Fussball
Afghanischer Nationaltrainer: «Hier bin ich ein Ungläubiger»

Der Kroate Petar Segrt hat den vielleicht gefährlichsten Job im Fussball: Er ist Trainer der afghanischen Nationalmannschaft.

Markus Brütsch, Kressbronn
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Am Bodensee findet Petar Segrt nach stressigen Wochen die Ruhe, um Kraft für die nächste heikle Mission zu schöpfen.

Am Bodensee findet Petar Segrt nach stressigen Wochen die Ruhe, um Kraft für die nächste heikle Mission zu schöpfen.

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Vor einer Woche ist Petar Segrt nach Kabul geflogen. Eingeladen von Aschraf Ghani. Der Staatschef von Afghanistan wollte die Nationalmannschaft und ihren Trainer dafür ehren, dass sie sechs Spiele in Folge gewonnen hatte und nun erstmals die Chance hat, sich für die Asienmeisterschaft zu qualifizieren.

Die Feier fiel aus. Ein Anschlag der Taliban auf ein Gebäude des Sicherheitsdienstes hatte ein Blutbad angerichtet. «Es geschah nur drei Kilometer von unserem Hotel entfernt», erzählt Segrt. «Das Hotel hat gewackelt. Es gab eine fürchterliche Druckwelle.»

Inzwischen ist der 49-jährige wieder zurück in Europa und verbringt ein paar Tage bei seiner Freundin in Bosnien: Ausruhen und abschalten. Seit Segrt am 1. November 2015 Afghanistan, die Nummer 147 der Fifa-Weltrangliste, übernommen hat, ist sein Leben eines auf der Rasierklinge. Der Afghane Yousouf Karger, einer seiner Vorgänger, war lebensgefährlich abgestochen worden. Auch für Segrt ist es schon sehr bedrohlich geworden.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani wollte Petar Segrt und seiner Mannschaft persönlich gratulieren. Zum Treffen kam es jedoch nie - Taliban sei dank.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani wollte Petar Segrt und seiner Mannschaft persönlich gratulieren. Zum Treffen kam es jedoch nie - Taliban sei dank.

Keystone

Aufgewachsen in Calw in Baden-Württemberg war der Kroate ein mässiger Kicker und setzte früh auf den Job als Trainer. Seit 1983 hat er für Calw, Bochum, Duisburg, Waldhof, Leoben, Ried, den Wiener Sportklub, den georgischen Verband sowie für Klubs in Indonesien und Bosnien gearbeitet. Als Chef-, Assistenz oder Jugendtrainer. Wäre es nach Jogi Löw und Oliver Bierhoff gegangen, wäre Segrt 2009 U21-Nationalcoach Deutschlands geworden. Der damalige DFB-Direktor Matthias Sammer verhinderte die Berufung.

In Georgien hat Segrt erlebt, wie Präsident Micheil Saakaschwili einen Krieg mit den Russen provozierte. An einer Demonstration in Tiflis sprach Segrt zu 200 000 Menschen. Spieler haben die Rede auf Youtube hochgeladen.

Segrt ist ein guter Erzähler. Das Interview in Kressbronn hat beinahe fünf Stunden gedauert. Im Folgenden bringt die «Schweiz am Sonntag» ein Protokoll davon mit spannenden und auch ganz persönlichen Aussagen des weit gereisten Fussballtrainers. Petar Segrt über...

...seine Entscheidung für Kabul

«Als ich Ende Oktober in Kabul ankam, wollte ich gleich wieder umdrehen. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel sah ich Sandsäcke, Bunker und Maschinengewehre. Ich fragte mich: Was machst du jetzt für einen Blödsinn? Fast alle aus meiner Familie und Freunde hatten mich gefragt, ob ich lebensmüde sei. Bevor ich nach Kabul abflog, habe ich Löw angerufen. Er sagte: Um Gotteswillen, wo gehst du hin?

Alles andere als sicher: Die neue Heimat von Petar Segrt.

