Faustball

Zwei Punkte fehlten zur perfekten Saison: Oberentfelden wird Vizemeister

: Joël Fehr (links) und Oberentfeldens Nicolas Schwander lieferten sich im Finalspiel viele spektakuläre Duelle.

: Joël Fehr (links) und Oberentfeldens Nicolas Schwander lieferten sich im Finalspiel viele spektakuläre Duelle.

Die Männer des STV Oberentfelden erreichen erstmals seit vier Jahren wieder ein Finalspiel in der Nationalliga A. Zum Schweizer Meistertitel fehlte gegen Elgg-Ettenhausen nur ganz wenig.

Joël Fehr versenkt den letzten Angriff von Elgg-Ettenhausen unerreichbar für die Oberentfelder. Damit endet ein intensives und spannendes Finalspiel. Mit 11:9 im alles entscheidenden siebten Satz müssen sich die Oberentfelder geschlagen geben. Mickrige zwei Pünktchen fehlen in diesem packenden Spiel, und die Oberentfelder hätten ihre Saison mit dem Meistertitel krönen können.


So aber jubelten die Elgger. Die Enttäuschung im Lager der Oberentfelder war gross. Es flossen gar einige Tränen. Verständlich, denn die Chance auf den ersten Titelgewinn seit vier Jahren war nach dem Qualifikationssieg und dem souveränen Halbfinalauftritt gegen Widnau (4:1) am Samstag mehr als nur intakt. Vor allem weil man gegen Elgg-Ettenhausen in der Qualifikation beide Partien gewann.

Die Oberentfelder Faustballer werden Vize-Schweizer-Meister.

Die Oberentfelder Faustballer werden Vize-Schweizer-Meister.

Keine Geschenke erhalten


Auch im Finalspiel starteten die Oberentfelder konzentriert und gewannen den ersten Satz. Danach wogte das Spiel bis ganz zum Schluss hin und her. Mit dem besseren Ende für Elgg-Ettenhausen. «Elgg hat praktisch keine Fehler gemacht und sie waren im Zuspiel einen Tick genauer als wir. Das hat am Ende den Unterschied ausgemacht. Sie haben verdient gewonnen», musste Oberentfeldens Captain Reto Hunziker anerkennen


Er war mit Manuel Mosimann der einzige Spieler im Kader der Oberentfelder, der an einem Final4-Turnier schon einmal im Final stand. Für alle anderen war es eine Premiere. Und dies merkte man dem Team in gewissen Situationen auch an. «Das ist absolut verständlich. Es ist etwas ganz anderes, an einem Final4-Turnier im Final zu stehen als in der Qualifikation zu spielen. Die Kulisse ist viel grösser, es ist viel lauter und es geht um viel mehr. Damit musst du erst einmal umgehen können», äusserte sich Hunziker dazu.

Grosse Entwicklung gemacht

Nach der ersten grossen Enttäuschung direkt nach Spielschluss konnten sich die Oberentfelder bei der Siegerehrung auf dem Podest bereits über die Silbermedaille freuen. Wenn auch noch ein wenig verhalten. «Die Enttäuschung ist schon sehr gross. Aber mit etwas Abstand werden wir stolz sein auf diese Medaille. Und zwar zu Recht, denn wir haben extrem hart gearbeitet für diesen Erfolg und eine fast perfekte Saison gespielt. Wir haben eine riesen Entwicklung durchgemacht als Mannschaft», sagt Hunziker.


Dem pflichtete Trainer Koni Keller bei. «Wir erarbeiteten uns in dieser Saison ein gewisses Selbstverständnis. So konnten wir eine ganz andere Qualität an den Tag legen als noch in der letzten Saison», sagte Keller und blickte nach vorne: «Ich bin gespannt, wie wir uns mit diesem Selbstvertrauen in der Feldsaison schlagen werden». 

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