Vor dem Anspiel verkündete Speaker Jürgen Spalinger die Auslosung für den Cup-Viertelfinal. Möhlin wird auf die hochkarätigen Kadetten Schaffhausen treffen, welche letztmals 2016 den Titel geholt haben. Die Begegnung wird Mitte Oktober sein, zuvor gilt es aber den Fokus auf die Meisterschaftsspiele zu richten.

In der Partie gegen Siggenthal musste Möhlin bereits auf Neuzugang Patrik Vizes verzichten, der Rückraumspieler verletzte sich im Cup-Achtelfinal gegen Endingen an der Hand. Dafür war Florian Doormann kurzfristig «reaktiviert» worden, er wurde aber nur einmal für einen Siebenmeter eingesetzt.

Die Startphase begann druckvoll und entschlossen auf beiden Seiten, aber Tore fielen erst ab der dritten Minute. Zwar traf Siggenthal zuerst, es blieb aber sein einziger Führungstreffer. Danach glich ein stark aufspielender Manuel Csebits aus und erst fünf Minuten später erzielte Captain Sebastian Kaiser per Siebenmeter zum 2:1 (9’).

Die Defensiven standen auf beiden Seiten in höchster Alarmbereitschaft und kämpften mit viel Feuer gegen ein Durchkommen des Gegners. Siggenthal bescherte dem Heimteam zwei weitere Strafstösse, respektive Karlo Ladan sorgte dafür, welche Sebastian Kaiser dann souverän an Goalie Raphael Aeberhard vorbeischleuste.

Karlo Ladan hatte viel zu tun am Kreis.

Karlo Ladan hatte viel zu tun am Kreis.

Rok Jelovcan parierte einen nächsten Angriff und Csebits traf mit voller Wucht zum 4:1 nach dreizehn Minuten. Möhlin legte weiter vor, brillierte mit tollen Spielzügen, derweil die Gäste versuchten, ihren Rückstand nicht leichtfertig preiszugeben. So tönte es von der Gästebank: «Hey Jungs mit Herz bitte»!

Es war aber Möhlin, welche danach mit viel Herz und vor allem Spielfreude die Partie prägte. So schoss bspw. Kaiser übers Tor, schnappte sich danach den Ball aus dem Gegenangriff und schloss diesmal erfolgreich ab (11:4 in der 27’)! Die Offensive funktionierte und Siggenthal mühte sich seinerseits an der Verteidigung des Gastgebers ab oder scheiterte an Torhüter Rok Jelovcan. Halbzeitstand: 13:5 für die Fricktaler.

Nach der Pause stand Nicolas Bamert im Tor und hielt zwar nicht jeden zweiten Ball, wie Jelovcan, aber parierte immerhin ein Drittel der Geschosse. Siggenthal versuchte immer noch mit viel Kampf zu spielen, was ihnen im Vergleich zu Möhlin, doppelt so viele Zeitstrafen einbrachte.

Nach dem 16:10 (36’) fand ein wahrer Schlagabtausch auf beiden Seiten statt, mit deutlich mehr Treffern, als in den ersten dreissig Minuten. Und Siggenthal zeigte Wille und Einsatz, ihren Rückstand aufzuholen. Gerade in unübersichtlichen Situationen versuchten die Gäste kaltblütig Kapital zu schlagen, aber Marius Moser oder Renato Meier, die potentiellen Shooter, kamen im Steinli nicht auf Touren, Möhlin verteidigte zu gut.

Weniger gut lief es nun aber offensiv, Gastgeber Möhlin leistete sich einige Ballverluste und schwächelte in der Abschlussquote. Siggenthal witterte Morgenluft und versuchte nun seinerseits offensiv zu punkten. Bis zu vier, fünf Tore kamen die Gäste heran, dann fand Möhlin wieder zurück ins Spiel. Allerdings wurde es fünf Minuten vor Abpfiff noch einmal heikel, als Dave Schmid auf 17:20 für die Gäste verkürzte und Manuel Csebits erst drei Minuten später endlich zum klaren Schlussstand von 21:17 ausbauen konnte.