Fussball
Zwei Talente, ein Traum

Zwei Junioren des FC Muhen streben eine Profikarriere an

Ruedi Kuhn
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Andrin Kohler (links) und Nicolas Künzli. ef Zwei helle Sterne am Fussballhimmel: Andrin Kohler (links) und Nicolas Künzli. Emanuel Freudiger

Andrin Kohler (links) und Nicolas Künzli. ef Zwei helle Sterne am Fussballhimmel: Andrin Kohler (links) und Nicolas Künzli. Emanuel Freudiger

Die beiden Talente Nicolas Künzli und Andrin Kohler sitzen im Klubhaus des FC Muhen. Der 11-jährige Nicolas gleicht einem Vulkan, rutscht aufgeregt auf seinem Stuhl hin und her, lächelt verschmitzt und sagt: «Ich weiss wirklich nicht, ob Andrin oder ich der Bessere ist. Wir sind wohl beide etwa gleich gut.» Der 12-jährige Andrin ist im Vergleich mit Nicolas äusserst ruhig und wirkt für sein Alter erstaunlich abgeklärt. Angesprochen auf seine Stärken, zögert er einige Sekunden und sagt: «Ich spiele einen sauberen Pass und bin ein recht guter Dribbler. Was die Schussstärke betrifft hat Nicolas allerdings klare Vorteile.»

Professionelle Bedingungen

Nicolas spielt seit kurzer Zeit beim FCZ und trainiert unter professionellen Bedingungen dreimal wöchentlich in Zürich. «Der FCZ», sagt er, «ist seit Jahren mein Traumverein. Meine Vorbilder sind Dusan Djuric und Amine Chermiti.» Andrin steht seit Januar beim FC Aarau unter Vertrag und spielt für die U13-Auswahl, welche von Dominik Vogt trainiert wird. Sein Lieblingsverein ist Manchester United. Andrins Idol ist Stürmerstar Wayne Rooney.

Der Muhener Juniorentrainer Walter Berisha kennt die beiden Buben seit ihrer Zeit bei den Piccolos. Er hält grosse Stücke auf sie und sagt: «Nicolas ist ein schussgewaltiger Allrounder, hat einen grossen Willen und gibt nie auf. Andrin hat einen starken rechten Fuss, ist ein brillanter Techniker und hat eine hervorragende Übersicht.»

Stolz und Wehmut

Der 3.-Ligist FC Muhen darf auf die Aushängeschilder seiner Juniorenabteilung stolz sein. Berisha traut den beiden Kickern auf ihrem Weg nach oben alles zu. «Aber», so hält er fest, «um eine erfolgreiche Laufbahn zu machen, braucht es nicht nur das nötige Können, sondern auch viel Glück. Schliesslich fügt er mit einem Anflug von Wehmut hinzu: «Natürlich schmerzt es, wenn Talente wie Nicolas und Andrin den Verein verlassen. Das darf für uns aber nicht das entscheidende Kriterium sein. Schliesslich bildet der FC Muhen seine Talente aus, um ihnen die Möglichkeit für eine Karriere als Berufsfussballer zu ermöglichen.» Wenn das keine grossartige Einstellung ist.