Fussball
Zwei Fehlstarts führen ins Gränicher Verderben

Der FC Gränichen verliert in der 2. Liga interregional eine hitzige Partie auswärts gegen Porrentruy mit 1:2. Zwei frühe Gegentreffer jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten machten den Unterschied zu Gunsten der Jurassier aus.

Dario Trost
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Niederlage für Gränichen trotz grossem Kampf: Denis Krebs (r.) gegen Christian Thiébaud.

Niederlage für Gränichen trotz grossem Kampf: Denis Krebs (r.) gegen Christian Thiébaud.

Franz Schefer

Das vierte Gastspiel im Kanton Jura in dieser Saison hätte aus Gränicher nicht schlechter beginnen können. Erst fünf Minuten waren im Stade du Tirage gespielt, als der FC Porrentruy mit 1:0 in Führung ging. Captain Olivier Gschwind kam nach einem Eckball völlig frei zum Kopfball und nickte das Leder unhaltbar ins Tor.

Gränichen gegen vorne zu wenig präsent

Der FCG liess sich vom frühen Rückstand aber nicht aus der Bahn werfen und hatte Pech als Schiedsrichter Carrard im Gegenzug ein Foulspiel von Torwart Manu Pilloud an Ivan Lopez nicht ahndete.

Auch in der Folge konnten die Gelbschwarzen das Spielgeschehen ausgeglichen gestalten - es fehlten einzig zwingende Abschlüsse in der Offensive. Da die Gastgeber gegen vorne ebenfalls nichts mehr gefährliches zu Stande brachten, ging eine giftige und intensive Partie mit 1:0 in die Halbzeit.

Erneutes frühes Gegentor - Wehrli sieht rot

Im zweiten Durchgang gab es für die Gränicher erneut eine frühe kalte Dusche. Nach einem langen Ball stand plötzlich Johan Andrey alleine vor Torhüter Livio Buchser und liess diesem mit seinem Abschluss keine Chance (49.).

Dieses Mal hatte die Wüsttruppe länger am frühen Gegentreffer zu beissen. Mit Ausnahme eines Weitschusses von Vojan Cvijanovic (50.) blieb der FCG harmlos. Porrentruy verwaltete Mitte der zweiten Halbzeit den Vorsprung souverän ohne selbst gefährlich zu werden.

In der 70. Minute kam es für Gränichen noch dicker. Marc Wehrli wurde nach einem Foulspiel an der Seitenlinie vom Platz gestellt. Mit einem Mann weniger fanden die Gäste aber plötzlich zurück ins Spiel und begannen sich gegen die drohende Niederlage zu wehren.

Cvijanovic trifft per Elfmeter

Und die Mannschaft wurde für den Aufwand belohnt. Vojan Cvijanovic brachte seine Farben zehn Minuten vor Schluss mittels Handelfmeter nochmals heran. Die Gränicher drückten in den Schlussminuten auf das 2:2 und kamen in der Nachspielzeit, nachdem Christian Thiébaud auf der Gegenseite die einzige Chance der Platzherren seit dem 2:0 leichtfertig vergab, zur grossen Ausgleichsmöglichkeit.

Ein langer Einwurf von Arshik Ahmetaj flog durch den gesamten Strafraum, doch gleich drei Gränicher Spieler segelten am Spielgerät vorbei. Danach war Schluss und der FCG musste die dritte Auswärtspleite in Folge hinnehmen.

Mit dieser Niederlage verlieren die Gelbschwarzen in der Tabelle einen Platz und sind nun auf dem achten Rang klassiert. Am kommenden Samstag kommt es in nächstem Spiel zum Duell mit dem FC Tavannes/Tramelan. Anpfiff auf der ZehnderMatte ist um 18 Uhr.