Super League

Auch als feststehender Meister hungrig: Die Young Boys bleiben hartnäckig

«Ich bin dankbar für das Vertrauen, das YB mir entgegengebracht hat.» - Gerardo Seoane, YB-Trainer.

YB steht seit dem 0:0 von Basel gegen GC als Meister fest, für die Young Boys ist das aber kein Grund, nicht mehr abzuliefern. In der 29. Runde der Super League gelingt dem Team von Trainer Gerardo Seoane gegen den FC Zürich der 25. Sieg in dieser Saison.

Kurz vor dem Ende wurde es auf der YB-Reservebank so richtig unruhig. Die Meister-Shirts wurden herumgereicht und bald standen alle, die nicht oder nicht mehr auf dem Rasen waren, in diesen schwarzen Trikots mit der Rückennummer 13 da und warteten auf den Schlusspfiff.

Gefeiert hatten die Young Boys zwar schon am Abend zuvor, als nach dem 0:0 zwischen dem FC Basel und GC der Gewinn des 13. Meistertitels auch mathematisch feststand, doch jetzt sollte im Zürcher Letzigrund zusammen mit den Tausenden von mitgereisten Bernern so richtig die Post abgehen.

Und dann natürlich später im Stade de Suisse und in der Stadt. Fast während der gesamten Spielzeit hatten die YB-Fans mit Pyros gefeiert und zwischenzeitlich für einen kurzen Spielunterbruch gesorgt.

Überragende Mentalität

«Wir haben uns auf der Fahrt nach Zürich geschworen, zu kämpfen und eine gute Leistung zu zeigen. Das ist uns gelungen», sagte Captain Steve von Bergen, der am Ende der Saison seine Fussballschuhe an den Nagel hängt.

Obwohl sie am Samstagabend gewiss noch das eine oder andere Bierchen zu sich genommen hatten, lieferten die Young Boys erneut einen Nachweis ihrer überragenden Mentalität und kamen in der 29. Runde zum 25. Sieg.

Zu einem hochverdienten 1:0 nach einem Tor von Jean-Pierre Nsame elf Minuten vor Schluss. «Dieses Tor reflektiert diese Saison. Wir sind immer hartnäckig und hungrig geblieben», sagte Seoane. «Ich bin glücklich und dankbar für das Vertrauen, das YB mir entgegengebracht hat.»

Rekord für YB

Noch nie seit der Gründung der Super League 2003 ist eine Mannschaft so früh Meister geworden. Drei bemerkenswerte Fakten: Die Berner holten bisher 78 Punkte, Zürich und St. Gallen zusammen gerade einmal 70!

Ihre Tordifferenz (plus 52) entspricht exakt der Anzahl erzielter Tore des FC Basel. Und nach einem 0:0 am 19. August 2017 gegen den FCZ starteten sie eine Rekordserie: In mittlerweile 60 Ligaspielen in Folge haben sie immer mindestens ein Tor erzielt.

«Die Bestätigung eines Titels ist schwieriger, als ihn zu gewinnen», sagte Sportchef Christoph Spycher. «Die Art und Weise, wie wir diese Saison durchgezogen haben, macht mich stolz», sagte der Baumeister der YB-Erfolge.

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