Match for Africa
Auf dem Floss und im Hallenstadion: King Roger und Murray schwitzen für die Kinder in Afrika

Roger Federer und Andy Murray verzücken das Publikum am "Match for Africa 3" im ausverkauften Zürcher Hallenstadion und spielen 1,4 Millionen Franken für Kinder in Afrika ein. Bereits am Mittag versüsst der Baselbieter in Zürich Tausenden mit einem Schaukampf die Mittagspause.

Simon Häring
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Ein gut gelaunter Roger Federer am «Match for Africa» in Zürich.
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Der Maestro duelliert sich im Hallenstadion mit Andy Murray – alles für einen guten Zweck.
Es ist bereits Federers dritter Einsatz, um Geld für Kinder in Afrika zu sammeln.
Hier läuft der Tennis-Star unter tosendem Applaus ins Hallenstadion ein.
Blick ins gut besuchte Zürcher Hallenstadion.
Der Maestro auf dem Court.
Die aktuelle Nummer 1 auf der Weltrangliste, Andy Murray.
«Match for Africa» 2017 – Roger Federer und Andy Murray duellieren sich im Hallenstadion

Ein gut gelaunter Roger Federer am «Match for Africa» in Zürich.

Keystone

Bereits kurz vor Mittag greift in Zürich die Federer-Manie um sich. Tausende säumen das Ufer der Limmat. Dann, um 11.35 Uhr und damit anderthalb Stunden später als ursprünglich geplant, fahren Federer (35) und sein Gast Andy Murray (29) im Motorboot zum Floss, eskortiert von der Seepolizei. Eine halbe Stunde lang spielen sie sich auf der wackligen Unterlage Bälle zu.

Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
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Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Roger Federer und Andy Murray spielen sich auf einem Floss auf der Limmat Bälle zu.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.
Roger Federer und Andy Murray spielen sich auf einem Floss auf der Limmat Bälle zu.
Roger Federer und Andy Murray spielen sich auf einem Floss auf der Limmat Bälle zu.
Roger Federer und Andy Murray spielen sich auf einem Floss auf der Limmat Bälle zu.
Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch.
Roger Federer und Andy Murray spielen sich auf einem Floss auf der Limmat Bälle zu.
Roger Federer und Andy Murray spielen sich auf einem Floss auf der Limmat Bälle zu.
Roger Federer spielt heute zum dritten Mal für die Kinder Afrikas.
Um 11.45 spielen sich Roger Fededer und Andy Murray auf einem Floss auf der Limmat in Zürich Bälle zu.
Gegner und Freunde: Am 10. April 2017 treten Andy Murray und Roger Federer zur Exhibition "Match for Africa 3" an
Um 11.45 spielen sich Roger Fededer und Andy Murray auf einem Floss auf der Limmat in Zürich Bälle zu.
Um 11.45 spielen sich Roger Fededer und Andy Murray auf einem Floss auf der Limmat in Zürich Bälle zu.
Die Zuschauer säumen das Limmat-Ufer.
Die Limmat ist von Zuschauern umsäumt.

Andy Murray und Roger Federer mit Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch auf dem Weg zum Floss, wo das Spiel stattfindet.

ENNIO LEANZA

Studenten, Schulklassen und Bankangestellte geniessen das prächtige Wetter und die Darbietung zur Mittagspause, bei der Federer, schlicht in Jeans gekleidet, mehrmals seinen Schlag zwischen den Beinen hindurch zelebriert. Eine Gruppe Junger nähert sich dem Geschehen in einem Tretboot und wirft Federer nicht nur die zahlreichen Bälle, die im Wasser landen, wieder zu, sondern auch ein T-Shirt, das der Baselbieter für Philipp, einen 10-jährigen Schüler signiert. Auf einem Begleitboot rücken die aufgebotenen Fotografen Bilder vom Schauspiel, über den Köpfen filmt eine Drohne die perfekt inszenierte Federer-Darbietung. Sein Gast Andy Murray war für die dritte Auflage des Match for Africa am frühen Morgen mit seinem ganzen Trainerteam im Privatjet aus Nizza nach Zürich geflogen.

Am Nachmittag machten sich Federer und Murray mit dem Belag im Hallenstadion vertraut und posierten mit den Balljungen für Erinnerungsfotos. Manager Tony Godsick ist da, auch Federers Mutter Lynette gibt Auskunft. Sie, die das Reden sonst lieber anderen überlässt. All das zeigt, wie wichtig Federer dieser Einsatz für seine Stiftung ist, die sich seit 13 Jahren mit Bildungsprojekten in den ärmsten Regionen des südlichen Afrikas einsetzt. «Afrika ist meine zweite Heimat und bedeutet mir sehr viel», sagt Federer, der als Kind seine Ferien in Afrika verbracht hat.

Noch grösser ist die Bühne am Abend. Trotz stolzer Ticketpreise von bis zu 300 Franken ist das Hallenstadion restlos ausverkauft. Unter tosendem Applaus und in Nebelschwaden gehüllt, läuft erst Federer ein. Dann wird der Norman Brookes Challenge Cup, die Trophäe der Australian Open, noch einmal an Federer übergeben, bevor Andy Murray einmarschiert. Dann dominieren heisse Rhythmen, Trommelwirbel, exotische Tänze und traditionelle Instrumente. Aus Südafrika angereist ist der Kinderzirkus Zip Zap. Eine Lichtschau, Jongleure, Clowns und Akrobaten in der Luft und am Boden sorgen für atemberaubende Momente. Jesse Ritch (25), dessen Vater aus dem Kongo stammt, präsentiert an diesem Abend seinen neuen Song «Good Side of Life». Das passende Motto für einen Abend im Zeichen der Kinder Afrikas.

Unter den zahlreichen prominenten Gästen aus Gesellschaft, Sport, Kultur und Wirtschaft sind auch Breel Embolo, Michael Lang und Beat Feuz. Passend ist auch Federers Gast: Andy Murray, die Nummer 1 der Welt. Wie Federer setzt sich der Schotte, der zu Dudelsackmusik einmarschiert, für Kinder ein, unter anderem für die Unicef. «Seit ich selber Vater bin, ist das noch wichtiger geworden.» Für einmal heisst es nicht Federer gegen Murray, sondern Federer und Murray. Gemeinsam für Afrika. Das Resultat – Federer gewinnt 6:3, 7:6 – wird zur Nebensache. Mit den 1,4 Millionen Franken, die der gestrige Abend in die Kassen spült, hat Federer bereits über 30 Millionen Franken für seine Stiftung gesammelt.

In diesem Tempo soll es weitergehen. Bereits am 29. April, mitten in einer zweimonatigen Pause, absolviert Federer in Seattle, USA, einen nächsten Schaukampf. Und am 7. November heisst es in Glasgow: Federer und Murray. Dann für die Stiftung des Schotten.