Alles andere als sicher: Die neue Heimat von Petar Segrt.

KEYSTONE/AP/MASSOUD HOSSAINI

Aber ich musste und wollte etwas tun. Nachdem ich aus Indonesien zurückgekehrt war, hatte ich nirgendwo eine Chance erhalten, als Trainer zu arbeiten. Anderthalb Jahre lang habe ich in Kressbronn am Bodensee darauf gewartet, habe mir auch in der Schweiz immer wieder Spiele angeschaut und gehofft, es könnte sich etwas ergeben. Ich habe keinen grossen Namen — und plötzlich bekam ich mit Afghanistan noch einmal eine Chance, mich auf internationaler Ebene zu beweisen. Ich bin bald 50 und nie ein grosser Spieler gewesen. Dass ich dann am 1. November den Vertrag unterschrieb, dafür waren jedoch vor allem auch die Menschen in Kabul verantwortlich. Ich wurde herzlichst empfangen. Viele wollten Autogramme, Kinder kamen und sagten: Spiel mir mal einen Ball zu.»

...das Risiko in Kabul zu leben

«Ich möchte mit Politik nichts zu tun haben, einfach nur Trainer sein. Ich hoffe, dass ich von den Politikern nicht benutzt werde. Wenn die Taliban mich wirklich töten oder entführen wollen, dann werden sie es tun. Ich erwähne ihren Namen nicht und rede nicht über sie. Bis jetzt bin ich noch nie ausserhalb von Kabul gewesen. Ich bin immer mit zwei Bodyguards unterwegs. Wir haben keine festen Zeiten und Routen und benützen einen gepanzerten Wagen. Aber ich weiss: Niemand kann sich in diesem Land vor den Terroristen schützen. Wer das glaubt, ist ein Narr.»

...den Islam

«Ich respektiere den Islam. Ich bin in einem muslimischen Land ein Ungläubiger. Ich habe in Indonesien das Leben der Muslime und ihre Kultur kennen gelernt. 2012 habe ich mit ihnen gefastet. Es war auf Bali, wo ich Trainer war. 40 Grad, kein Tropfen Wasser. Eine Tortur. Seither habe ich alle Achtung vor den Fastenden. Der muslimische Glaube ist im Prinzip friedlich. Was die Leute draus machen, das ist das Problem. Wenn meine Spieler das Training unterbrechen, um zu beten, ist das für mich in Ordnung. Ich kenne das aus drei Jahren Indonesien nicht anders.»

Petar Segrt: «Ich respektiere den Islam. Ich bin in einem muslimischen Land ein Ungläubiger. Ich habe in Indonesien das Leben der Muslime und ihre Kultur kennen gelernt. 2012 habe ich mit ihnen gefastet. Es war auf Bali, wo ich Trainer war. 40 Grad, kein Tropfen Wasser. Eine Tortur.»

Petar Segrt: «Ich respektiere den Islam. Ich bin in einem muslimischen Land ein Ungläubiger. Ich habe in Indonesien das Leben der Muslime und ihre Kultur kennen gelernt. 2012 habe ich mit ihnen gefastet. Es war auf Bali, wo ich Trainer war. 40 Grad, kein Tropfen Wasser. Eine Tortur.»

Hanspeter Bärtschi

...den afghanischen Fussball

«Afghanistans grösste Qualität ist der Stolz. Wenn du die Leute auf der Strasse siehst, tragen sie vielleicht nicht die teuersten Kleider, aber sie gehen immer aufrecht. Die Schnelligkeit, die Technik, die Aggressivität und der Stolz sind die Stärken der afghanischen Fussballer. Das Trainieren am Leistungslimit und die Physis ihre Schwächen.

Über die Bedingungen am Verbandssitz in Kabul kann ich nicht klagen. Es gibt ein kleines Stadion für 10 000 Zuschauer, Kunstrasenplätze, eine Halle, einen Fitnessraum und eine Sauna. Derzeit wird eine Akademie gebaut. Alles ist in einem Komplex. Aus Sicherheitsgründen gibt es keinen Meisterschaftsbetrieb. Die Premier-League-Saison dauert nur vier Wochen und wird in Kabul in Turnierform ausgetragen.

