Briefe für Tokio
Christian Kirchmayr: "Schon als kleiner Knirps war Olympia mein grosser Traum"

Vier Basler Sportler, ein grosser Traum. Jason Joseph, Salome Lang, Laura Stähli und Christian Kirchmayr wollen an die Olympischen Spiele 2020 in Japan. In den nächsten 300 Tagen schreiben die vier immer wieder Briefe. Zu Beginn stellen sich die Hoffnungsträger vor.

Christian Kirchmayr
Drucken
Teilen
Christian Kirchmayr ist die Schweizer Hoffnung im Badminton.

Christian Kirchmayr ist die Schweizer Hoffnung im Badminton.

Kenneth Nars

Mein Name ist Christian Kirchmayr, ich bin 25 Jahre alt, die Nummer 1 der Schweiz im Badminton und die Nummer 121 der Welt. Badmintonprofi zu sein, bedeutet für mich: 25 bis 30 Stunden Training pro Woche und mehr als 20 internationale Turniere pro Saison, auf allen Kontinenten der Welt. Warum der ganze Aufwand und die ganze Plackerei? Nun, ich habe ein grosses Ziel vor Augen. Die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio! Schon als kleiner Badmintonknirps war Olympia mein grosser Traum. Nach dem Sportgymnasium in Liestal habe ich mich entschieden, meinen Traum zum Ziel zu erklären.

Jetzt stecke ich mitten im Qualifikationsprozess. Dieser hat im Mai 2019 begonnen und dauert genau 52 Wochen bis April 2020. In dieser Zeit gilt es, so viele Weltranglistenpunkte wie möglich zu sammeln.

Es qualifizieren sich nur 38 Athleten im Herreneinzel. Dafür wird die Weltrangliste zum Stichtag, dem 30. April 2020, herangezogen. Da pro Land nie mehr als zwei Athleten startberechtigt sind, wird die Weltrangliste «bereinigt». Als Folge muss ich ungefähr in den Top 75 der Welt stehen, um in Tokio dabei zu sein. Deshalb kämpfe ich in den kommenden Monaten auf der ganzen Welt um die wichtigen Ranglistenpunkte. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen hier in der Zeitung mit euch zu teilen.

Hürdenläufer Jason Joseph, Hochspringerin Salome Lang, Fechterin Laura Stähli und Badminton-Spieler Christian Kirchmayr (v.l.n.r.) stehen auf der Mittleren Brücke in Basel. In 300 Tagen wollen sie als Teilnehmer der Olympischen Spiele in Tokio für ein Bild posieren. Doch noch liegt ein steiniger Weg vor ihnen.   

Hürdenläufer Jason Joseph, Hochspringerin Salome Lang, Fechterin Laura Stähli und Badminton-Spieler Christian Kirchmayr (v.l.n.r.) stehen auf der Mittleren Brücke in Basel. In 300 Tagen wollen sie als Teilnehmer der Olympischen Spiele in Tokio für ein Bild posieren. Doch noch liegt ein steiniger Weg vor ihnen.   

Kenneth Nars

Aktuelle Nachrichten