Kommentar

Abstiegskampf: Anliker verschafft GC Ruhe

Er bleibt zwar Hauptaktionär, dennoch trennen sich die Wege von GC und Noch-Verwaltungsratspräsident Anliker bald.

Er bleibt zwar Hauptaktionär, dennoch trennen sich die Wege von GC und Noch-Verwaltungsratspräsident Anliker bald.

Stephan Anliker tritt als GC-Verwaltungsratspräsident ab. Während seiner fünfjährigen Amtsdauer konnte er mit dem Verein nicht einen einzigen Titel feiern. Ein Abgang als grösste Erfolgsstory? Der Kommentar.

Der Rückzug von Stephan Anliker als GC-Verwaltungsratspräsident kommt ohne Ansage. Obwohl der Langenthaler Unternehmer schon lange harsch in der Kritik gestanden ist, hat er gegen aussen nie den Eindruck erweckt, er könnte daran zerbrechen.

Nun aber hat er eingeräumt, es fehle ihm die Kraft und er mache den Weg frei für eine unverbrauchte Person. Etwas überraschend ist die Aussage, der von GC-Fans provozierte Spielabbruch vor zehn Tagen habe nichts mit der Entscheidung zu tun.

Es wäre deplatziert zu behaupten, ein Kapitän verlasse nun halt sein sinkendes Schiff. Anliker bleibt wie Peter Stüber Hauptaktionär, und das soll in nächster Zeit auch so bleiben. Mit der Aktienkapitalerhöhung um sechs Millionen Franken ist die finanzielle Zukunft des Klubs bis Ende der nächsten Saison gesichert.

Keine Erfolgsstory

Die fünfjährige Ära Anliker wird indes nicht als Erfolgsstory in die GC-Geschichte eingehen. Es gab in dieser Zeit keinen Titel und sportlich enttäuschende Leistungen und Rangierungen und viel zu viele Wechsel beim Personal.

Der 62-Jährige hat die Hoppers allerdings in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit geführt, in der kein echtes Fussballstadion zur Verfügung stand. Sein grösster Erfolg ist die im November gewonnene Stadionabstimmung.

Es ist honorabel, dass Anliker eingesehen hat, nicht mehr der richtige Mann an der Spitze von GC zu sein und wie verfahren die Situation ist, gerade auch in der Beziehung zu den Fans.

Er hat dafür gesorgt, dass kein Führungsvakuum entsteht, CEO Manuel Huber bis zu dessen Abgang Ende der Saison die Geschäfte führt und der neue Präsident schon am Mittwoch vorgestellt wird. Es ist für GC die Chance, endlich zur Ruhe zu kommen und den Abstiegskampf vielleicht doch noch zu gewinnen.

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