Cricket wird in Afghanistan, im Gegensatz zum Fussball, mit Millionen vom Staat unterstützt.

Cricket wird in Afghanistan, im Gegensatz zum Fussball, mit Millionen vom Staat unterstützt.

KEYSTONE/AP/Pawan Sharma

Ich habe einen Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen und einen Georgier und einen Montenegriner in meinen Staff aufgenommen. Wir bekommen keine Bundesligagehälter. Es geht für mich auch nicht ums Geld. Ich war weg, jetzt habe ich eine Chance. Bezahlt werde ich regelmässig. Doch als wir nach dem Spiel in Japan in den Iran flogen, haben wir 25 Stunden dafür gebraucht. Weil wir die billigsten Flüge nehmen mussten. Cricket, die zweite Hauptsportart, wird mit Millionen unterstützt. Der Staatspräsident ist ein totaler Cricket-Fan.»

...die Nationalmannschaft

«Siebzehn der 27 Spieler kommen aus Europa und zehn aus Afghanistan. Die meisten Spieler sprechen deutsch und englisch. Die Europäer sind die absoluten Leistungsträger. Auch wenn sie in kleinen Vereinen wie Saarbrücken oder Aschaffenburg spielen. Aber sie haben den Spielrhythmus. Es gab Gruppenbildungen zwischen den Spielern, die aus dem Ausland kamen und solchen aus Afghanistan. Im Training haben sie einander den Ball nicht gegeben und sich sogar absichtlich verletzt. Ich musste ihnen zuerst einmal beibringen, was ein Team ist. Ich gebe allen afghanischen Spielern eine Chance, mich zu überzeugen. Dies war bisher nicht der Fall. Am Anfang habe ich nur die Söhne von den Ministern gesehen. Es kommen Spieler aus den entferntesten Regionen, um vorzuspielen. Sie riskieren dabei ihr Leben.

Die afghanische Nationalmannschaft trägt ihre Länderspiele in Teheran aus.

Die afghanische Nationalmannschaft trägt ihre Länderspiele in Teheran aus.

KEYSTONE

In Kabul hat 2013 letztmals ein Länderspiel stattgefunden. Eigentlich müsste ich nie in dort sein. Das Nationalteam trägt die Trainingslager immer in Katar aus, die Heimspiele in Teheran. Ich glaube aber, ein Nationaltrainer sollte in jenem Land leben, das er trainiert. Ich verbringe den grössten Teil meiner Zeit in Kabul. Doch die Menschen in Afghanistan bekommen ihr Nationalteam nie zu Gesicht.»

...den Besuch auf dem Hausberg

«Ich hatte dem Verbandspräsidenten vorgeschlagen, dass wir die Spieler mal nach Afghanistan holen. Wir mussten es schaffen, die Fans und die Spieler zusammenzubringen. Wir hielten das erste Trainingslager seit langer Zeit in Kabul ab. Jeder Spieler konnte selber entscheiden, ob er das Risiko eingehen und kommen wollte. Es kamen sechs Spieler, die noch nie in ihrem Leben in Kabul gewesen waren und doch schon zwanzig Länderspiele bestritten hatten. Mir war klar, dass es so keine Identifikation geben konnte.

Drachen fliegen über Kabul (Archiv) Drachen fliegen über Kabul (Archiv)

Drachen fliegen über Kabul (Archiv) Drachen fliegen über Kabul (Archiv)

Keystone

Wir organisierten einen Fototermin mit den Fans. Die Sicherheitskräfte und Bodyguards schwitzen Blut. Vom Hausberg Kabuls sieht man über die ganze Stadt. Auf ihm weht eine riesige afghanische Fahne. Jeder wollte mit uns Fotos machen, So etwas hatte es noch nie gegeben. Das Risiko war aber immens. Doch alle Spieler waren mitgekommen, freiwillig. Alle. Es war vielleicht hirnrissig. Aber manchmal muss man im Leben ein Risiko eingehen. Wir waren zwei Stunden auf dem Berg und die Fans vollkommen aus dem Häuschen.»

