FC Aarau
Zweite Heimniederlage unter Stephan Keller: Harmloser FC Aarau geht gegen Lausanne-Ouchy unter

Der FC Aarau unterliegt nach einer erstaunlich schwachen Vorstellung dem FC Stade Lausanne-Ouchy mit 1:3. Während sich die Aarauer in der Defensive wie gewohnt fehleranfällig präsentierten, wollte ihnen in der Offensive kaum etwas gelingen. Damit verliert der FCA seinen Platz an den Aufsteiger und fällt auf Rang 8 zurück.

Sebastian Wendel
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Hart umkämpfter Ball: Juan Manuel Parapar gegen Stevan Lujic vom FC Aarau.
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Aaraus Torhüter Nicholas Ammeter kassiert das Tor zum 0:1.
Tor zum 0:1: Lausannes Torschütze Juan Manuel Parapar und die Mannschaft jubelt. Die Enttäuschung bei Donat Rrudhani und Petar Misic ist sichtbar.
Der wirblige Liridon Balaj versucht stemmt sich gegen die drohende Niederlage. .
Shkelzen Gashi absolviert zum ersten Mal in dieser Saison fast 60 Minuten bei einer CL-Partie.
Stevan Lujic zeigt auch gegen Lausanne-Ouchy, dass er zurecht als Zukunftshoffnung bezeichnet werden darf.
Raoul Giger kommt in der Defensive einen Schritt zu spät.
Tor zum 0:2: Enttäuschung bei Petar Misic des FCA. Hinten jubelt der Torschütze Andy Laugeois und das Lausanner Team.
Francois Affolter zeigt nicht sein bestes Spiel.
Rechts steht der Aarauer Trainer Stephan Keller und schaut dem Duell zwischen Liridon Balaj (FCA) und Yanis Lahiouel (Ouchy) zu.
Petar Misic will in der Offensive nur wenig gelingen.
Raoul Giger versucht in der Abwehr nichts anbrennen zu lassen.
Donat Rrudhani vergibt in der zweiten Halbzeit gute Möglichkeiten.
Kein Durchkommen für Elsad Zverotic.
Ist mit dem Geschehen auf dem Platz alles andere als zufrieden: Trainer Stephan Keller.
Auch bei Liridon Balaj fehlt die nötige Durchschlagskraft.
Ab der zweiten Hälfte ist auch Youngster Yvan Alounga mit von der Partie.
Tor zum 0:3: Der Torschütze Marko Maletic (Ouchy) und seine Mannschaft jubeln.

Hart umkämpfter Ball: Juan Manuel Parapar gegen Stevan Lujic vom FC Aarau.

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Der FC Aarau bleibt auch im dritten Spiel unter Cheftrainer Stephan Keller sieglos und muss sich vor heimischer Kulisse gegen den cleveren Aufsteiger FC Stade Lausanne Ouchy mit 1:3 geschlagen geben.

Die Aarauer wurden nach einem offensiven Beginn kalt geduscht, als ein langes Zuspiel von Andrea Mutombo zu Juan Manuel Parapar fand, der die Gäste aus dem Waadtland schon in der fünften Minute in Führung schoss. Immer wieder versuchte es der FCA mit Angriffen über die rechte Seite, doch blieb es bei harmlosen Ansätzen, ehe Mutombo auf der Gegenseite gleich zweimal aus guter Position verzog (26./29.).

Der FC Aarau gerät nach fünf Minuten bereits in den Rückstand.

Der FC Aarau gerät nach fünf Minuten bereits in den Rückstand.

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Nur einmal war Ouchy-Keeper Joao Barroca im ersten Umgang gefordert, als er einen Flatterball von Donat Rrudhani aus rund 25 Metern behändigte (34.). Die Gäste liessen im Brügglifeld - unterstützt von passiven Gegnern - immer wieder ihre spielerischen Qualitäten aufblitzen. So auch in der 37. Minute: Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Karim Gazzetta traf Andy Laugeois frei vor Aarau-Goalie Nicholas Ammeter zur 2:0-Pausenführung für die Waadtländer.

In der 48. Minute folgte die Vorentscheidung, als Marko Maletic ohne grosse Gegenwehr an François Affolter vorbeiziehen konnte und mit einem präzisen Abschluss von linksaussen in die entfernte Torecke vollendete. Die Lausanner zeigten ein Lehrstück in Sachen Cleverness und Effizienz, was Aarau-Cheftrainer Keller schon vor Ablauf einer Stunde Spielzeit zu zwei Doppelwechseln veranlasste.

Nach einer knappen Stunde war der Arbeitstag von Shkelzen Gashi beendet.

Nach einer knappen Stunde war der Arbeitstag von Shkelzen Gashi beendet.

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Dennoch blieben die Aarauer auch im weiteren Spielverlauf in der Offensive harmlos, weil es an Ideen und Passgenauigkeit vor dem gegnerischen Tor fehlte. Immer wieder liefen sich die Gastgeber in der massiven Ouchy-Abwehr fest. Zweimal war es Donat Rrudhani, der das Ziel knapp verfehlte (64./81.), ehe Captain Elsad Zverotic in der 84. Minute zumindest noch für den Ehrentreffer besorgt war. In der Tabelle musste sich Aarau aufgrund der Niederlage vom heutigen Gegner überholen lassen - und liegt aktuell nur noch auf Rang 8.

