Curling
Zwei junge Badener gewinnen in Innsbruck Olympiagold

Die beiden Badener Michael Brunner und Romano Meier können sich seit gestern Jugend-Olympiasieger nennen. Mit einem 6:4 Sieg über Italien gewannen sie die Goldmedaillen.

Daniel Stegmann, Innsbruck
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Glückliche Olympiasieger: Elena Stern, Lisa Gisler, Romano Meier und Michael Brunner (von links). Richard Gray/Zvg

Glückliche Olympiasieger: Elena Stern, Lisa Gisler, Romano Meier und Michael Brunner (von links). Richard Gray/Zvg

Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Elena Stern und Lisa Gisler gewannen die beiden Badener Michael Brunner und Romano Meier bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck das Mixed-Turnier dank einem 6:4-Finalsieg über Italien.

«Etwas Nervös»

Gleich zu Beginn des Finals legten die Schweizer mit einem Zweierhaus vor und gaben den Vorsprung anschliessend nicht mehr preis. Trotz der lautstarken Unterstützung durch die vielen Schweizer Fans gelang ihnen ein konzentriertes Spiel. «Ich konnte ausblenden, dass wir einen Final spielten», meinte Romano Meier, «erst gegen Schluss wurde ich etwas nervös.» Die Fans hätten für den zusätzlichen Schub gesorgt, so Meier.

Das finale Spiel war die Krönung für die im ganzen Turnier toll aufspielenden Schweizer. Die Vorrunde hatten sie mit der eindrücklichen Bilanz von 6:1 Siegen beendet, auf die einzige Niederlage im vierten Spiel gegen die USA reagierten sie mit drei weiteren Siegen.

Knacknuss Viertelfinals

Das Meisterstück lieferte das Quartett aber mit dem Viertelfinalsieg am frühen Mittwochmorgen gegen Japan ab. Nach zwei gestohlenen Steinen lag die Schweiz bei Halbzeit noch 0:2 zurück. Der Traum von der Olympiamedaille schien ihnen zu entgleiten, als sich das Team rechtzeitig und in den entscheidenden Momenten wieder auf seine Fähigkeiten besann und den Sieg noch an sich riss. Erst mit seinem letzten Stein sicherte Michael Brunner den Halbfinaleinzug. «Das war eine grosse Erleichterung», meinte der Skip zu der entscheidenden Szene.

Von da an spielten Brunner und seine Teamkollegen befreit auf. «Den Halbfinal konnten wir wieder mit Spass angehen.» Was folgte, war ein nie gefährdeter 10:4-Triumph über Schweden und der Finalsieg über die Italiener, die ihrerseits mit Siegen über die USA und Kanada für die grössten Überraschungen gesorgt hatten. Auch Michael Brunners Mutter und Coach Brigitte Brunner bestätigte: «Der Viertelfinal war von der nervlichen Belastung her am Schlimmsten. Im Halbfinal und Final haben sie sehr sicher gespielt, und da wusste ich, dass sie nicht in Bedrängnis geraten würden.»