Handball Frauen
ATV/KV Basel erspielten unnötige Niederlage gegen die Aufsteigerinnen

Am Sonntag, 13. September 2015, stand für den ATV/KV Basel das zweite Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Gegen die Zürcherinnen verfiel das Team vom Rheinknie in einen Trott und musste sich 26:28 geschlagen geben.

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Die Spielerinnen des ATV/KV Basel konnten dem Druck der Gegnerinnen aus Zürich nicht standhalten.

Die Spielerinnen des ATV/KV Basel konnten dem Druck der Gegnerinnen aus Zürich nicht standhalten.

Uwe Zinke

Nach dem insgesamt nicht schlechten Spiel beim Double-Gewinner in Zug reiste man mit einem gewissen Optimismus zum Aufsteiger nach Zürich. GC Ami verlor ihr Startspiel ähnlich wie Basel mit 10 Toren Differenz gegen den LC Brühl. GC ist eine junge Mannschaft mit relativ wenig Erfahrung, sie spielt aber mit einer tollen Einstellung und grossem Kampfgeist.

Obwohl die Gäste vom Rheinknie genau Bescheid wussten über die Stärken und Schwächen von Ami, ging man das Spiel zu lasch an und handelte sich in den ersten zehn Minuten bereits einen Vier–Tore–Rückstand ein (7:3).

Ein Unentschieden wieder verspielt

Nach einem Timeout und Weckruf der Trainer wurde das Spiel vor allem in der Defensive besser und die Baslerinnen konnten in den nächsten zehn Minuten zum 10:10 ausgleichen. Vor allem die junge Cathi Csebits konnte sich in dieser Phase auszeichnen, obwohl sie krankheitsbedingt die ganze Woche kein Training besuchen konnte. Leider verfielen die Baslerinnen wieder in den Anfangstrott und Ami schaffte es mit grossem Einsatz und aufopferungsvoller Defensivarbeit, das Spiel wieder auf ihre Seite zu ziehen.

Auf Halbzeitpause folgte Höhenflug

Über ein 16:11 (27. Minute) konnte man mit 17:13 in die Halbzeitpause gehen. In der Halbzeitpause gab es mit Sicherheit ein paar mahnende Worte der Trainer. Auf jeden Fall begann ab der 31. Minute die beste Phase der Baslerinnen. Vor allem in der Defensive wusste man jetzt besser zu gefallen und vorne wurden die Chancen besser ausgenützt.

So kam man in der 42. Minute zum Gleichstand von 19:19. Aber es kam noch besser für den ATV/KV Basel. Unterstützt von der wiederum sehr gut haltenden Marion Ort schafften es die Gäste aus Basel, in der 48. Minute mit 21:23 erstmals mit zwei Toren in Führung zu gehen.

Amicitia liess nicht locker

Aber anstatt weiter so zu spielen, aggressiv in der Verteidigung zu arbeiten, verfiel Basel wieder in den Anfangstrott und liess Ami aufkommen. Die weiterhin beherzt kämpfenden Zürcherinnen bekamen das Spiel wieder in den Griff und witterten die Chance, das Spiel nochmals wenden zu können.

Die Baslerinnen bekamen keinen Zugriff mehr auf Nötzli, Decurtins und Wick und diese drei Spielerinnen nutzten die sich ihnen bietenden Chancen resolut. So kam Ami in der 54. Minute zum 25:25–Ausgleich. Und während sich die Zürcherinnen in einen kleinen Spielrausch steigerten, verfiel das Basler Gefüge immer mehr in seine Einzelteile. So konnte Ami das Spiel mit 28:26 für sich entscheiden, was aufgrund der Einsatzbereitschaft und ihres Kampfgeistes auch nicht unverdient war.

Matchtelegramm

GC Amicitia ZH - ATV/KV Basel 28:26 (17:13)
Saalsporthalle Zürich. – 150 Zuschauer. – Schiedsrichter Bernet/Wick.

Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen GC; 7 mal 2 Minuten gegen Basel

GC Amicitia: Leuenberger/Pöcze (Torhüter); Wick (6/4), Müller (2), Näf (1), Hälg, Dormann, Ehrler 3, Laszlo, Decurtins (6), Beck (2), Schadegg, Kuc (4), Nötzli (4)

ATV-KV Basel: Ort (Torhüter); Csebits (10/6), Pelka (2), Scherb (2), Nyffenegger, Carmine (5), Ebi, Estermann, Zamorano, Waldis, Bachmann (7/3), Senn, Schluchter

Bemerkungen: GC Ami komplett, Basel ohne Abbrederis, Hegemann, Mezei, Puskar (verletzt), Milijkovic, Rösler (abwesend). Basel verschiesst 1 Penalty!

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