Nach der Niederlage fällt der FC Aarau auf den 8. Platz zurück.

Nach der Niederlage fällt der FC Aarau auf den 8. Platz zurück.

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Eine Reaktion ist bereits am Dienstagabend gefordert. Dann trifft der FCA erneut vor heimischer Kulisse auf das abgeschlagene Schlusslicht vom FC Chiasso. Der Anpfiff erfolgt um 18.15 Uhr im Stadion Brügglifeld.

Das Telegramm

FC Aarau - FC Stade Lausanne Ouchy 1:3 (0:2)

Brügglifeld. - 876 Zuschauer. - SR: Turkes. - Tore: 5. Parapar 0:1. 37. Laugeois 0:2. 48. Maletic 0:3. 84. Zverotic (Schneuwly) 1:3.

Aarau: Ammeter; Giger (57. Peralta), Zverotic, Affolter, Lujic; Hammerich, Jäckle; Balaj (57. Alounga), Misic (51. Hajdari), Gashi (51. Schneuwly); Rrudhani.

Ouchy: Barroca; Perrier, Hajrulahu, Dalvand, Tavares; Laugeois (72. Gaillard); Parapar (46. Delley), Gazzetta, Mutombo (93. Ozdemir), Lahiouel (78. Eleouet); Maletic (78. Oussou).

Bemerkungen: Aarau ohne Spadanuda (gesperrt), Schindelholz (krank), Hübel, Thaler, Thiesson (alle verletzt), Corradi, Leo, Mehidic und Neumayr (alle nicht im Aufgebot). Ouchy ohne Guedes (kranak), Abdullah, Amdouni, Samandjeu (alle verletzt), Avdic, Chatelain, Le Pogam und Valle (alle nicht im Aufgebot). - Erstes FCA-Pflichtspiel für Ersan Hajdari. - Verwarnungen: 36. Mutombo, 71. Maletic, 88. Gazzetta (alle Foulspiel).

Das sind die Noten zur Partie

Nicholas Ammeter: Note 3,5 Wird bei allen drei Gegentoren im Stich gelasssen. Das Dritte ist allerdings bei weitem auch nicht unhaltbar.
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Raoul Giger: 3,5 Kann mit guten Flanken für Torgefahr sorgen, im Rückwärtsgang leistet er sich aber immer wieder Fehler.
Francois Affolter: Note 3 Das Gegentor zum 0:3 geht auf seine Kappe, er lässt dem Gegner zu viel Raum. Das darf einem Routinier nicht passieren.
Elsad Zverotic: Note 3,5 Versucht die Mannschaft anzutreiben, aber ohne Erfolg. Beim 0:2 trägt er eine Teilschuld, der Ehrentreffer per Kopf bleibt eine Randnotiz.
Stevan Lujic: Note 3,5 Verliert beim 0:1 den Gegenspieler, der das Tor einleiten kann. Im Umschaltspiel ist er jedoch mit seinem Tempo eine Bereicherung.
Olivier Jäckle: Note 3,5 Wird beim 0:2 zum Zuschauer degradiert, auch sonst war es nicht sein Spiel. Die genialen Momente bleiben aus.
Mats Hammerich: Note 3,5 Kommt mit seiner Rolle als Sechser zwar gut zurecht, für mehr Stabilität in der Defensive sorgt dies jedoch nicht.
Liridon Balaj: Note 4 Er ackert, wirbelt und versucht gute Möglichkeiten zu kreieren. Seine Auswechslung nach 57 Minuten ist ein Rätsel.
Petar Misic: Note 3 Kann sich kaum in Szene setzen. Wird nach 50 Minuten zu Recht ausgewechselt.
Shkelzen Gashi: Note 3,5 Spielt zum ersten Mal in dieser Saison fast 60 Minuten, bringt dabei bis auf einen geblockten Volley-Versuch aber kaum was zustande.
Donat Rrudhani: Note 3,5 Wirkungslos in der ersten Halbzeit. Kann seine Schnelligkeit zu wenig ausnutzen. Vergibt nach der Halbzeit gute Möglichkeiten.
Marco Schneuwly: Note 4 Kommt in der 51. Minute für Gashi und bringt mehr Leben in die Offensive. Leitet mit seinem Kopfball den Ehrentreffer von Zverotic ein.
Ersan Hajdari: Note 3,5 Gibt in der 51. Minute (für Misic) sein FCA-Debüt als Profi. Wirkt noch zu nervös, kann aber vereinzelt sein Potenzial andeuten.
Yvan Alounga: Note 3,5 Kommt für Balaj in der 57. Minute. Versucht Tempo ins Spiel zu bringen, jedoch ohne grosse Wirkung.
Miguel Peralta: Note 3,5 Kommt für Giger in der 57. Macht seine Aufgabe in der Defensive solide, mehr jedoch nicht.

Nicholas Ammeter: Note 3,5 Wird bei allen drei Gegentoren im Stich gelasssen. Das Dritte ist allerdings bei weitem auch nicht unhaltbar.

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Das sind die Stimmen zur Partie

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