Landhockey
Zwei knappe Siege für Rotweiss vor der Endrunde

Für die Herren von Rotweiss Wettingen ging es in der letzten Spielrunde vor den Finalspielen in Zürich um nicht mehr viel. Die Tabellenspitze auf sicher, allerdings stand der Halbfinalgegner noch nicht fest.

Silvan Steimer
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Rotweiss Wettingen sammelt Selbstvertrauen für die Endrunde.

Rotweiss Wettingen sammelt Selbstvertrauen für die Endrunde.

Alexander Wagner

Im ersten Spiel des Tages traf man auf Servette aus Genf. Die Aargauer starteten druckvoll in die Partie und liessen dem Gegner kaum Zeit für einen Spielaufbau. Durch eine schnelle Kombination konnte dann auch Brunner gleich zum 1:0 einnetzen. In der Folge konnten einige Grosschancen nicht verwertet werden. Ein unglückliches Eigentor von M. Morard führte dann zum zwischenzeitlichen Gleichstand bzw. Halbzeitstand.

Durch eine Unkonzentriertheit in der Verteidigung ging Servette sogar für kurze Zeit in Führung, ehe Schrötemeyer mit einem abgelenkten Ball im Kreis ausgleichen konnte. Erneut dieser erzielte dann per Strafecke die 3:2 Führung. Dies war dann auch das Schlussresultat, obwohl Servette noch einmal alles versuchte und den Torwart durch einen sechsten Feldspieler ersetzte.

Knapp auch gegen Olten

Die zweite Partie gegen den zweitplatzierten HC Olten hatten die Aargauer gut unter Kontrolle, doch durch eine schöne Einzelleistung ging der Aussenseiter mit 1:0 in Führung. Dann war es aber Zeit für Keller, welcher mit zwei schön herausgespielten Toren die Partie drehen konnte. Mit 2:1 ging es in die Pause.

Früh in der zweiten Halbzeit erzielte Brunner mit einem satten Schuss in die Weite Ecke die Zweitoreführung, Olten jedoch verkürzte mit einer kurzen Ecke. Weil ein Spieler wegen eines Fouls eine grüne Karte sah und die Zeit bei einer solchen nicht angehalten wird, gelang Wernli durch einen schnell ausgeführten Freischlag ein einfaches Tor.

Der Torhüter von Olten war nicht sehr erfreut über diesen Gegentreffer und schimpfte so lang mit dem Schiedsrichter, dass dieser nichts anderes tun konnte als den Torwart mit Gelb auf die Strafbank zu schicken. Um die Überzahl zu üben für kommende Spiele, nahmen die Rotweissen ihren Goalie raus und spielten zu sechst gegen 4 Oltener.

Kleine Unkonzentriertheiten im Aufbau erzielte der Gegner sogar noch ein Tor ins leere Gehäuse. Schrötemeyer schlenzte den Ball dann aber noch ein weiteres Mal in die Maschen zum 5:3. Wieder war es eine kurze Ecke, welche die Oltener zum 5:4 verwandelten. Doch Wettingen liess sich nicht beirren und spielte ruhig weiter, so dass der stark aufspielende Schrötemeyer sich einen weiteren Treffer notieren konnte. Kurz vor dem Ende waren es dann nochmals die Solothurner, die zum 6:5 Endstand verkürzten.

Über die gesamte Saison ungeschlagen

Die Mannschaft um Trainer Fischbach blieb nun in der ganzen Saison ungeschlagen, einzig zwei Unentschieden mussten hingenommen werden. Nun trifft man am kommenden Samstag, 30.01.2016 im Halbfinale erneut auf den HC Olten. Im anderen Halbfinale trifft der Luzerner SC auf den überraschend in den Playoff stehenden Gegner aus Steffisburg. Der Grasshopper Club Zürich muss als sechst platzierte Mannschaft zurück in die NLB. Servette als fünftklassiertes Team schaffte den Halbfinal-Einzug wegen einer 2:6-Niederlage im letzten Spiel gegen den Luzerner SC knapp nicht. Dem letztjährigen Endspiel Rotweiss Wettingen gegen eben diesen Luzerner SC scheint nichts mehr im Wege zu stehen, Betonung auf scheint.

Kurztelegramme

Rotweiss Wettingen – Servette HC 3:2 (1:1)

Tore: Brunner, Schrötemeyer (2x)

Rotweiss Wettingen – HC Olten 6:5 (2:1)

Tore: Keller (2x), Brunner, Wernli, Schrötemeyer (2x)

Rotweiss Wettingen mit: Käufeler (GK), Spörrli (GK), Michel, Wernli, Huber, D. Messerli, Kaufmann, M. Morard, Keller (C), Steimer, Brunner, Schrötemeyer