Den Organisatoren der WM in Paris und Köln ist punkto Maskottchen ein echter Coup gelungen. Mit Asterix und Obelix konnte man zwei der bekanntesten Comic-Figuren zu Werbezwecken verpflichten. Die populären Charaktere verfehlen ihre Wirkung bei den Zuschauern in den Arenen nur selten. Die bekanntesten Figuren der berühmten Comic-Serie lassen sich auch vortrefflich auf das Schweizer Team übertragen. Hier eine kleine Rollenverteilung:

Andres Ambühl als Asterix: Klein, flink, schnell, kämpferisch. Tritt dann, wenn er so richtig in Fahrt ist, so auf, als hätte er eben eine Dosis Zaubertrank zu sich genommen – wie der Comic-Held.

Reto Schäppi als Obelix: Zugegebenermassen ein etwas unvorteilhafter Vergleich. Aber: Schäppi ist der grösste und schwerste Spieler im Schweizer Kader – und sicher auch einer der kräftigsten. Ob er auch Hinkelsteine transportiert, ist leider nicht bekannt.

Schäppi ist der grösste und schwerste Spieler im Schweizer Kader.

Schäppi ist der grösste und schwerste Spieler im Schweizer Kader.

Raphael Diaz als Majestix: Der Häuptling der Schweizer Nationalmannschaft ist natürlich der Captain. Im Unterschied zu seinem gallischen Amtskollegen wird er nicht auf einem Schild herumgetragen. Und Angst, dass ihm der Himmel auf den Kopf fallen könnte, hat Diaz dem Vernehmen nach auch nicht.

Damien Brunner als Troubadix: Der Mann mit der Leier, der gerne falsch singt und an den Feierlichkeiten im gallischen Dorf immer gefesselt und geknebelt zuschauen muss, ist so etwas wie das verkannte Genie – wie Damien Brunner. Auch ihm will in der letzten Zeit nichts mehr so richtig gelingen.

Saul Miller als Miraculix: Der inzwischen berühmte Mentaltrainer, der im Vorfeld der WM auch in den Reihen der Schweizer Nati wirken durfte, ist unser Druide. Ob sein Zaubertrank den Eisgenossen ebenso hilft wie den Comic-Protagonisten? Der Beweis steht noch aus.

Saul Miller: Der inzwischen berühmte Mentaltrainer ist unser Druide.

Saul Miller: Der inzwischen berühmte Mentaltrainer ist unser Druide.

Jonas Hiller als Methusalix: Der Goalie ist der älteste Spieler der Schweizer Nati. Braucht zum Glück noch keine Krücke, hat dafür aber einen Goaliestock. Neigt aber – im Gegensatz zu seinem Alter Ego bei Asterix – nicht zum Jähzorn.

Thomas Rüfenacht als Automatix: Der Berner Provokateur vom Dienst eignet sich bestens als Verkörperung des Dorfschmieds, der als Mann fürs Grobe gilt und einer Auseinandersetzung nur selten aus dem Weg geht.

Patrick Fischer als Verleihnix: Der Schweizer Headcoach passt schon nur wegen seines Namens hervorragend zum Fischer, dessen Ware das Ablaufdatum permanent überschritten hat. Ist von seinem Temperament her aber etwas zurückhaltender und wirft nicht mit (alten) Fischen um sich.

Klar ist: Wenn die Schweizer an der WM nur mit einem Bruchteil der Kampfeslust der unbeugsamen Gallier zu Werke gehen, dann werden sie die Römer, pardon, die Gegner, reihenweise besiegen.