NLA-Handball

Zwei Leidensgenossen unter sich: Der TV Endingen trifft auf Wacker Thun - beide sind arg gebeutelt

Station Siggenthal, 19.10.2019. Sport, Handball NLA, Saison 2019 / 2020. TV Endingen - St. Otmar St. Gallen. Kein Durchkommen fuer Lukas Riechsteiner (links, TVE) gegen Max Hoening (rechts, Otmar). Copyright by: Alexander Wagner Station Siggenthal, 19.10.2019. Handball, NLA: TV Endingen - St. Otmar St. Gallen

Lukas Riechsteiner (links) im Heimspiel gegen St. Otmar im Oktober

Station Siggenthal, 19.10.2019. Sport, Handball NLA, Saison 2019 / 2020. TV Endingen - St. Otmar St. Gallen. Kein Durchkommen fuer Lukas Riechsteiner (links, TVE) gegen Max Hoening (rechts, Otmar). Copyright by: Alexander Wagner Station Siggenthal, 19.10.2019. Handball, NLA: TV Endingen - St. Otmar St. Gallen

Am Samstag (Anpfiff: 18 Uhr) trifft der TV Endingen zuhause in der GoEasy-Arena auf Wacker Thun. Während bei den Endingern drei weitere Ausfälle kompensiert werden müssen, fallen bei den Berner Oberländern mindestens sechs Leistungsträger aus.

Es gibt im Sport Affichen, die auch als «Not gegen Elend» bezeichnet werden. Dieses Prädikat verdient auch das am Samstag anstehende Duell zwischen dem TV Endingen und Wacker Thun. Beide Teams befinden sich derzeit in einer ähnlich misslichen Lage.

Beim TV Endingen fallen neben den langzeitverletzten Joel Huesmann und Sven Schafroth nun auch Yannick Mühlebach (Kapselschaden im Knie) sowie womöglich auch Topskorer Claudio Vögtli (Hirnerschütterung) für das Spiel aus. Zudem wird Patrick Mathys am linken Flügel nicht mittun können. Er ist als Trainer des Partnervereins SC Siggenthal eingebunden. «Es wird extrem schwierig am Samstag», sagt Trainer Zoltan Majeri deshalb zurecht.Doch auch die Berner Oberländer sind arg gebeutelt. Mindestens sechs Stammspieler fallen aus.

Der Vorteil von Wacker ist, dass es in der Breite besser aufgestellt ist, als der TVE. Thuns Abwehrchef Simon Huwyler, Ex-Endinger, sagt: «Wir sprechen schon gar nicht mehr über unsere Verletzten, es ist normal geworden.» Angst vor dem TV Endingen macht sich bei den Thunern trotz zuletzt vier Niederlagen nicht breit. «Endingen ist zuhause stärker, das wissen wir. Deshalb braucht es von uns eine gute Leistung. Angst haben wir aber keine.»

Olten, 05.02.2017. Sport, Handball Final Four 2017. Final Maenner. TV Endingen (NLB) - GC Wacker Thun. Simon Huwyler (rechts, Endingen) gegen seinen Bruder Stefan Huwyler (links) der bei Wacker spielt. Links oben der Ball. Copyright by: foto-net / Alexander Wagner TV Endingen Cupfinal 2017

Simon Huwyler (rechts) stand früher wie sein Bruder Stefan (links) für den TVE im Einsatz. Heute laufen sie gemeinsam im grünen Wacker-Dress auf.

Olten, 05.02.2017. Sport, Handball Final Four 2017. Final Maenner. TV Endingen (NLB) - GC Wacker Thun. Simon Huwyler (rechts, Endingen) gegen seinen Bruder Stefan Huwyler (links) der bei Wacker spielt. Links oben der Ball. Copyright by: foto-net / Alexander Wagner TV Endingen Cupfinal 2017

Teamgeist ist beidseits hoch im Kurs

Auf der Gegenseite von Huwyler stehen viele ehemalige Teamkollegen. Einer von ihnen ist Lukas Riechsteiner. Er ist sich bewusst, dass sich der Gegner ebenfalls mit Sorgen herumschlägt. Daher sagt er: «Wir rechnen uns durchaus Chancen aus in diesem Spiel.» Der TV Endingen, gestärkt durch den ersten Saisonsieg vom vergangenen Samstag, wird den Fokus darauf legen, dass der Gegner nicht sein gefürchtetes schnelles Spiel aufziehen kann. Denn im sogenannten Positionsangriff sind die Thuner nicht mehr so stark wie noch vor einigen Jahren. Dies unterstreicht Simon Huwyler mit der Aussage, dass zum Teil auch die individuelle Klasse fehle. Das geht den Surbtalern aber ähnlich.

Noch eine Gemeinsamkeit: Wie beim TVE geht auch bei Wacker viel über den Teamgeist, vielleicht noch mehr als sonst. Die Endinger wollen beweisen, wie stark ihr Kollektiv ist und am Samstag im GoEasy ab 18 Uhr gross aufspielen. Auch wenn mal wieder Not am Mann ist.

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