Paris – Roubaix
Aargauer Silvan Dillier wird grossartiger Zweiter – eigentlich war er für den Start gar nicht vorgesehen

Der Aargauer Silvan Dillier zeigte in der 116. Austragung des Rad-Klassikers Paris - Roubaix eine ebenso unerwartete wie grossartige Leistung. Hinter dem slowakischen Weltmeister Peter Sagan belegte der Schweizer Meister nach 257 km Platz 2.

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116. Paris – Roubaix Im Schlussspurt bleibt der Aargauer Silvan Dillier (hinten) ohne Chance und muss Peter Sagan beim Siegesjubel zusehen.
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116. Paris – Roubaix Aufs Podest hats für den Aargauer aber trotzdem gereicht.
116. Paris – Roubaix
116. Paris – Roubaix Impression von einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt des Rennens.
116. Paris – Roubaix Silvan Dillier unterwegs zu seinem zweiten Platz.
116. Paris – Roubaix Der Gesundheitszustand des Belgiers Michael Goolaerts ist nach einem Sturz ernst.
116. Paris – Roubaix Der Norweger Alexander Kristoff of Norway (unten) und der Brite Luke Rower winden sich nach einem Sturz unter Schmerzen.
116. Paris – RoubaixIX Impression von einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt des Rennens.
116. Paris – Roubaix Impression von einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt des Rennens.
116. Paris – Roubaix Impression von einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt des Rennens.
116. Paris – Roubaix Impression von einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt des Rennens.
116. Paris – Roubaix Impression von einem Kopfsteinpflaster-Abschnitt des Rennens.
116. Paris – Roubaix Der Slowake Peter Sagan feiert seinen Triumph bei der Zieleinfahrt.

116. Paris – Roubaix Im Schlussspurt bleibt der Aargauer Silvan Dillier (hinten) ohne Chance und muss Peter Sagan beim Siegesjubel zusehen.

ETIENNE LAURENT

Nach dem Rücktritt von Fabian Cancellara, der dieses Rennen 2006, 2010 und 2013 dreimal gewann, hätte man gewiss nicht gedacht, dass so schnell wieder ein Schweizer aufs Podium kommen würde.

Der 27-jährige Dillier zeigte eine seiner besten Leistungen als Radprofi überhaupt. Sein bisher wertvollstes Resultat hatte er vergangenes Jahr mit dem Sieg der 6. Etappe im Giro d'Italia errungen.

Als Ersatzmann aufs Podium

Eigentlich war Silvan Dillier nach seinem Fingerbruch gar nicht mehr vorgesehen für einen Start bei Paris - Roubaix. Nur dank dem Pech seines Teamkollegen Rudy Barbier rutschte der Aargauer noch ins Aufgebot. Der Franzose war letzten Sonntag in der Flandern-Rundfahrt gestürzt und musste deshalb Forfait geben. Ersatzmann Dillier bescherte seinem französischen Team AG2R-La Mondiale bei Paris - Roubaix den ersten Podiumsplatz seit deren Gründung im Jahr 1992.

Frühe Flucht von Dillier

Dillier hatte sich nach bereits 40 km in eine ursprünglich neunköpfige Fluchtgruppe begeben und praktisch den ganzen Tag vorne gelegen. Sagan konnte sich gut 50 Kilometer vor dem Ziel aus der Verfolgergruppe mit den Favoriten lösen und zur Spitze aufschliessen, die zu diesem Zeitpunkt nur noch aus drei Mann bestand.

Dillier aber war schliesslich der einzige, der das Tempo von Sagan mitgehen konnte. Im Spurt auf der Rennbahn war Dillier gegen Sagan jedoch ohne Chance.

Der Slowake errang seinen ersten Sieg bei Paris - Roubaix und seinen zweiten in einem der fünf grossen Eintagesrennen. 2016 hatte Sagan die Flandern-Rundfahrt für sich entschieden.

Küng nach frühem Sturz ausgeschieden

Für Stefan Küng ging der Klassiker zu Ende, noch bevor es richtig losging. Der Thurgauer musste nach einem Sturz im Feld nach rund 90 Kilometern schon vor dem ersten der 29 Kopfsteinpflaster-Abschnitte aufgeben.

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