Eishockey
Basel Sharks nach Fehlstart mit der dritten Niederlage in vier Spielen

Der EHC Basel kommt im NLB-Eishockey derzeit nicht voran. Der Grund für die zweite Niederlage in Folge liegt beim veritablen Fehlstart mit einem entscheidenden 0:4-Rückstand nach dem ersten Drittel. Langenthal nützte Basels Fehler brutal aus.

Daniel Monnin
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Dino Stecher im Einsatz.Bieri

Dino Stecher im Einsatz.Bieri

Marcel Bieri

Vier Spiele, drei Niederlagen: Der EHC Basel steht bereits nach vier Runden dort, wo man eigentlich nicht hin wollte – am Tabellenende. Das wurmt nicht nur die Spieler, das passt auch Trainer Dino Stecher ganz und gar nicht ins Konzept. Erstmals in dieser Saison war Basel seinem Gegner klar unterlegen, zumindest zu Beginn. Und das war entscheidend. Denn das Spiel in Langenthal war für die Basler vorbei, ehe es richtig begonnen hatte – die 0:4-Hypothek nach einem schwachen Startdrittel wog tonnenschwer und das Sündenregister der Basler war bereits nach 20 Minuten prall gefüllt.

Basel im Startdrittel überfordert

Ein Langenthaler Doppelschlag innert 13 Sekunden nach drei Spielminuten, drei Basler Strafen innert 73 Sekunden und das 0:4 in doppelter Unterzahl, fehlende Zuordnung vor dem Tor und generell im eigenen Drittel, zu viel offenes Eis für die Langenthaler Angreifer, die schnörkellos und direkt in die Tiefe spielten, zu wenig Aggressivität in den Zweikämpfen, die zu 90 Prozent von den Oberaargauern dominiert wurden. Langenthal spielte Basel phasenweise an die Wand, schoss doppelt so viel auf den untadeligen Urban Leimbacher, Basel begann erst gegen Ende des ersten Drittels – beim Stande von 0:4 – sich zu lösen und selber Torchancen zu kreieren.

Erneute Strafen – gleich zwei zur gleichen Zeit – machten aus dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer nach einer feinen Einzelleistung von Pascal Wittwer reine Makulatur, zumal auch das Basler Powerplay keine Tore zustande brachte. Basel kam zwar immer mehr auf, doch das lag nur bedingt an einer Leistungssteigerung, sondern mehr an Langenthal, das den komfortablen Vorsprung zu verwalten begann.

Stecher fordert Geduld

Für Basel-Trainer Dino Stecher geht die Welt nicht unter, er versucht die positiven Sachen hervorzuheben, die Korrekturen, welche die Mannschaft nach dem kapitalen Fehlstart aufs Eis gebracht hat: «Am Anfang haben wir dem Spiel nur zugeschaut, standen zu weit weg, haben die Checks nicht fertig gemacht – und dann war alles schon fast vorbei.» Langenthals Verteidiger-Oldie Noel Guyaz, einer der besten Oberaargauer und zweifacher Torschütze unterstrich, wie wichtig der fulminante Start gewesen war. «Damit fiel uns einiges viel einfacher, auch wenn wir uns danach nicht mehr immer 100prozentig an den Gameplan gehalten haben.»

Stecher appelliert vor dem Heimspiel gegen Ajoie am Dienstag an die Geduld, auch die der Spieler, denn «die halbe Mannschaft ist neu, das Ganze muss zusammenwachsen; nicht nur das Spielsystem, auch das Team muss sich finden.» Gefordert ist eine klare Steigerung in Sachen Disziplin. Die Basler kassierten erneut zu viele Strafen und erhielten prompt drei Powerplay-Tore. Auch wenn sich Stecher mal einen krachenden Check wünschen würde, «mit dem wir dem Gegner zeigen, wer wir sind.»

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