...seine schrecklichste Nacht

«Die meisten dieser Jungs haben ihre Grosseltern noch nie gesehen. Sie haben mich nach dem Besuch auf dem Berg gefragt, ob sie das Hotel verlassen dürfen, um ihre Verwandten zu besuchen. Ich habe Nein gesagt. Dann habe ich meinen grössten Fehler gemacht und den Spielern die Erlaubnis doch gegeben. Es hat eine halbe Stunde gedauert, da explodierte die Bombe. Direkt neben der spanischen Botschaft, bei der wir eine Stunde zuvor vorbeigefahren waren. Während der ganzen Nacht wurde gekämpft. Es waren die schlimmsten Stunden meines Lebens. Im Hotel wurde der Schutz verzehnfacht. Um drei Uhr morgens war der letzte von zwanzig Spielern im Hotel.

Die ganze Mannschaft erlebte den Terror in Kabul hautnahe mit - es war für Petar Segrt die schlimmste Nacht seines Lebens.

Die ganze Mannschaft erlebte den Terror in Kabul hautnahe mit - es war für Petar Segrt die schlimmste Nacht seines Lebens.

KEYSTONE/AP/RAHMAT GUL

Wir konnten nicht zur Tagesordnung übergehen. Wir alle waren geschockt von dem Terror, den wir hautnah erlebten. Wir haben einen Hodscha in der Mannschaft, einen Priester. Er ist Torhüter. Wir entschieden uns, dass alle Spieler, Trainer und auch die Leibwächter für die Opfer und deren Familien beten. Es war ein brutal emotionaler Moment. Diesen Augenblick wird keiner von uns vergessen.

Ich sagte im Fernsehen, dass wir bei den Südostasienmeisterschaften in Indien für die Opfer spielen werden. Das war die Geburtsstunde der neuen afghanischen Nationalmannschaft. Es war der 11. Dezember 2015.»

...die Südostasienmeisterschaft

«Wir sind nach Katar geflogen, um uns für das Turnier vorzubereiten. Die Verbindung unter uns wurde immer enger. Das erste Spiel gegen Bangladesh haben wir gewonnen. 4:0. Und dann hat es in Kabul angefangen mit dem Public Viewing — in Afghanistan lebensgefährlich. Weil die Restaurants alle voll waren, hatte vor dem Spiel gegen Bhutan einer die Idee gehabt, das Spiel mit einem Beamer an die Wand zu projizieren. Wir haben Bhutan 3:0 besiegt. Dann schlugen wir die Malediven 4:1 und im Halbfinal Sri Lanka 5:0. Wir wussten, was in Kabul und inzwischen im ganzen Land abging und auch, welches Risiko die Menschen beim Public Viewing eingingen. Zehntausende waren zusammengestanden, Männer, Frauen und Kinder — und nichts passierte. Wenn die Taliban gewollt hätten, hätten sie ein Blutbad anrichten können. Aber sie wollten nicht. Es gibt Leute, die sagen, auch sie hätten Fussball geschaut.

Ich erhielt Mails wie: Trainer, wir danken dir, dass du uns für 90 Minuten vergessen lässt, wo wir leben. Das waren Nachrichten, die berühren. Es war unfassbar: Ich hatte mit Afghanistan die ersten sechs Spiele alle gewonnen.»

...einen vereitelten Anschlag

«Leider haben wir dann gegen Gastgeber Indien in der Verlängerung verloren. Der japanische Schiedsrichter pfiff gegen uns. Ich hatte mich nicht mehr unter Kontrolle und musste auf die Tribüne. In Afghanistan wurde ich dafür gefeiert. Sie interpretierten es so: Noch nie hat sich ein Ausländer derart für uns eingesetzt. Und sie haben uns als Champion gefeiert.

