Eishockey

Ausländer rein - Schweizer raus?

Sven Leuenberger hat genug von den explodierenden Lohnkosten.

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Sven Leuenberger hat genug von den explodierenden Lohnkosten.

Die Schweizer Eishockeyvereine drohen an den explodierenden Lohnkosten für ihre Spieler zu ersticken. Nun fordert der SCB und ZSC eine Revolution.

Die Lohnkosten in obersten Schweizer Eishockey-Liga explodieren. Die Folge: Die Einnahmen der Clubs stagnieren und die Augaben steigen in schwindelerregnde Höhen. Geht es nach dem Willen des SC Bern und den ZSC Lions soll damit jetzt Schluss sein.

SCB-Sportchef schlägt im «Blick» eine Reduktion der Liga von 12 auf 10 Teams vor. «Das garantiert Spektakel für die Fans, sportliche Fortschritte bei den Spielern und eine spürbare Entlastung auf dem Transfermarkt.»

Sogar Mittelmass bekommt fürstliches Gehalt

ZSC-Chef Peter Zahner geht noch einen Schritt weiter und will Schweizer Eishockeyaner in Zukunft diskriminieren. «Vielleicht sollte man acht Ausländer einsetzen, um dem Druck von Schweizer Spielern und deren Agenten wirksam zu begegnen.» Zahner ist sich jedoch bewusst, dass dies für das Schweizer Eishockey eine Katastrophe wäre.

Hintergrund der Debatte sind die explodierenden Löhne bei den Clubs. Da die Breite nicht vorhanden ist, um zwölf Teams mit guten Spielern auszustatten, steigen nicht nur die Preise für Ausländer und Schweizer-Topspieler sondern auch mittelmässige Spieler erhalten ein fürstliches Gehalt.

Servette-Trainer Chris McSorley denkt hingegen an eine Lohnobergrenze, wie in der NHL, um das Problem lösen zu können. «Dann müssen wir haushalten und erzielen damit die erwünschte Chancengleichheit. Den besten Job der Liga machen im Moment die SCL Tigers. Da wird jeder Franken zweimal umgedreht - und trotzdem stimmen die Leistungen.» (muv)

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