Handball NLA

Zweite Niederlage in Serie: Der HSC Suhr Aarau verliert zu Hause gegen Wacker Thun mit 20:25

Der HSC Suhr Aarau verliert zu Hause vor 821 Zuschauern gegen Wacker Thun mit 20:25. In den Reihen des Heimteams ärgert man sich nach Spielschluss über die fehlende Durchschlagskraft der Offensive. Für die Aargauer ist es in der Finalrunde der NLA die zweite Niederlage in Serie.

Was in 13 Minuten nicht alles passieren kann. Oder eben auch nicht. 13 Minuten und 2 Sekunden dauert es, bis die Aarauer Schachenhalle nach der Pause ein erstes Mal unter den Klängen von Scooters «Maria» jubelt. 13:02 Minuten, eine halbe Handball-Ewigkeit, dauert es nämlich, bis der HSC Suhr Aarau in der zweiten Halbzeit seinen ersten Treffer erzielt. Es ist das 11:16.

Zwar kämpft sich das Heimteam vor 821 Zuschauerinnen und Zuschauern noch einmal in die Partie zurück, verkürzt das Defizit auf drei Treffer. Aber in der Endabrechnung wiegt der miserable Start in die zweite Halbzeit zu schwer.

So geht das Heimspiel gegen Wacker Thun mit 20:25 verloren. Für den HSC ist es die zweite Niederlage in Serie, die dritte im siebten Finalrundenspiel insgesamt. Für die Berner Oberländer kommt der Sieg in Aarau einem kleinen Befreiungsschlag gleich: Gleich fünf Mal in Serie hatte der Titelverteidiger davor verloren.

In den beiden vorangegangenen Partien in Bern (31:28-Sieg) und in Schaffhausen (24:30-Niederlage) hatten die HSC-Torhüter Dragan Marjanac und Dario Ferrante die Mannschaft kaum beziehungsweise nur teilweise unterstützen können. Gestern Abend allerdings zeigte Marjanac eine gute Leistung. Das schlug sich auch in der Statistik des 34-jährigen Serben nieder. Mit elf Paraden und 31 Prozent Abwehrquote leistete er seinen Beitrag zu einem möglichen bessern Ausgang der Partie.

Leistungsträger kommen nicht auf Touren

«Das macht die Niederlage auch nicht schöner», sagt Marjanac unmittelbar nach der Schlusssirene. Der Grund dafür, dass gegen Wacker der zweite Nuller in Serie folgte, lag gestern Abend in der Offensive. Immer wieder scheiterten die HSC-Akteure. Leistungsträger wie Co-Captain Tim Aufdenblatten (1 Treffer/3 Würfe), Nikola Isailovic (1/6) oder auch Topskorer Milan Skvaril (2/6) kamen überhaupt nicht auf Touren.

Das alles gipfelte in der über 13-minütigen torlosen Phase nach der Pause. «Das war eine Katastrophe. Wir haben vorne einfach keine Lösungen mehr gefunden. Es war nur noch ein Geknorze», sagt Aufdenblatten. Bereits in der ersten Halbzeit hatten die HSC-Spieler zahlreiche Chancen liegen gelassen, mussten den Gegner aber vorerst nicht ziehen lassen. Das beweist das Pausenresultat von 10:11.

Test gegen Löwen innert Kürze ausverkauft

Besser als auf der Platte lief es dem HSC Suhr Aarau gestern neben dem Spielfeld: So zeigte sich bereits kurz nach dem Mittag, dass das auf den 31. Juli angesetzte Freundschaftsspiel gegen das Bundesliga-Team Rhein-Neckar Löwen ein echter Gassenfeger ist. Nur 20 Minuten nach dem Start des Vorverkaufs waren praktisch alle Tickets für das Gastspiel des Schweizer Ausnahmekönners Andy Schmid in der Aarauer Schachenhalle vergriffen.

In der Pause der Partie vom Abend konnte der HSC dann schliesslich verkünden: Alle 1495 Tickets für das Freundschaftsspiel sind weg. Die Partie ist bereits ausverkauft. «Das ist überwältigend und war in diesem Ausmass nicht zu erwarten – zumal der Termin in den Sommerferien liegt», sagt HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli.

Alles in den eigenen Händen

Noch glücklicher wäre er wohl dann, wenn seine Mannschaft dann mit einer erfolgreichen Saison hinter sich gegen die Rhein-Neckar Löwen antreten könnte. Und davon ist trotz der gestrigen Niederlage weiterhin auszugehen.

Zwar könnte der BSV Bern Muri am Donnerstagabend punktemässig mit dem HSC Suhr Aarau gleichziehen, aber die Aargauer haben es weiterhin in den eigenen Händen, die Finalrunde der NLA im hervorragenden dritten Rang abzuschliessen und sich damit sowohl den Heimvorteil als auch einen zumindest vermeintlich leichteren weil schlechter klassierten Gegner für die Playoff-Viertelfinals zu sichern.

In zehn Tagen kommt St. Otmar zu Besuch

So betonen auch Marjanac und Aufdenblatten unisono: «Wir müssen jetzt den Mund abwischen und nach vorne blicken. Wollen wir in der Endabrechnung Dritter werden, müssen wir gewinnen.»

«Vorne» wartet in zehn Tagen das Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen. Das Heimspiel gegen die Ostschweizer in der Aarauer Schachenhalle wird am Sonntag, 24. März, um 16 Uhr angepfiffen.

Sie haben die Partie verpasst? Sehen Sie sie hier in der Aufzeichnung des Livestreams nach:

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