller Ruhe. Und diese gaben im Startsatz auch gleich den Tarif durch.

Mit einem Blitzstart schraubten Topskorerin Ekatarina Orlova (Russland) und die amerikanische Mittelblockerin Foluke Akinradewo das Skore innert wenigen Minuten auf 6:20. Der Block des Heimteams blieb in dieser Phase praktisch wirkungslos und die „Zürcherinnen“ holten sich den ersten Satz dieser Cuppartie deutlich. Irgendwie schienen die Spielerinnen von Cheftrainer Timo Lippuner zeitweise wie paralisiert und liessen ihre Gegnerinnen zu oft gewähren.

Steigerung im zweiten Satz

Dies änderte sich zur Freude des Publikums dann allerdings im zweiten Satz, denn die Gastgeberinnen wussten sich zu steigern und holten sich damit gleichzeitig das nötige Selbstvertrauen für die Auswärtspartie im Europa-Cup im finnischen Hämeenlinna. Es war Sm’Aesch-Topskorerin Maja Storck, die mit einer guten Service-Serie die erstmalige Führung für den klaren Aussenseiter bewerkstelligte.

Auch Jekatarina Steponova und die Estin Anu Ennok wussten sich jetzt zu steigern und sammelten fleissig Punkte. Doch gegen die variablen Angriffe der Ueberfliegerinnen aus Zürich war auch in diesem Durchgang, trotz grossem kämpferischem Einsatz, letztlich kein Kraut gewachsen.

Neue Kräfte brachten frischen Wind

Im dritten Satz ersetzte dann Lena Sacher die Brasilianerin Rosane Maggioni am Pass, in der Mitte kam Barbara Duarte für Landsfrau Kerley Becker und ihre jüngere Schwester Manuela ersetzte Anu Ennok. Mit diesen neuen Kräften konnte Sm’Aesch endlich auch etwas Druck aufsetzen und die Volero-Defensive immer öfter überwinden. Zwei Punkte der 20-jährigen Manuela Duarte und ein paar weitere erfolgreiche Angriffe von Storck lagen die Baselbieterinnen plötzlich mit 18:17 in Führung.

Doch wieder waren es die 194 grosse Rabadzhieva und die 1 cm grössere Orlova, welche die Satzgewinn-Gelüste von Sm’Aesch Pfeffingen mit ihren knallharten Angriffen im Keim erstickten und diese Partie erwartungsgemäss mit 3:0 für sich entschieden.

«Die Leistung meiner Spielerinnen war soweit okay. Für uns zählt jetzt nur noch der Dienstagabend, wo wir in Finnland für den Verein Sm’Aesch Pfeffingen Europa-Cupgeschichte schreiben und HPK Hämeenlinna im CEV Challenge Cup eliminieren wollen» sagte Lippuner nach dem Spiel.

Sm’Aesch Pfeffingen – Volero 0 :3

Sätze: 12:25, 17:25, 21:25

Löhrenacker. – 220 Zuschauer. – SR Nellen/Sigrist

Sm’Aesch Pfeffingen: Becker, Maggioni, Stepanova, B. Duarte, Deprati (Libera), Storck, Ennok; Koch, Matter, M. Duarte, Sacher, Leu (Libera).

Volero: Fabiola, Popovic (Libera), Granvorka, Orlova, Akinredewo, Unternährer, Podskalnaia; Zivkovic, Rabadzhieva, Lengweiler, Vansant.

Bemerkungen: Sm’Aesch ohne Künzler ( verletzt). Volero ohne Antonijevic (verletzt), Mammadova, Barakova und Hagglund (überzählig).

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