Starwings Basel
Das Eigengewächs kehrt zu den Starwings zurück

Die Starwings freuen sich, die Rückkehr von Branislav Kostic (23) vermelden zu dürfen. Der 180 Zentimeter grosse Aufbauer, der sämtliche Nachwuchs-National-mannschaften durchlaufen hat, kehrt von der Ajoie und dem BC Boncourt nach Birsfelden zurück.

Georges Küng
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Sie waren immer Gegenspieler – jetzt kehrt Branislav Kostic (rechts) zu den Starwings und wird Mitspieler von Alexis Herrmann, der nach 10 Jahren Boncourt in seine zweite Saison mit den Birsfeldern geht

Sie waren immer Gegenspieler – jetzt kehrt Branislav Kostic (rechts) zu den Starwings und wird Mitspieler von Alexis Herrmann, der nach 10 Jahren Boncourt in seine zweite Saison mit den Birsfeldern geht

Georges Küng

Er ist jung – und hat doch schon einige Spielzeiten in der Nationalliga A bestritten. Die Rede ist von Branislav Kostic, der sein Basket-ABC beim CVJM Birsfelden erlernte und als Junior (und U18-Nationalspieler) bereits mit den „Wings“ in der Nationalliga A zum Einsatz kam.

Brani, wie er gerufen wurde, suchte schon in jungen Jahren hohe Herausforderungen. Er ging zum Rekordmeister und Renommierklub Fribourg Olympic, war Kaderspieler, aber mit wenigen Einsatzminuten. Die Folge war, dass er in jenem Halbjahr mehrheitlich in der Na­tionalliga B, bei der Académie, zum Einsatz kam. Dort war er jedoch mit 20 Punkten, und noch nicht ganz 20-jährig, der Topskorer der gesamten Liga. Dennoch wechselte er dann zur BC Alte Kanti Aarau, die zwar Ligameister wurde, den Aufstieg ins Oberhaus aber nicht wahrnahm.

Kostic kehrte zu den Starwings zurück und wurde in der Saison 2015/16, unter Cheftrainer Roland Pavloski, zu einem Fixstarter im Birstaler Kombinat. Mit einer Spielzeit von fast 35 Minuten war das Eigengewächs jener Spieler, der die meiste Einsatzzeiter aller National­liga-A-Akteure erhielt!

Ab in den Jura

Der Wechsel im letzten Sommer in den Jura, genauer zum BC Boncourt, war daher für die Starwings-Verantwortlichen nicht vollauf nachvollziehbar, doch die Klubphilosophie, dass neue Erfah­rungen gut tun und zur sportlichen und vor allem menschlichen Entwicklung beitragen, war stärker als die Versuche, Brani bei den „Wings“ zu halten.

In der Tag spielte Kostic bei den Red Devils, wie der BCB im Volksmund genannt wird, eine gute Rolle. Oft in der Stammfünf, glänzte der Basler durch seine überlegte Spielwei­se, seine gute Technik – und erzielt in 20 Minuten im Schnitt sechs Punkte und gab fast drei Assists. Zu erwähnen noch, dass Kostic mit einem gewissen Nemanja Calasan, dem neuen Starwings-Center, in der Spielzeit 2016/17 am meisten Partien im Dress des BC Boncourt bestritten hat.

Rückkehr ins Unterbaselbiet

Es war Branislav, der in den letzten Wochen eine Rückkehr zu den Starwings angestrebt hat. Und selbstverständlich freut sich das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat, mit Brani Ko­stic ein Eigengewächs in eigenen Reihen zu haben. Der, wie Alessandro Verga, ein Bei­spiel für die aufopferungsvolle, kostenintensive und zugleich gezielte Nachwuchsförderung (hier darf und muss man Pascal Donati erwähnen) ist.

Cheftrainer Pavloski und die Klubleitung freuen sich auf diese Verstärkung – und glauben, dass die Lehr- und vor allem Wanderjahre des Branislav Kostic beendet sein dürften. Und er seine basketballerischen Fähigkeiten inskünftig dort zeigen wird, wo er sie einst als „kleiner Bub“ erlernt hat.

Mit Kostic, Calasan, Alexis Herrmann (der in seine 2. Starwings-Saison geht) und Neuzu­zug Guillaume Grédy stehen im Kader der Starwings vier Akteure, die einst beim Ver­bandsrivalen Boncourt gespielt haben. Man darf also durchaus von einer starken „jurassi­schen Fraktion“ sprechen.

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