An diesem Wochenende finden die Junioren Schweizer Meisterschaften im Tennis in der Region Luzern statt. Der Kanton Aargau stellt mit acht Teilnehmern eine kleinere Delegation als in den Jahren zuvor. Dafür ist diese unter anderem mit zwei Spielern aus dem Fricktaler hochkarätig besetzt.

Einer der Aargauer Medaillenanwärter aus dem Fricktal ist Jérôme Kym – nationale Klasse 4 (N4), Rang 82 – aus Möhlin. Obwohl er erst in diesem Jahr neu in die Kategorie U16 gewechselt hat, ist der 14-Jährige ein heisser Kandidat für ein Spitzenresultat. Nach seinem überragenden Jahr 2017, in dem er sich in die Top 10 der U14-Juniorenweltrangliste gespielt hat und den U14Team-WM-Titel sowie die U14-Team-EM-Silbermedaille gewinnen konnte, ist er auch in der nächsthöheren Altersklasse bereits an Nummer drei gesetzt.

Ein Ausrufezeichen gesetzt

Hinzu kommt, dass der junge Fricktaler unlängst an den Schweizer Meisterschaften der Elite bewiesen hat, dass er auch gegen ältere und stärker eingestufte Spieler gewinnen kann. So wurde Kym erst durch den Davis-Cup Spieler Antoine Bellier gebremst. Kym hatte zuvor drei Qualifikationsrunden und die erste Runde im Hauptfeld für sich entschieden. Dabei bezwang Kym unter anderem den Schweizer Meister von 2006 Muhamed Fetov. Auf Kym könnte jedoch gleich zum Auftakt der Junioren Schweizer Meisterschaften ein harter Gegner warten: Yarin Aebi – regionale Klasse 1 (R1) –, gegen den er vor einem Jahr das Finalspiel der Schweizer Meisterschaften in der Kategorie U14 verloren hatte. Auf dem Papier hat Chelsea Fontenel – N4, Rang 72 – die besten Chancen auf eine Medaille. Die 13-jährige Fricktalerin, die mittlerweile in Wettingen wohnt, führt in der Kategorie U14 die Setzliste an. Als einzige Spielern mit nationaler Klasse dieser Konkurrenz ist sie dementsprechend auch die Favoritin auf den Sieg. Für Fontenel wäre es der erste Titel bei den Junioren Schweizer Meisterschaften.

Starke Konkurrenz für Fontenel

Doch nur aufgrund der Setzliste anzunehmen, der Gewinn der Goldmedaille sei für Fontenel reine Formsache, wäre vermessen. Mit Céline Naef und Olivia Bolliger befinden sich zwei R1-Konkurrentinnen im Feld, die auch ein Wörtchen mitreden wollen im Kampf um den Turniersieg.

Mit Janis Simmen (R3) zählt ein weiterer Aargauer Junior zu den Medaillenkandidaten. Der gross gewachsene Youngster aus Lenzburg ist in der Kategorie U12 an Nummer zwei gesetzt. Nach einem Freilos in der ersten Runde trifft der Bronzemedaillengewinner vom letzten Sommer auf einen R4 klassierten Spieler. Erst im Halbfinal könnte er auf einen gleich stark eingestuften Kontrahenten treffen.