Burstreckys
Das Barometer steht nach dem 6:1-Sieg gegen Thun so hoch wie noch nie

Der FCB hat sich unter Präsident Bernhard Burgener eine Verjüngungskur verschrieben. Vor allem Spieler aus dem eigenen Nachwuchs will man forcieren, so hielt man es im Konzept «Für immer Rotblau» fest. Zugleich will man wieder für mehr Unterhaltung sorgen. Mit packendem, schnellem Offensiv-Fussball. Dem Konzept fiel der Meistertitel zum Opfer, das ist jetzt schon klar. Aber wenigstens hat der FCB seine Frühjahrskrise überwunden. Mit dem 1:0 gegen GC holt der FCB den vierten Sieg in Serie und verkürzt den Rückstand auf YB auf 11 Punkte. Auch nach dieser Partie beurteilen wir das Geschehen. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Sébastian Lavoyer
Merken
Drucken
Teilen
Albian Ajeti jubelt

Albian Ajeti jubelt

GEORGIOS KEFALAS

Unterhaltung

Eigentlich ging es in dieser Partie für den FCB um nichts mehr. YB stand als Meister fest, der zweite Platz war Rotblau praktisch nicht mehr zu nehmen – dennoch zeigten sich die Basler von ihrer besten Seite. Eine Art Trotzreaktion, die aber für die Fans zu einem grandiosen Fussballfest mutierte. Sechs Tore schiesst Basel gegen den FC Thun, der im Abstiegskampf dringend auf Punkte angewiesen wäre.

Doch der FCB ist den Berner Oberländern in allen Punkten überlegen, hätte die Partie auch mit zehn Toren beenden können. Von Frust kann nicht die Rede sein, der FCB zeigt eine hervorragende Leistung, die zehn «Burstreckys» verdient. Die Höchstnote ist ein Ausrufezeichen und ein deutliches Zeichen nach Bern.

FCB-Barometer

FCB-Barometer

bz

Jugend

Phasenweise stehen gegen die Thuner sechs Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Platz (Ajeti, Campo, Frei, Manzambi, Petretta und Stocker). Damit nicht genug: Fünf der sechs Tore erzielen Spieler, die im Campus zu Profis geformt wurden. Den Anfang macht Valentin Stocker mit einem präzisen Flachschuss, Samuele Campo doppelt mit einem Tunnel-Tor nach, Neftali Manzambi schiesst nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Dejan Sorgic das 3:1 mit einem herrlichen Schlenzer.

Und nachdem Ricky van Wolfswinkel das 4:1 markiert und kurz darauf durch Albian Ajeti ersetzt wird, ist es ebendieser Ajeti, der mit einem Doppelpack den Sack zu macht. Sackstark! Darum zehn «Burstreckys».