Eishockey
Am Tag von FCB - GC zieht sogar Eishockey in Basel

Das erste Länderspiel in Basel seit sieben Jahren war für die Organisatoren ein voller Erfolg. 4126 Fans jubelten den Eisgenossen in der St.-Jakob-Arena zu.

Dean Fuss
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Beim Comeback der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft in der Basler St. Jakob-Arena sorgten 4126 Zuschauer für gute Stimmung.Keystone

Beim Comeback der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft in der Basler St. Jakob-Arena sorgten 4126 Zuschauer für gute Stimmung.Keystone

Keystone

Ein zufriedenes Lächeln huscht über das Gesicht der Basler Eishockey-Legende Pio Parolini. Soeben hat er die offizielle Zuschauerzahl des Eishockey-Testspiels der Schweizer Nationalmannschaft gegen Tschechien (1:2) erfahren. 4126 Personen sind an diesem frühen Sonntagnachmittag in die Basler St. Jakob-Arena gekommen.

Mit so viel hatte man bei den Organisatoren von Swiss Ice Hockey und dem lokalen Organisationskomitee um OK-Präsident Parolini nicht gerechnet. In Basel zieht Eishockey nicht mehr so wie früher. Der EHC Basel verzeichnete in der vergangenen Saison in der NLB im Schnitt gerade einmal 1381 Zuschauer. Das hatte früher noch ganz anders ausgeshen: 16 500 Zuschauer hatten 1939 den EM-Final zwischen der Schweiz und der Tschechoslowakei auf der St. Margerethen zum Spektakel gemacht. Doch das ist lange her. Im Februar 2007 hatten im Rahmen des damals zum letzten Mal in der St. Jakob-Arena ausgetragenen Skoda Cups vor 2000 bis 3000 Zuschauern die letzten drei Länderspiele der Schweiz in Basel stattgefunden – bis gestern.

2500 bis 3000 Zuschauern hatte der ehemalige EHC-Basel-Star Parolini aufgrund all dieser Vorzeichen im Vorfeld des Spiels erwartet. Entsprechend erfreut zeigte er sich von der würdigen Kulisse, die die 4126 Zuschauer gestern boten: «Ich bin natürlich sehr zufrieden», sagt er.

In dasselbe Horn bläst auch der Nationalmannschaftsverantwortliche Peter Lüthi. «Wir waren auch in den vergangenen sieben Jahren an Spielen in Basel interessiert.» Aus verschiedensten Gründen sei das Comeback Basels als Länderspielort aber immer wieder hinausgeschoben worden. «Am nötigen Goodwill hat es in Basel nie gefehlt», sagt Lüthi.

Dass es ausgerechnet gestern klappte, ist insofern überraschend, als kurz nach Spielschluss auf dem Eis der Super-League-Spitzenkampf im benachbarten St. Jakob-Park angepfiffen wurde. «Als wir das Spiel planten, ist das noch nicht festgestanden», sagt Lüthi. Weil sich aber die Anspielzeiten um 13.30 Uhr (Eishockey) und 16 Uhr (Basel-GC) nicht gegenseitig konkurrierten, sei das kein Problem gewesen.

Die moderne St. Jakob-Arena bietet der Nationalmannschaft für ihre Tests eine gute Infrstruktur. «Das ist perfekt und geht gar nicht besser», sagt Lüthi. Komme hinzu, dass sich Basel durch seine Lage im Dreiländereck vor allem auch für Tests gegen Frankreich und Deutschland anerbieten würde.

Das Basler OK hat Lust auf mehr

Auch Andres Ambühl, der gestern als Captain amtete, zeigte sich überrascht: «Wir haben nicht mit so vielen Zuschauern gerechnet, auch weil kurz nach unserem Spiel noch Basel gegen GC auf dem Programm stand. Das war eine super Kulisse.» Aus sportlicher Hinsicht mag der Test mit der 1:2-Niederlage misslungen sein, doch für das Comeback Basels als Länderspielort war es ein voller Erfolg. Wann die Eisgenossen wieder auf dem Basler Eis auflaufen werden, steht noch nicht fest, wie OK-Präsident Parolini sagt. Aber: «Wir sind definitiv auf den Geschmack gekommen.» Ganz im Sinne des Verbandes scheinen die Basler also Lust auf weitere Länderspiele zu haben.

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