NLA-Handball

Zwischenspurt reicht nicht: Der TV Endingen unterliegt Wacker Thun zu Hause mit 20:25

Sven Schafroth (vorne) und seine TVE-Teamkollegen haben gegen Wacker Thun das Nachsehen und warten weiter auf ihren ersten Saisonsieg 2020/21.

Sven Schafroth (vorne) und seine TVE-Teamkollegen haben gegen Wacker Thun das Nachsehen und warten weiter auf ihren ersten Saisonsieg 2020/21.

Der TV Endingen wartet auch nach der vierten Runde der NLA weiter auf den ersten Sieg in der neuen Saison. Die Surbtaler verlieren zu Hause in der GoEasy-Arena gegen Wacker Thun mit 20:25. Und das, obwohl sie in der ersten Halbzeit nach zwischenzeitlichem 6-Tore-Rückstand noch einmal in die Partie zurückgefunden hatten.

Dem TV Endingen missglückt der Auftakt ins Heimspiel gegen Wacker Thun. Es sind noch keine zehn Minuten gespielt, da liegen die Surbtaler bereits mit sechs Längen (1:7) zurück. Folgerichtig sieht sich TVE-Trainer Zoltan Majeri, der aufgrund einer eben erst erlittenen schweren Knieverletzung mit Krücken an der Seitenlinie steht, sein erstes Team-Timeout zu beziehen.

Einziger TVE-Torschütze zu diesem Zeitpunkt: Sven Schafroth, dessen Einsatz im Vorfeld der Partie aufgrund einer Handverletzung noch fraglich gewesen war.

Danach vermag sich das Heimteam in der GoEasy-Arena zu steigern. Nach Treffern der beiden Flügel Noah Grau (2) und Oliver Mauron (2) sowie erneut Rückraumspieler Schafroth und kommen die Endinger in der 16. Minute wieder auf 6:9 an die Berner Oberländer heran. Auch TVE-Torhüter Vit Schams kommt nun besser in die Partie und verbucht seine ersten beiden Paraden.

Starke Aufholjagd: TVE-Rückkehr nach 6-Tore-Rückstand

Knapp fünf Minuten später liegt der TVE erstmals wieder nur noch mit zwei Treffern zurück (8:10). Und es kommt noch besser: Nach 22:40 Spielminuten ist es erneut Mauron, der mit seinem bereits vierten persönlichen Erfolgserlebnis den Anschluss (9:10) wieder herstellt.

Eine Minute später kann die Partie dann endgültig wieder von null beginnen: Ausgerechnet Simon Huwyler, der auf diese Saison hin von den Thunern zum TVE zurückgekehrt ist, gleicht die Partie im Gegenstoss nach einer weiteren Schams-Parade mit dem 10:10 wieder aus.

Nach dieser fast schon unglaublichen Aufholjagd bietet sich dem TVE in den folgenden Minuten gleich mehrfach die Chance, erstmals in Führung zu gehen. Allein: Das will dem Heimteam nicht gelingen. Und so liegt der TVE nach 30 Minuten mit 11:12 zurück.

Auch nach der Pause ein schlechter Auftakt des TVE

Nach der Pause geht es dann schnell: Nach gerade einmal 80 Sekunden liegt das Heimteam bereits wieder mit drei Treffern zurück (11:14). Zwei Technische Fehler im Aufbau und die entsprechenden schnellen Gegenstösse reichen den Thunern, um ihre Führung wieder auszubauen.

In der Folge erholt sich der TVE zwar wieder etwas vom Zwischentief, trotzdem wächst der Rückstand für das Heimteam nun wieder an. Gut 18 Minuten vor der Schlusssirene beträgt die Differenz erstmals wieder fünf Treffer (14:19). Nun leisten sich die Endinger in der Offensive wieder zu viele Aussetzer – und der Gegner weiss das zu nutzen.

In der 52. Minute bietet sich dem TVE nach einem Thuner Pfostenschuss beim Stand von 17:21 die Möglichkeit, wieder auf drei Treffer heranzukommen. Allerdings sieht Milomir Radovanovic seinen Wurf vom stark aufspielenden Wacker-Torhüter Marc Winkler pariert. Dann geht es plötzlich nochmals schnell: Nach einer weiteren Winkler-Parade, dieses Mal gegen den von der Wacker-Defensive am Rande der Legalität gestörten Schafroth, verwerten die Thuner erneut den Gegenstoss – und der TVE liegt siebeneinhalb Minuten vor Schluss mit 17:23 im Hintertreffen.

Damit ist die Partie entschieden. Dem TVE gelingt es nicht mehr, eine zweite Aufholjagd zu inszenieren. Aber immerhin: Die Surbtaler beweisen noch einmal Kampfgeist und verhindern so, dass die Niederlage noch deutlicher ausfällt. Im Gegenteil: Dank Paraden von Schams und weiteren Treffern können die Endinger bis zur Schlusssirene und dem 20:25-Endstand noch einmal ein kleines bisschen Resultatkosmetik betreiben.

Sven Schafroth: «Wir haben zwei Mal den Start verschlafen»

«Wir haben den Start verschlafen – sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit», sagt Sven Schafroth nach der Partie. Der 24-jährige Rückraumspieler trifft mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf. Die zu Spielbeginn eingehandelte 1:7-Hypothek konnten Schafroth und Co. noch korrigieren, auf den Rückschlag in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit konnte der TVE keine zweite Aufholjagd folgen lassen.

Dass schliesslich eine 20:25-Niederlage resultierte, führt Schafroth in erster Linie auf die «fehlende Abgezocktheit» zurück. «Das hat sich immer dann gezeigt, wenn wir in Führung hätten gehen können. Natürlich sind wir ein junges Team, aber das darf uns trotzdem nicht passieren.»

Cup-Sechzehntelfinal am kommenden Mittwoch

In der Meisterschaft geht es für den TV Endingen erst in zwei Wochen weiter: Am Samstag, 3. Oktober, empfängt die Mannschaft von Trainer Zoltan Majeri den BSV Bern in der GoEasy-Arena (Anpfiff: 18 Uhr).

Zuvor steht am kommenden Mittwoch, 23. September, allerdings noch ein Cupspiel auf dem Programm. Der TV Endingen trifft im Sechzehntelfinal auswärts auf den Erstligisten Yverdon (Anpfiff: 20 Uhr).

Nach Partie gegen BSV folgt für TVE Meisterschaftspause bis am 3.10., dann zu Hause gegen BSV, dazwischen noch Cup-SEchzehntelfinal am kommenden Mittwoch auswärts bei Erstligist Yverdon (20.00). Für Majeri und die beiden TVE-Neulinge Maxime Bardet sowie Kilian Hirsbrunner dürfte es eine spezielle Partie waren, stiessen sie doch allesamt von Yverdon zum TVE.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an:

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