Nach dem Rücktritt von Fabian Cancellara, der dieses Rennen 2006, 2010 und 2013 dreimal gewann, hätte man gewiss nicht gedacht, dass so schnell wieder ein Schweizer aufs Podium kommen würde.

Der 27-jährige Dillier zeigte eine seiner besten Leistungen als Radprofi überhaupt. Sein bisher wertvollstes Resultat hatte er vergangenes Jahr mit dem Sieg der 6. Etappe im Giro d'Italia errungen.

Frühe Flucht von Dillier

Dillier hatte sich nach bereits 40 km in eine ursprünglich neunköpfige Fluchtgruppe begeben und praktisch den ganzen Tag vorne gelegen. Sagan konnte sich gut 50 Kilometer vor dem Ziel aus der Verfolgergruppe mit den Favoriten lösen und zur Spitze aufschliessen, die zu diesem Zeitpunkt nur noch aus drei Mann bestand.

Dillier aber war schliesslich der einzige, der das Tempo von Sagan mitgehen konnte. Im Spurt auf der Rennbahn war Dillier gegen Sagan jedoch ohne Chance.

Paris – Roubaix 2018: Der Schlussspurt von Silvan Dillier gegen Peter Sagan im Video

Der Slowake errang seinen ersten Sieg bei Paris - Roubaix und seinen zweiten in einem der fünf grossen Eintagesrennen. 2016 hatte Sagan die Flandern-Rundfahrt für sich entschieden.

Küng nach frühem Sturz ausgeschieden

Für Stefan Küng ging der Klassiker zu Ende, noch bevor es richtig losging. Der Thurgauer musste nach einem Sturz im Feld nach rund 90 Kilometern schon vor dem ersten der 29 Kopfsteinpflaster-Abschnitte aufgeben.

Paris – Roubaix: Dieser Sturz im Feld wurde Stefan Küng zum Verhängnis