Fussball-Euphorie in Afghanistan.

Fussball-Euphorie in Afghanistan.

Keystone

Nach dem Turnier hätten die Spieler eigentlich nach Hause fliegen können, doch alle wollten nach Kabul. Was für ein Zeichen, wie sehr sich die Spieler nun mit dem Land identifizieren! Gegen 30 000 Menschen empfingen uns am Flughafen. Für die Strecke in die Innenstadt braucht man zwanzig Minuten, wir brauchten drei Stunden. Die Strassen waren voll von Fans.
Wir haben dann erst später erfahren, dass der Verbandspräsident einen Anruf erhalten hatte, ein verdächtiges Auto habe sich auf den Weg gemacht und fahre uns hinterher, um uns mit einer Bombe hochgehen zu lassen. Doch die Attentäter missachteten einen Checkpoint und wurden von Sicherheitskräften erschossen. Wir fuhren ins Stadion und wurden dort von den Fans gefeiert. Aber wir werden nun nie mehr in Kabul trainieren. Und schon gar nicht spielen. Welcher Gegner käme auch schon freiwillig hierher?»

...die Perspektiven

«Ich habe jetzt ein halbes Jahr Zeit, neue Spieler zu suchen. Amiri in Hoffenheim wäre einer. Es gib so viele Afghanen in aller Welt. Wo leben diese Jungs? 37 Jahre Bürgerkrieg haben das Land auseinandergerissen. Aber mein Team ist zur Mannschaft des Jahres gewählt worden, mein Captain Faysal zum Sportler des Jahres. Mittlerweile melden sich die Jungs selber. Sogar einer von Anschi Machatschkala hat sich gemeldet. In Iran leben fünf Millionen Afghanen, in Pakistan drei und in der Türkei zwei. Das Potenzial ist extrem. Wir müssen die Länder abklappern, um Flüchtlinge zu finden, die gute Fussballer sind.»

...Akzeptanz und einen Wandel

«Ich habe das Glück gehabt, dank den Siegen von den Leuten akzeptiert zu werden. Aber auch, weil ich immer versuche, auf die Leute zuzugehen. Das kommt in Ländern wie Afghanistan, Georgien und Indonesien gut an. Die Leute nennen mich in Afghanistan inzwischen ‹The man of hope›. Bevor ich meinen Vertrag unterschrieben hatte, habe ich meine Freunde gefragt, ob sie eigentlich je in ihrem Leben mal etwas Positives über Afghanistan vernommen hätten. Niemand. Dann habe ich gesagt: Verdammt noch mal, dann schreiben wir eben mit Fussball mal etwas Positives.

Afghanistan gegen Palästina.

Afghanistan gegen Palästina.

Keystone

Wir haben nun eine Situation geschaffen, die mich euphorisiert. Wir haben erstmals seit dem Einmarsch der Russen im Jahre 1979 etwas zum Positiven zu verändert. Ich meine damit: Es wird im Fernsehen nicht nur über Terror berichtet, sondern auch über die Nationalmannschaft. Es ist uns gelungen, das Land in einer gewissen Form zu vereinigen. Aus meinen Spielern sind selbstbewusste Jungs geworden, die eine eigene Meinung haben. Es scheint, dass nur der Sport dieses Land verändern kann. Was einigen Gruppierungen in diesem zerstrittenen Land nicht passt. Diese Stammesfürsten wollen keinen Frieden.

Ich gebe zu, ich habe jedes Mal Angst, wenn ich nach Kabul fliege. Natürlich will mich meine Freundin zurückhalten. Aber Gott hat mich in Kroatien und Georgien durch zwei Kriege gebracht. Es ist oft einfach nur Glück, ob man überlebt. Ich bin unverheiratet und habe keine Kinder. Den Namen meiner Freundin möchte ich nicht nennen. Die Leute in meiner Umgebung sind nicht ungefährdet. Das haben mir Sicherheitsleute in Deutschland gesagt. Ich kann nur beten, dass alles gut geht.»

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